Rot-Weiß Oberhausen drohen ungemütliche Feiertage

RWO-Trainer Peter Kunkel stellt seinen Spielern Sonderschichten in Aussicht.
RWO-Trainer Peter Kunkel stellt seinen Spielern Sonderschichten in Aussicht.
Foto: Kerstin Bögeholz
Was wir bereits wissen
Vor dem Duell bei RWE steht Fußball-Regionalligist Rot-Weiß Oberhausen unter Druck: Nur drei Punkte trennen die Kunkel-Elf von einem Abstiegsplatz. Vor allem an der Chancenverwertung muss das Team weiter arbeiten. Ansonsten drohen Sonderschichten.

Oberhausen.. Nur drei Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz und noch zwei Spiele gegen Spitzenteams der Liga bis zur Winterpause. Das Weihnachtsfest könnte ungemütlich werden für die Regionalliga-Kicker von RWO. Sollte das Team zum Jahreswechsel auf einem Abstiegsplatz stehen, hat Trainer Peter Kunkel bereits den Urlaub in Frage gestellt. „Ich könnte in einem solchen Fall nicht die Füße hoch legen und das werden die Jungs dann auch nicht“, kündigt Kunkel bei einem weiteren Abrutschen durchaus Trainingseinheiten in der vermeintlich freien Zeit an.

RWO fehlt ein offensiver Antreiber

Das Hauptproblem der vergangenen Spiele waren die unzähligen ausgelassenen Großchancen. „Unglaublich, wie viele Punkte wir da liegen gelassen haben“, ärgert sich Kunkel. Als ehemaliger Stürmer weiß er aber, wie man aus einem solchen Loch herauskommt. „Immer weiter arbeiten und sich im Training die Erfolgserlebnisse holen. Wer nicht an sich glaubt, kann auch nicht treffen“, versucht er seinen Schützlingen wieder Selbstvertrauen zu geben. Eine Kopfsache also, denn dass Mike Terranova, Sebastian Mützel und Co. die technische Fähigkeit haben, aus wenigen Metern das Tor zu treffen, haben sie selbst in dieser Saison bereits bewiesen.

Ist das Problem der verunsicherten Stürmer also möglicherweise nur vorübergehend, besteht dahinter schon eher ein Qualitätsproblem. Besonders augenfällig fehlt ein „Sechser“, der das Spiel nach vorne antreiben kann. Gerade in Spielen wie zuletzt in Kray, in denen RWO nicht nur reagieren, sondern selber aktiv das Spiel bestimmen muss. Hiromu Watahiki fiel auf dieser Position wie so oft mit vielen Ballkontakten und hoher Laufbereitschaft auf. Doch der Japaner ist nicht in der Lage, mit einem Antritt die gegnerische Verteidigung einmal auch nur ansatzweise ins Grübeln zu bringen.

Jörn Nowak nach fünftem Gelb gegen RWE gesperrt

Wie das gehen könnte, zeigte in Kray vor allem in der zweiten Hälfte Jörn Nowak. Hinten wenig gefordert, übernahm der Abwehrchef immer häufiger die Verantwortung und setzte die Krayer Abwehr mit seinen Vorstößen unter Druck. Das blieb diesmal ohne positives Ergebnis, könnte dennoch für die Zukunft ein Erfolgsrezept sein. Allerdings nicht für das kommende Derby bei RW Essen, da Nowak dort nach seiner fünften gelben Karte gesperrt ist. „Das ist natürlich gerade jetzt schade, wo er gut in Form ist, aber das können wir nicht ändern und deswegen blicken wir nach vorn“, so Kunkel. Da ist der Blick auf Essen gerichtet, wo Kunkel möglicherweise wieder zur Viererkette zurückkehrt. Sollte die sich bewähren, könnte man Nowak durchaus ja mal im defensiven Mittelfeld ausprobieren.