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Rot-Weiß Oberhausen drohen ungemütliche Feiertage

05.12.2012 | 15:26 Uhr
Rot-Weiß Oberhausen drohen ungemütliche Feiertage
RWO-Trainer Peter Kunkel stellt seinen Spielern Sonderschichten in Aussicht.Foto: Kerstin Bögeholz

Oberhausen.   Vor dem Duell bei RWE steht Fußball-Regionalligist Rot-Weiß Oberhausen unter Druck: Nur drei Punkte trennen die Kunkel-Elf von einem Abstiegsplatz. Vor allem an der Chancenverwertung muss das Team weiter arbeiten. Ansonsten drohen Sonderschichten.

Nur drei Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz und noch zwei Spiele gegen Spitzenteams der Liga bis zur Winterpause. Das Weihnachtsfest könnte ungemütlich werden für die Regionalliga-Kicker von RWO. Sollte das Team zum Jahreswechsel auf einem Abstiegsplatz stehen, hat Trainer Peter Kunkel bereits den Urlaub in Frage gestellt. „Ich könnte in einem solchen Fall nicht die Füße hoch legen und das werden die Jungs dann auch nicht“, kündigt Kunkel bei einem weiteren Abrutschen durchaus Trainingseinheiten in der vermeintlich freien Zeit an.

RWO fehlt ein offensiver Antreiber

Stadion-Gewalt
Polizei meldete der ZIS 60 "Problemfans" bei RWO

Der Fanszene von Rot-Weiß Oberhausen gehören nach Einschätzung der Polizei Oberhausen 40 gewaltbereite und 20 Gewalt suchende Fans an. 2012 musste die Polizei mehrfach gegen Hooligans vorgehen. Die Polizei beobachtet sie jedoch mit Gelassenheit: „Es sind längst nicht mehr so viele wie früher.“

Ist das Problem der verunsicherten Stürmer also möglicherweise nur vorübergehend Das Hauptproblem der vergangenen Spiele waren die unzähligen ausgelassenen Großchancen. „Unglaublich, wie viele Punkte wir da liegen gelassen haben“, ärgert sich Kunkel. Als ehemaliger Stürmer weiß er aber, wie man aus einem solchen Loch herauskommt. „Immer weiter arbeiten und sich im Training die Erfolgserlebnisse holen. Wer nicht an sich glaubt, kann auch nicht treffen“, versucht er seinen Schützlingen wieder Selbstvertrauen zu geben. Eine Kopfsache also, denn dass Mike Terranova, Sebastian Mützel und Co. die technische Fähigkeit haben, aus wenigen Metern das Tor zu treffen, haben sie selbst in dieser Saison bereits bewiesen.

, besteht dahinter schon eher ein Qualitätsproblem. Besonders augenfällig fehlt ein „Sechser“, der das Spiel nach vorne antreiben kann. Gerade in Spielen wie zuletzt in Kray, in denen RWO nicht nur reagieren, sondern selber aktiv das Spiel bestimmen muss. Hiromu Watahiki fiel auf dieser Position wie so oft mit vielen Ballkontakten und hoher Laufbereitschaft auf. Doch der Japaner ist nicht in der Lage, mit einem Antritt die gegnerische Verteidigung einmal auch nur ansatzweise ins Grübeln zu bringen.

Jörn Nowak nach fünftem Gelb gegen RWE gesperrt

Wie das gehen könnte, zeigte in Kray vor allem in der zweiten Hälfte Jörn Nowak. Hinten wenig gefordert, übernahm der Abwehrchef immer häufiger die Verantwortung und setzte die Krayer Abwehr mit seinen Vorstößen unter Druck. Das blieb diesmal ohne positives Ergebnis, könnte dennoch für die Zukunft ein Erfolgsrezept sein. Allerdings nicht für das kommende Derby bei RW Essen, da Nowak dort nach seiner fünften gelben Karte gesperrt ist. „Das ist natürlich gerade jetzt schade, wo er gut in Form ist, aber das können wir nicht ändern und deswegen blicken wir nach vorn“, so Kunkel. Da ist der Blick auf Essen gerichtet, wo Kunkel möglicherweise wieder zur Viererkette zurückkehrt. Sollte die sich bewähren, könnte man Nowak durchaus ja mal im defensiven Mittelfeld ausprobieren.

Ralf Bögeholz



Kommentare
06.12.2012
02:50
Alle Theorie ist grau, und nur der Wald und die Erfahrung sind grün
von StefanKaufmann | #1

sagte einst Friedrich Pfeil. Wenn über 3er, 4er oder sonstige Ketten spekuliert wird, bleibt festzuhalten:

1. Die Herren Kontny und Basler hatten das Vertrauern der Verantwortlichen, die die Verträge mit den einzelnen Spieler unterzeichneten, und stellten die aktuelle Mannschaft im Namen und im Auftrag des Vereins zusammen.

2. Herr Kunkel kannte die Quantität und auch die mögliche Qualität der Spieler vor "freudiger" Übernahme des Cheftrainerpostens und er hatte zumindest Gelegenheit, sich vorher ein Bild zu verschaffen. Im Zweifelsfall hätte er ablehnen können, ja sogar müssen.

Lamentieren und Drohungen bringen nichts, außer weitere Unruhe in die Truppe. Mag sich mancher Anhänger erwärmen ob des Gedankens an Spieler, die an Heiligabend noch auf dem Laufband schwitzen, aber logisch ist das nicht, außer man will das "Volk" mit Rache beruhigen.

IMHO scheint Herr Kunkel bereits angezählt und verliert langsam die Contenance.

1 Antwort
Aktionismus
von Erbeck1 | #1-1

In erster Linie steckt hinter solchen Handlungen immer purer Aktionismaus und dieser ist der Ratlosigkeit geschuldet ! Die Spielerkörper sowie die Köpfe benötigen zudem etwas Ruhe und Abstand und das hat rein gar nichts mit Tabellenplätzen zu tun . Die Teamprobleme lassen sich auch nicht mit drei oder vier weiteren Trainingseinheiten beheben - etwas mehr Konzept sollte man von ehemaligen Profis wie den Herren Kontny und Kunkel durchaus erwarten dürfen . Fakt ist in erster Linie folgendes : das Spiel gegen Kray wurde nur wegen der mangelnden Chancenverwertung (unglaublich) nicht gewonnen und selbst so alte Fuhrmänner wie Terranova versagten hier - pure Unsicherheit zur Zeit ! Also , freie Köpfe und nicht müde Körper sind gefordert - also ein paar Tage frei machen !

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