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Göcer rettet RWO gegen Preußen Münster einen Punkt

21.01.2012 | 19:46 Uhr
Göcer rettet RWO gegen Preußen Münster einen Punkt
Traf zum 2:2 für RWO: Serkan Göcer.Foto: imago

Oberhausen.  Langweilig war’s nicht. RWO sicherte sich mit einem Tor in letzter Sekunde von Serkan Göcer noch einen Punkt gegen Preußen Münster: Auch wenn das das 2:2 (1:0) im Dauerregen wie ein Sieg bejubelt wurde; für den abstiegsbedrohten Club ist es ein Rückschritt, da die Konkurrenz punktete.

Frank Kontny, der sportliche Leiter von RWO, meinte: „Wenn man seine Chancen nicht nutzt, muss man am Ende eben froh sein, wenn noch ein Punkt herausspringt.“ Wohl wahr. Nach der verdienten Führung von Neuzugang David Jansen versäumte es die Elf von Mario Basler, den Sack zuzumachen. Jansen hatte einen Ecke von Benjamin Weigelt wuchtig mit dem Kopf eingenickt (28.). Danach war RWO die klar bessere Mannschaft in dem kampfbetonten Spiel auf ganz tiefem Geläuf. Doch Mike Terranova mit einem Linksschuss knapp vorbei (40.) oder Christopher Kullmann direkt nach dem Wechsel hätten RWO weit nach vorn bringen können. Kullmann scheiterte freistehend vor Münsters Keeper Daniel Masuch.

Gehört die erste Halbzeit den Gastgebern, so macht Preußen mit neuen Spielern von Beginn des zweiten Durchgangs an mehr Druck. Das zahlte sich schnell aus. Eine Flanke von Dennis Grote ließ die RWO-Innenverteidigung einfach durchrauschen, Melka blieb auf der Linie und Babacar N’Diaye sagte am langen Pfosten danke: 1:1 (55.). Mario Basler: „Das war Abseits und das hat man im Fernsehen klar gesehen. Eine Fehlentscheidung.“

RWO-Abwehr passte nicht auf

Erst jetzt wachten die Oberhausener wieder auf und drückten. Tobias Willers verfehlte mit einem Kopfball nach Ecke von Timo Kunert nur knapp das Ziel. Und dann passte die RWO-Abwehr mal wieder nicht auf. Philip Heise steckte auf Radovan Vujanovic durch und der stürmte auf Melka zu. Der Ball versprang Vujanovic, doch Melka war schon bei ihm und berührte ihn mit der Hand am Fuß – so sah es aus. Melka: „Mehr zurück ziehen konnte ich meine Hand gar nicht.“ Schiedsrichter Peter Sippel pfiff Elfmeter. Stefan Kühne verwandelte sicher unten rechts: 1:2 (81.).

Jetzt schien das Spiel entschieden, doch die Rot-Weißen gaben sich nicht geschlagen und warfen alles nach vorn. Münsters Keeper bekam gegen Felicio Brown Forbes, Junior oder zweimal Serkan Göcer immer noch eine Hand dazwischen. Doch in der 93. Minute war er machtlos. Göcer kämpfte sich am Strafraum durch, der Ball sprang auf und Göcer ballerte ihn volley oben in den Giebel. Die Oberhausener feierten den Last-Minute-Treffer überschwänglich.

Schiller musste ins Krankenhaus

Wermutstropfen: Kurz zuvor musste Felix Schiller nach einem Zweikampf verletzt vom Platz getragen werden, er wurde sofort ins Krankenhaus gefahren. Eine Diagnose steht noch aus.

Basler zum Schluss: „Wir wurden zweimal entscheidend vom Schiedsrichter benachteiligt. Der Münsteraner Ausgleich war abseits und der Elfmeter war keiner.“ Aber: „Der Punkt war einer für die Moral.“

Peter Voss

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