Engelmann beschert RWO einen freien Tag

Simon Engelmann traf gegen Königshardt vier Mal in einer Halbzeit.
Simon Engelmann traf gegen Königshardt vier Mal in einer Halbzeit.
Foto: Funke Foto Services
Der RWO-Neuzugang trifft beim Test in Königshardt nach der Pause vier Mal. Testspieler David Gügör steht kurz vor der Verpflichtung.

Oberhausen.. Ebenso traditionell wie das Testspiel von Rot-Weiß Oberhausen in der Vorbereitung bei den Sportfreunden Königshardt ist das schöne Wetter zu diesem Termin. Auch am Samstag knallte die Sonne auf die Sportanlage am Pfälzer Graben, als sich beide Teams trafen. Rund 300 Zuschauer waren gekommen und sahen einen klaren 10:0 (3:0)-Sieg des Regionalligisten.

Großer Jubel brandete allerdings nur einmal auf. Als Neuzugang Simon Engelmann in der 74. eine Flanke von Christoph Caspari per Kopf zum 0:7 verwandelte, sprangen alle Ersatzspieler von ihren Sitzen auf und bejubelten lautstark das Tor. Der Grund war nachvollziehbar. Trainer Andreas Zimmermann hatte vor der Partie einen Anreiz gesetzt. Bei einem Erfolg von mindestens 8:0 blieb der Sonntag trainingsfrei.

Und da Standard-Tore wie das von Patrick Bauder in der ersten Hälfte in dieser Rechnung doppelt zählen, durfte bereits beim 0:7 der freie Tag gefeiert werden. „Leistung muss belohnt werden“, so Zimmermann, der sich auch unabhängig von den Toren über eine durchaus engagierte und gute Leistung seiner Schützlinge freuen durfte.

Dabei mussten die Oberhausener dem harten Training der letzten Wochen bereits Tribut zollen. Lediglich mit 18 Spielern konnte Zimmermann anreisen, von denen Torwart Robin Udegbe und Kapitän Benjamin Weigelt noch geschont wurden. Unter ihnen auch David Gügör, der auf der linken Angriffsseite getestet wurde. Der gerade 19 Jahre alt gewordene Stürmer wird aller Voraussicht nach in den kommenden Tagen als zunächst einmal letzter Neuzugang zum Team stoßen.

Der aus der U19 von Arminia Bielefeld kommende Gügör hat in den Trainingseinheiten einen guten Eindruck hinterlassen. „Er ist trickreich und schnell und wir legen bekanntlich Wert auf Geschwindigkeit“, so Zimmermann über Gügör, der in Königshardt mit der Nummer 20 auflief.

Offensive Aufstellung

Zimmermann hatte aber auch so schon eine sehr junge Mannschaft auf den Platz geschickt. Gegen die natürlich sehr defensiv eingestellten Königshardter begann er mit einer Dreierkette, in der Felix Haas den zentralen Part zwischen Oliver Steurer und Justin Walker übernahm. Kevin Krystofiak als Abräumer davor war der letzte weitere zur Defensive zählende Spieler. Justin Mingo und Gügör kamen davor über die Außen, Manuel Schiebener und Patrick Bauder versuchten es vornehmlich über die Mitte, David Jansen und Raphael Steinmetz einzusetzen

Das gelang in der fünften Minute bereits sehr gut, als eine Kombination über Schiebener und Bauder von Steinmetz sehenswert zum 0:1 abgeschlossen wurde. Danach allerdings taten sich die Kleeblätter beim Nutzen ihrer Torchancen deutlich schwerer. Möglichkeiten gab es zwar reihenweise, doch Steinmetz, Krystofiak, Haas oder auch Jansen verpassten eine höhere Führung. Gügör trat dabei gleich mehrfach als Vorbereiter auf.

SFK am Ende zu zehnt

Erst in der 41. Minute fiel das 0:2. Einen Freistoß aus knapp 20 Metern verwandelte Bauder aus halbrechter Position direkt. SFK-Keeper Robert Delling war dabei ebenso machtlos wie beim 0:3 drei Minuten später, als Schiebener eine Kopfballstaffette von Jansen und Krystofiak aus kurzer Distanz abschloss.

Mit Christoph Caspari, Felix Herzenbruch, Sinan Özkara, Dominik Reinert und Simon Engelmann brachte Zimmermann seine fünf Bankspieler zur Pause, die den trainingsfreien Tag richten sollten. Dabei konnte sich das Team vor allem auf Engelmann verlassen, der in der 53. Minute nach einer schönen Einzelleistung auf 0:4 erhöhte. Ebenfalls für viel Schwung sorgte Reinert, der sechs Minuten später das 0:5 durch Schiebener vorbereitete.

Kurz darauf die einzig nennenswerte Möglichkeit der Gastgeber, doch der eingewechselte Vitalij Koch fand nicht den richtigen Zeitpunkt zum Abschluss. So ließ Engelmann mit drei Toren zwischen der 70. und 76. Minute die Gesichter seiner Kollegen entspannen.

In den letzten 13 Minuten waren die Gastgeber dann nur noch zu zehnt, da Koch verletzt runter musste und Trainer Lars Mühlbauer seine insgesamt nur vier Ersatzspieler bereits längst eingesetzt hatte. Caspari (85.) und Schiebener (88.) schraubten das Ergebnis dann zum Leidewesen der Sportfreunde noch auf zweistellig. „Das wollten wir natürlich gerne verhindern, aber ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen“, so Mühlbauer. „Wir sind erst seit einer Woche im Training und mir fehlen noch zehn Spieler. Von daher war es eine super Laufeinheit und Lehrstunde.“

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