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Hut ab!

18.11.2007 | 21:16 Uhr

RWO gewinnt auch beim Tabellenzweiten Erfurt. Rot-weiße Gegner scheinen den Rot-Weißen besonders gut zu liegen.

RW ErfurtRW Oberhausen1:2

Tore: 1:0 (12.) Cinaz, 1:1 (21.) Terranova, 1:2 (57.) Lüttmann.

RWE: Maczkowiak, Schnetzler, Heller, Holst, Kohlmann (73.Jabiri), Wolf (46. Hauswald), Cinaz, Stenzel (61. Rockenbach da Silva), Brückner, Bunjaku, Kumbela.RWO: Semmler, Pappas, Benjamin Reichert, Embers, Schlieter (75. Ibrahim), Aksoy (81. Narewsky), Kaya, Kruse, Müller, Lüttmann, Terranova (88. Celik).SR.: Preuß (Hamburg). Z.: 5325.

Info
Keine Angst

RWO ist gefestigt

Ist der Aufsteiger nun so stark oder ist die Liga so schwach? Einiges spricht für Beides, Einiges allerdings auch für das Erste. Rot-Weiß Oberhausen hat sich gefestigt. Und die Mannschaft ist inzwischen so weit, dass sie ehr gute Chancen hat, am Ende der Saison unter den ersten zehn Mannschaft zu landen. Allerdings: Bei aller Freude - bis dahin ist noch ein weiter weg. Nach dem Spiel am nächsten Freitag gegen Dresden ist die Hinrunde beendet, Derzeit liegt RWO auf dem fünften Tabellenplatz. Und mit 28 Punkten steht das Team gut da. Indes: Vier Punkte sind es bis ganz oben, bis zum ersten Tbaellenplatz, und vier Punkte sind es bis nach unten, wenn man Platz elf einmal dazu zählt. Also es ist immer noch recht dünnes Eis, auf das sich RWO bewegt. Allerdings: Heute muss man weniger Angst haben, dass RWO einbricht, als noch vor Monaten. Denn heute weiß man: Die Kleeblätter können mithalten.

Red.

Von Marcel Weimerund Friedel Kaufhold

Hut ab, kann man da nur sagen! Der Aufsteiger und Außenseiter RWO vermasselte am Samstagnachmittag dem farblichen Namensvetter die Tour. Mit 2:1 gewannen die „Kleeblätter” diesmal in Schwarz bei Rot-Weiß Erfurt. Und das auch noch hoch verdient, denn die Mannschaft von Trainer Hans-Günter Bruns präsentierte sich einmal mehr wie aus einem Guss, stand sicher und kompakt und nutzte letztlich konsequent die Chancen. Bruns musste auf Robben und Landers verzichten, brachte dafür Schlieter auf der rechten Außenbahn und Aksoy im Sturm; dafür zog er Terranova ein wenig hinter die Spitzen. Ein Konzept, das letztlich aufging und den Erfurtern den Sprung an die Spitze der Liga verhagelte. Die Gastgeber hatten zwar vorher stets beteuert, dass der Tabellenplatz ihnen letztlich egal ist, aber die drei Punkte wollten sie haben - und hätten damit automatisch Rang eins inne gehabt. Doch da hatten sie die Rechnung ohne die Oberhausener gemacht. Dabei lief in der ersten Viertelstunde eigentlich alles wunschgemäß für die Erfurter. Die Mannschaft drückte auf das Oberhausener Tor und hatte speziell in der Anfangsphase auch ihre Chancen, nur unterbrochen von Terranovas Möglichkeit nach acht Minuten. Dass die Gastgeber für ihre Anfangsmühe belohnt wurden, verdanken sie indes einem Oberhausener: Bei Stenzels Eckball in der 12. Minute griff RWO-Torhüter Christoph Semmler kräftig daneben und Cinaz bedankte sich auf seine Art; mit dem 1:0 per Kopf. Doch es war auch in diesem Spiel nicht anders wie in einigen zuletzt zuvor: RWO steckte den Rückstand quasi kommentarlos weg, spielte weiter diszipliniert den eigenen Part herunter und hatte schnell Erfolg. In der 21. Minute bwar es ausgerechnet Geburtstagskind Mike Terranova vorbehalten, den Ausgleich zu erzielen. Müllers langen Pass, zuvor hatte Kohlmann als Ausgangspunkt sich einen Fehlpass geleitet, schob Terranova, an diesem Tag einer der stärksten Oberhausener, zum verdienten Ausgleich ein. In der Folge blieb Erfurt zwar optisch überlegen, RWO aber stets gefährlich. Die Truppe lieferte eine konzentrierte Leistung ab und die wurde schließlich auch noch richtig belohnt: Als Holst in der 57. Minute Schlieters Pass passieren lässt, obschon er ihn locker hätte wegkicken können, hat Lüttmann keine Mühe, sich für dieses Geschenk mit dem 2:1 zu bedanken. Dabei blieb es dann, denn die Erfurter hatten nicht mehr das Vermögen und keine Ideen, diesmal das Spiel noch zu drehen. RWO gewann verdient, weil die Mannschaft durchweg eine starke und geschlossene Leistung bot. Und dieser Sieg machte fraglos die Rückfahrt leichter und lustiger. Damit machte die Truppe Terranova ebenso das passende Geburtstagsgeschenk, wie nachträglich auch dem Trainer, der am Donnerstag 53 Jahre alt geworden ist und Terranova sich selbst natürlich auch. RWO ist wieder Wer, auch in der neuen Umgebung, in der Regionalliga. Und ohne Frage: Ein bisschen vom Aufstieg und Durchmarsch träumen, ist auch schön oder?


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