Hat der Wettskandal Oberhausen erreicht?
07.12.2009 | 08:58 Uhr 2009-12-07T08:58:00+0100
Oberhausen. Aufregung rund um die Zweitliga-Partie Rot-Weiß Oberhausen gegen 1860 München: Vor dem Spiel wird bekannt, dass international ungewöhnlich hohe Beträge auf genau diese Partie gewettet worden sind. Hat der internationale Wettskandal nun auch Oberhausen erreicht?
Hans-Günter Bruns, sportlicher Leiter von Rot-Weiß Oberhausen, sagte: „Wir wurden kurz vor dem Spiel darüber informiert, aber nicht darüber, auf welchen Ausgang gewettet wurde.” Jedenfalls mahnte DFB-Beobachter Hellmut Krug beide Teams in ihren Kabinen fünf Minuten vor der Partie zu fairem Wettkampf.
RWO verlor die Partie nach einem Eigentor von Marinko Miletic 0:1 (0:0). Einen Freistoß von Alexander Ludwig erwischte Stefan Aigner mit dem Kopf. Miletic, als nächster RWO-Defensivspieler neben Aigner im Luftkampf, wurde von diesem Kopfball aus kurzer Distanz an der Schulter getroffen. Von dort prallte der Ball ins Tor. Selbst 1860 bezeichnete die Szene als unglücklich für RWO, trotzdem dürfte das Eigentor allen Spekulationen zusätzliche Nahrung geben.
Bruns: „Das war eine völlig offene Partie. Ich traue keinem unserer Spieler zu, den Ausgang zu manipulieren. Ein Spiel zu verkaufen, ist für mich das Allerletzte. Zudem haben die schlechten Platzverhältnisse dem Zufall Tür und Tor geöffnet. Eigentlich kein Spiel für Wetter.”
Oberneuland sorgt für Schlagzeilen
Für Schlagzeilen sorgt auch Nord-Regionalligist FC Oberneuland. Angeblich hat die gesamte Mannschaft des Bremer Vereins vor dem Spiel gegen den FC St. Pauli II am 19. September gegen sich gewettet. Oberneuland verlor 0:2, die Staatsanwaltschaft Bochum ermittelt. Geschäftsführerin Karen Micheli zeigte sich wenig überrascht. Sie habe während des Spiels einen anonymen Anruf erhalten, dass die Partie verschoben sei, sagte sie. Zwei Tage später meldete sie den Verdacht dem DFB.
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