Oberhausen hatte als Final-Spielort keine Chance

Das neue Stadion Essen, links die Tribüne für die Oberhausener Fans Donnerstag im Finale gegen RWE.
Das neue Stadion Essen, links die Tribüne für die Oberhausener Fans Donnerstag im Finale gegen RWE.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Das moderne Stadion Essen bekam für das Niederrhein-Endspiel zwischen Rot-Weiss Essen und RWO ganz klar den Vorzug vor dem Stadion Niederrhein.

Oberhausen.. Das Stadion Niederrhein hatte als Austragungsort für das Pokalfinale gegen Rot-Weiss Essen nie eine reelle Chance. Das unterstrich jetzt Wolfgang Jades, Spielleiter Niederrheinpokal und Fußballausschuss des Fußball-Verbandes Niederrhein im Gespräch mit der Sportredaktion. „Infrastruktur und Sicherheitsmaßnahmen haben den Ausschlag gegeben. Da hat das modernere Stadion ganz klare Vorteile.“

Nach einigen Übergriffen beim Pokal-Halbfinale im Stadion Niederrhein gegen den MSV hatte die Polizei Bedenken angemeldet. Zudem wird die Verkehrsführung von der Polizei und dem Verband als zu kompliziert angesehen. Das sei in Essen ganz anders. „Wir danken beiden Vereinen für ihre Mühen und ihre Bewerbung. Aber jetzt freuen wir uns, hier in Essen zu sein.“ Präsident Hajo Sommers von Rot-Weiß Oberhausen sagte gestern bei einem Besuch des Stadions in Essen im Gespräch mit RWE-Chef Michael Welling: „Alles über 12 000 Zuschauern ist für uns in Oberhausen eine logistische Meisterleistung.“

FVN freut sich über Popularität des Pokals

Für den Verband ist es das erste Endspiel im neuen Stadion Essen. Im Vorjahr gab es dort das Halbfinale gegen den MSV zu sehen. Das Endspiel fand dann in der Duisburger Arena statt. Dort wurde der für Verbandspokal-Endspiele gültige Zuschauerrekord von 26 000 Besuchern aufgestellt. Das letzte FVN-Finale in Essen gab es noch im alten Georg-Melches-Stadion zu sehen, RWE schlug Hönnepel-Niedermörmter 3:2.

Die Marke von 26 000 kann beim anstehenden Finale nicht geknackt werden, das Stadion hat ein Fassungsvermögen von 20 000. 18 000 Karten sind bislang verkauft, in Oberhausen gibt es nur noch ganz wenige Rest-Sitzkarten, in Essen sind noch rund 500 im Vorverkauf. Aus Sicherheitsgründen wird nicht die volle Kapazität ausgeschöpft.

Pokal-Finale 1 Jades betont, dass es den FVN zum einen freue, dass der Niederrhein-Pokal durch die Teilnahme der großen Traditionsvereine an Popularität in den letzten Jahren gewonnen habe und mit dem Finale zwischen Essen und Oberhausen einen Höhepunkt erleben werde. Gleichzeitig bedauert dies der Verband, denn es bedeutet, dass diese Vereine mittlerweile nicht mehr hochklassig in Pokal und Liga mitspielen. „In den 70er-Jahren hatten wir sechs, sieben Bundesligisten aus unserem Verbandsbereich. Das ist heute überhaupt nicht mehr vorstellbar.“ Immerhin dürfte der FVN für die erste DFB-Pokalrunde zwei Vertreter entsenden. Einer ist der MSV. „Und der andere heißt auf jeden Fall Rot-Weiß“ – wobei er sich bei der Schreibweise nicht festlegen wollte.

Und wenn es wie im Vorjahr in Essen gegen den MSV wieder zu Ausschreitungen kommt, modernes Stadion hin oder her?

Jades: „Dann können wir nichts machen. Das kann überall passieren.“