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Oberhausens Kunkel gegen Bochum 2 an alter Wirkungsstätte

19.10.2012 | 18:43 Uhr
Oberhausens Kunkel gegen Bochum 2 an alter Wirkungsstätte
RWO, hier in einem Freundschaftsspiel gegen den FC Schalke 04, trifft am Sonntag auf die Reserve des VfL Bochum.Foto: Tom Thöne

Oberhausen.  In Wattenscheid möchte Peter Kunkel mit RWO gegen die Bochumer Reserve punkten. Für den Oberhausener Trainer ist das Gastspiel im Lohrheidestadion eine Rückkehr in die alte Heimat. 30 Jahre war Kunkel bei Wattenscheid 09 tätig.

Für Peter Kunkel wirde es eine Fahrt in die Vergangenheit. Fast 30 Jahre war der jetzige RWO-Trainer bei der SG Wattenscheid tätig – als Spieler, Trainer und „in fast allen Funktionen“ wie der frühere Stürmer sagt. Trotz mancher schwerer Stunde erinnert er sich gerne an die Zeit dort. Doch wenn er am Sonntag mit dem SC Rot-Weiß zum Regionalligaspiel im dortigen Lohrheidestadion antritt, gibt es keinen Grund, sentimental zu werden. Schließlich heißt der Gegner VfL Bochum II.

„Wenn der ‘Boss’ wüsste, dass heute der VfL Heimspiele im Lohrheidestadion austrägt, würde er sich vermutlich im Grab umdrehen“, erinnert sich Kunkel lächelnd an den langjährigen Macher der SG Wattenscheid, Klaus Steilmann, und die damalige Rivalität mit dem Ortsnachbarn.

Schon seit ein paar Jahren dient die traditionsreiche Lohrheide für die Reserve des VfL ebenso als Spielstätte wie für die SG 09, die nur noch in der Oberliga Westfalen kickt. Und auch wenn die alte Rivalität bei Kunkel nach eigener Aussage keine Rolle mehr spielt, würde er liebend gerne den Bochumern die Punkte klauen.

Das dürfte allerdings ein schweres Stück Arbeit werden. „Die Bochumer sind sehr spielstark“, hat Kunkel beobachtet. Noch am Dienstag schaute er sich den Gegner in Mönchengladbach an, wo das Team von Iraklis Metaxas unglücklich mit 0:1 verlor. „Sie haben viele schnelle Leute und sind offensiv gut ausgerichtet“, so eine weitere Erkenntnis Kunkels. Ob die Spielweise der Bochumer Einfluss auf die Oberhausener Aufstellung hat, lässt er offen.

Lekesiz im Kader

Ändern muss er ohnehin etwas. Nach der Verletzung von Patrick Bauder stehen ihm gerade noch 16 Feldspieler zur Verfügung. „Viele Möglichkeiten gibt es da nicht mehr“, weiß er. Aus der U 23 gehört mittlerweile Gökan Lekesiz fest zum Regionalliga-Team. Mehr möchte Kunkel die eigene Reserve, die er immerhin selber lange gecoacht hat und die diesmal zeitgleich spielt, aber nicht schwächen.

Wer gegen Bochum aufläuft, will er wie immer erst nach dem Abschlusstraining entscheiden. „Eine grobe Formation habe ich im Kopf, aber die Jungs wissen, dass sich daran immer was ändern kann“, will er niemenden in Sicherheit wiegen. Einige Plätze dürften dennoch vergeben sein. Vor Patrick Nettekoven, der trotz seiner oft ausstrahlenden Unsicherheit (noch) das Vertrauen von Kunkel besitzt, sind Dominik Borutzki und Jörn Nowak gesetzt. Sollte Kunkel wieder mit einer Dreierkette spielen, darf sich Tobias Hötte auf eine Rückkehr ins Team freuen. Davor läuft es auf das „Japan-Duo“ Ken Asaeda und Hiromu Watahiki hinaus, die Kunkel bislang noch nicht gemeinsam auflaufen ließ. Der vom VfL Bochum kommende Christoph Caspari dürfte nach seinen zuletzt guten Auftritten gegen seine ehemaligen Kollegen ebenso gesetzt sein wie Mike Terranova, der in der Wattenscheider Lohrheide ebenfalls einige Jahre seiner Profizeit verbrachte. Und auch der „Fußballgott“ hätte sicher nichts dagegen, dem einstigen Rivalen ein Schnippchen zu schlagen.

Ralf Bögeholz


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