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Klassenerhalt ist für RWO absolute Pflicht

17.02.2013 | 15:12 Uhr
Klassenerhalt ist für RWO absolute Pflicht
Rückkehrer Marcel Landers ist einer der Hoffnungsträger für die Zukunft.Foto: Kerstin Bögeholz

Oberhausen.  Für den angeschlagenen Regionalligisten Rot-Weiß Oberhausen zählt in dieser Saison nur der Klassenerhalt. Sollte dieses Ziel nicht erreicht werden, „dann war es das für den Verein“, wie Präsident Hajo Sommers es dramatisch ausdrückt. Mittelfristig ist der Sprung raus aus der Regionalliga das Ziel.

Am Freitag legte die Vereinsspitze von Rot-Weiß Oberhausen nicht nur die aktuelle Finanzsituation schonungslos offen. Es wurde zudem ein Konzept vorgestellt, mit dem man in Zukunft auch sportlich wieder für positive Schlagzeilen sorgen will: Konzentration auf die eigene Jugend und Talente aus der Umgebung. Der Blick geht dabei ausnahmslos nach vorne. „Das Wort ‘Abstieg’ nehmen wir nicht in den Mund“, so Präsident Sommers.

Denn eines ist klar, für RWO zählt in diesem Jahr nur der Klassenerhalt. Sollte dieses Ziel nicht erreicht werden, „dann war es das für den Verein“, wie Hajo Sommers es dramatisch ausdrückt. Doch alle Verantwortlichen verschwenden daran keine Gedanken. „Die Mannschaft hat inzwischen ein anderes Gesicht. In den bisher sieben Wochen Winterpause konnten wir eine richtige Einheit formen“, so Trainer Peter Kunkel. „Es nervt inzwischen nur ein wenig, dass es nicht los geht. Die Spannung ist da, man kann sich momentan aber nicht auf dem Spielfeld beweisen.“

Ein Sonderlob hatte der Übungsleiter für seine beiden Neuzugänge vom Wuppertaler SV übrig. „Felix Haas ist ein Volltreffer. Zusammen mit Jörn Nowak bildet er eine stabile Innenverteidigung.“ Auch Rückkehrer Marcel Landers werde RWO weiterhelfen. „Das ist ein positiver Typ, der einfach in die Mannschaft passt.“ In Wuppertal habe er Erfahrungen außerhalb seiner Heimat gesucht. „Er hat aber gemerkt, dass er nach Oberhausen gehört.“ Außerdem kommt Landers mit der Marke von sechs Toren und sechs Vorlagen selbstbewusst zurück.

Mit der Rückkehr von Kapitän Benjamin Weigelt hofft Kunkel zudem die Hintermannschaft zu stabilisieren. „Ich sehe Benni im defensiven Mittelfeld vor der Abwehr. Zusammen mit Patrick Bauder, der den offensiveren Part übernehmen soll, harmoniert er gut.“ In den vergangenen Testspielen habe sich eine erste Mannschaft herauskristallisiert, die den Klassenerhalt schaffen soll.

Mittelfristig raus aus der Liga

Der ist absolute Voraussetzung für das rot-weiße Zukunftskonzept. In der nächsten Saison wird dann schon ein oberer einstelliger Tabellenplatz angestrebt und mittelfristig ist der Sprung raus aus der Regionalliga das Ziel. Den Etat muss RWO aber weiter eindampfen. Aktuell wird mit 2,3 Millionen Euro für den Gesamtverein geplant, 980000 Euro sind für die erste Mannschaft vorgesehen – 1,2 Millionen Euro stehen in der aktuellen Saison für den Regionalliga-Kader zur Verfügung.

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Aufklärung - RWO legt die Finanzsituation schonungslos offen

Fußball-Regionalligist Rot-Weiß Oberhausen wagt einen neuen Aufbruch durch Aufklärung: Die Vereinsspitze legte am Freitag die Hintergründe der finanziellen Unterdeckung von noch 200.000 Euro schonungslos offen. Die Zukunft: in mancher Hinsicht ungewiss.

Damit trotz der gekürzten Mittel oben angegriffen werden kann, will man von der erfolgreichen Jugendarbeit profitieren. „Es kann nicht sein, dass wir Jugendspieler ausbilden und diese dann bei Schalke oder anderen Vereinen in der Umgebung landen“, so Sommers. „Wir müssen da auch die Ernte einfahren. Wenn der Junge doch nicht bei uns bleiben will, gilt es vielleicht mal eine kleine Ablöse zu erzielen.“

Einige Weichen wurden bereits gestellt. Pascale Talarski ist noch bis 2014 gebunden. Tobias Hötte verlängerte seinen zum Saison-Ende auslaufenden Vertrag um ein Jahr. Zudem konnte Thorben Krol, der sich als Vertreter des verletzten Niklas Hartmann mehr als bewährt hat, bis 2015 an den Verein gebunden werden. Gespräche mit den Nachwuchsspielern Gökan Lekesiz, Michael Smykacz und Hakan Dönmez, der erst kürzlich zu einem Sichtungslehrgang des türkischen Fußballverbandes eingeladen wurde, stehen in dieser Woche an.

Hier spiele zudem der Bau der neuen Geschäftsstelle eine große Rolle. „Wir müssen den Jugendlichen auch ein entsprechendes Umfeld bieten“, sagt der sportliche Leiter Frank Kontny. Denn Potenzial sei in den Nachwuchsmannschaften ausreichend vorhanden. Doch auch hier gilt, dass der Klassenerhalt geschafft werden muss.

Marcel Sroka



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