Platz vier für Rot-Weiß Oberhausen in Gummersbach

Die Hallenkicker von RWO verkauften sich in Gummersbach gut.
Die Hallenkicker von RWO verkauften sich in Gummersbach gut.
Foto: privat
Was wir bereits wissen
Im Halbfinale schied der Regionalligist äußerst unglücklich gegen den späteren Sieger Fortuna Köln aus.

Oberhausen.. Gelungener Auftritt der Rot-Weißen beim Sparhandy.de-Cup in Gummersbach. Die Truppe von Andreas Zimmermann hatte zweimal Pech, sonst wäre mehr als der zuletzt nur vierte Platz in dem hochkarätig besetzten Turnier für den guten Zweck drin gewesen. Im Halbfinale schied RWO durch einen Gegentreffer in wirklich letzter Sekunde gegen Drittligist Fortuna Köln aus. Im Neunmeterschießen um Platz drei hatte dann der FSV Frankfurt die besseren Nerven und siegte bei zwei RWO-Fehlversuchen mit 2:1.

In einer Gruppe mit Zweitligist FSV Frankfurt und Oberligist FC Bergheim, ging es für RWO zunächst gegen den klassentieferen Gegner. Nach anfänglichem Abtasten schloss David Jansen eine Einzelaktion über links aus spitzem Winkel überlegt ab (9.). Mit der Halbzeitführung im Rücken hatte RWO danach mehr Räume.

Doch Nick Brisevac (mehrfach) sowie Jansen mit einem Kopfball scheiterten mit der möglichen Vorentscheidung am starken Bergheimer Torwart Kevin Kraus. Raphael Steinmetz reihte sich zunächst in diesen Reigen ein, machte dann aber in der Schlussminute mit dem 2:0 alles klar. Der Sieg war völlig verdient, RWO hatte die deutliche Chancenmehrheit. Philipp Kühn im Kasten hatte kaum Gelegenheit, sich auszuzeichnen.

Zuvor hatte sich der FSV bereits klar 7:3 gegen Bergheim durchgesetzt, so dass der Oberligist nach den Niederlage ausgeschieden war und es in der letzten Gruppenpartie zwischen Frankfurt und RWO um den Gruppensieg ging. Der FSV erwischte einen Blitzstart und legte mit 2:0 nach zwei Minuten vor. Doch Michael Smykacz (2.) und Steinmetz (4.) egalisierten gegen die Hessen, bei denen der ehemalige Rot-Weiße Sören Pirson im Tor stand. Brisevac hätte danach die RWO-Führung erzielen müssen, doch stattdessen gab es einen erneuten Rückstand (13.). Steinmetz (15.) hielt Oberhausen mit seinem dritten Treffer im Rennen. Doch hinten unterlief ihm im Gegenzug ein Ballverlust, den Frankfurt zur Führung nutzte und die mit dem Abpfiff noch auf 5:3 ausbaute.

Damit war der FSV Gruppensieger und spielte im ersten Halbfinale gegen den Gruppenzweiten FC St. Pauli. Überraschenderweise setzte sich der krisengeschüttelte FC St. Pauli (in Unterzahl in den letzten Minuten) nach zähem Spiel mit 1:0 durch und stand damit im Finale

RWO hingegen bekam es mit dem clever aufspielenden Gruppensieger und Drittligisten Fortuna Köln zu tun. Der dominierte auch die erste Hälfte, zeigte die reifere Spielanlage und lag zum Wechsel durch einen Treffer von Ercan Aydogmus (7.) verdient vorn. Kühn hielt den knappen Rückstand kurz vor der Pause mit zwei Paraden fest. In den zweiten zehn Minuten agierte RWO durchdachter und überlegen. Doch Tyler und Smykacz ließen gute Gelegenheiten liegen. Dann war es Jansen, der mit einer feinen Einzelleistung und trockenem Abschluss doch noch den Ausgleich erzielte (18.). In den letzten Sekunden schien sich schon das Neunmeterschießen anzudeuten.

Ärgerliches Ende für die Rot-Weißen

Doch Fortuna bekam noch eine Gelegenheit, nachdem zwei Rot-Weiße allzu forsch in Zweikämpfe gingen, zu Boden fielen und den Ball verloren. Die ließ sich Aydogmus eine Sekunde vor Ablauf der Spielzeit nicht entgehen: 2:1, ein ärgerliches Ende für die Rot-Weißen. Denn zumindest die Verlängerung vom Punkt aus hätten sich die Oberhausener nach der couragierten Vorstellung verdient gehabt.

Im Neunmeterschießen gegen den FSV Frankfurt begann Brisevac, sein schwach geschossener Versuch parierte Pirson. Besser machte es auf der Gegenseite Marcel Kaffenberger, er verwandelte sicher gegen Patrick Nettekoven. Danach gelang Herzenbruch souverän der Ausgleich für die Oberhausener. Dann kam Nettekovens Auftritt, er parierte den Schuss von Vincenzo Grifo. Doch Jansen wiederum scheiterte an Pirson. Mit dem dritten und letzten Versuch traf Ahmed Azaouagh dann zum dritten Platz für die Frankfurter.
Das Finale gewann Fortuna Köln nach turbulentem Verlauf mit 6:3 gegen St. Pauli.