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Rot-Weiß Oberhausen

Kommt der Dämpfer für RWO zur richtigen Zeit?

23.03.2013 | 18:48 Uhr
Kommt der Dämpfer für RWO zur richtigen Zeit?
"Wir haben alles versucht, das Spiel zu drehen", sagte RWO-Trainer Kunkel nach der Niederlage gegen den SCW.Foto: imago

Oberhausen.  Die Serie ist hin, doch vielleicht kommt der Dämpfer ja zur rechten Zeit. RWO unterlag dem SC Wiedenbrück mit 1:3 (0:0) und das letztlich verdient. Die Elf von Trainer Peter Kunkel nutzte im noch recht guten ersten Durchgang ihre Chancen nicht. Und als sich die Zuschauer in der zweiten Hälft langsam auf ein torloses Spiel einstellten, schlug der beste Mann auf dem Feld zu.

Volkan Okumak erzielte nach Zuspiel von Nick Brisevac die überraschende Führung und deckelte die später mit zwei verwandelten Elfmetern (85./90. + 2) ab. Der zwischenzeitliche Anschluss durch Patrick Bauder, ebenfalls per Elfmeter nach einem Foul an Michael Smykacz (88.) war letztlich nur Kosmetik. So war die Niederlage letztlich verdient, denn Wiedenbrück erwies sich unterm Strich als die abgezocktere Mannschaft, die ihre wenigen Gelegenheiten besser nutzte. RWO entwickelte längst nicht die Präsenz, die in den ersten Spielen des Jahres zu sehen war.

Gleich zu Beginn setzte Okumak ein Ausrufezeichen und den Ball beim ersten sehenswerten Angriff der Gäste an den Pfosten. Diese Hallowach-Aktion weckte die Oberhausener Offensive. Gerade über rechts wurden einige gefährliche Aktionen eingeleitet, doch es war auch zu sehen, dass die Präzision im letzten Pass spielte. Gleichwohl hätten Felix Haas mit einem Kopfball nach Talarski-Ecke (13.) oder Sebastian Mützel nach gutem Zuspiel von Christoph Caspari die Führung erzielen können. Mike Terranova spielte in einer aussichtsreichen Situation zu früh auf Marcel Landers ab.  Danach aber bekam der SCW besseren Zugriff aufs Spiel, defensivohnehin gut aufgestellt, wurden bis zum Wechsel aucherste Offensivaktionen gefahren. Die wurden aber von der gut stehenden RWO-Verteidigung noch im Keim erstickt. Dies galt allerdings auch auf der anderen Seite.

Talarski eröffnete die zweite Halbzeit mit einem satten Schuss, doch der nicht immer sichere Marcel Hölscher war im Wiedenbrücker Gehäuse auf dem Posten. RWO suchte weiter sein Heil in der Offensive, doch wirklich zwingend war lediglich ein Kopfball von Terranova, der jedoch genau auf den Schlussmann gezielt war. Dann deutet Okumak wiederholt seine Gefährlichkeit an, doch Christoph Caspari klärte noch einmal in höchster Not (67.) Fast im Gegenzug setzte Oliver Zech einen Freistoß an den Pfosten.

Regionalliga
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Doch dann war es so weit, Brisevac fand die Lücke in der RWO-Defensive, schickte Okumak durch und der schoss überlegt aus 14 Metern ein. Hier war Thorben Krol machtlos. Oberhausen drängte nun und Wiedenbrück setzte auf Konter. Bei einem stürmte Krol unnötig aus dem Kasten und erwischte Okumak, der sich diese Gelegenheit nicht entgehen ließ: Elfmeter, 0:2 durch den Winterneuzugang der Wiedenbrücker vom VfB Hüls (85.). Damit war die Parte entschieden. Es ehrte die Gastgeber, dasssie es trotzdem weiter versuchten.Landers setzte mit einem  Schuss von halbrechts Hölscher noch einmal unter Druck und kurz drauf gab es den zweiten Strafstoß. Smykacz wurde im Strafraum umgerissen, der oft unsichere Schiedsrichter Thomas Altgeld entschied richtig: Bauder verwandelte (89.), doch dann machte Wiedenbrück in der Nachspielzeit alle Hoffnungen auf ein Remis zunichte. Wieder war Okumak durch, wieder holte ihn Krol von den Beinen, sah mit viel Glück keine zweite gelbe Karte, war dann aber wieder machtlos gegen den Elfmeter. Damit hatte Okumak seine überragende Leistung gekrönt und das Spiel war vorüber.

Stimmen zum Spiel:

RWO-Trainer Peter Kunkel: Glückwunsch an Wiedenbrück. Ich habe zwei gute Mannschaften in einem guten, interessanten und ausgeglichenem Spiel gesehen. In der ersten Halbzeit hatten wir Vorteile. Danach habe ich ein typisches  0:0-Spiel gesehen, doch wir haben dann ein dummes Tor kassiert. Okumakhat das beiden Elfern sehr geschickt gemacht. Krol hätte zumindest in der ersten Situation nicht aus dem Kasten kommen müssen. Danach haben wir alles versucht, bekamen das Spiel aber nicht mehr gedreht. Davon geht die Welt nicht unter, wir analysieren das jetzt und dann bereiten wir uns auf Gladbach vor.

SCW-Trainer Theo Schneider: Ich war zunächst überhaupt nicht zufrieden, wir haben eine schwache erste Halbzeit gezeigt. Wir hatten im Mittelfeld viel Ballverluste, die Außen wurden nicht richtig zugestellt. Im zweiten Durchgang wurde es besser, wir haben mehr Akzente gesetzt. Das 0:1 war sehr wichtig für uns, denn dadurch bekamen wir mehr Räume. Die Elfmeter waren klar, wenn auch für RWO unglücklich. Okumak hat gut eingefädelt. Krol ist ein guter Torwart, aber halt noch ziemlich jung. Das war jetzt der achte Sieg im zehnten Spiel und ich bin sehr zufrieden.

RWO-Außen Marcel Landers: Das war kein schlechtes Spiel von uns. Wir waren präsent in den Zweikämpfen und standen gut.  Wiedenbrück hat letztlich unverdient gewonnen. Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen. Aber das wirft uns nicht um, wir können nicht jedes Spiel gewinnen. Aber Donnerstag versuchen wir es wieder.

Peter Voss



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