Der Kampf der kleinen Klubs - Hut ab vor RWO und Co.

Die heutige RWO-Mannschaft - sportlich mit Chancen auf den Drittliga-Aufstieg. Ihre sportliche Heimat allerdings kämpft gegen finanzielle Nöte.
Die heutige RWO-Mannschaft - sportlich mit Chancen auf den Drittliga-Aufstieg. Ihre sportliche Heimat allerdings kämpft gegen finanzielle Nöte.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Fußball-Regionalligist Rot-Weiß Oberhausen hat seine Fußballer wegen finanzieller Sorgen in eine GmbH ausgegliedert. Generell sind die Sorgen in den unteren Ligen groß - genau wie der Kampf ums Weitermachen. Ein Kommentar.

Essen.. Wer den Fußball in Stadien liebt, in denen der Lack abblättert, wer etwas übrig hat für Vereine mit einer gebrochenen Geschichte, wer Traditionsklubs mag, die nach jedem Sturz wieder aufgestanden sind, der ist hier in der Gegend richtig. Zum Beispiel bei Rot-Weiß Oberhausen.

Reich waren sie dort nie, nicht einmal zu Zeiten, als Lothar Kobluhn Torschützenkönig der Bundesliga wurde. Im Jahr 1971 war das, 24 Treffer gelangen Kobluhn damals, zwei mehr als Gerd Müller. Überhaupt, die vier Jahre in der Bundesliga waren typisch für RWO: Existenzkampf von der ersten Saison an, am Ende doch chancenlos abgestiegen und geschmäht, weil Präsident Peter Maaßen in den Bundesliga-Skandal verwickelt war.

Der Verein hat es bis heute nicht leicht, und wenn Fans ein Solidarbündnis gründen und ein Viertligist eine GmbH ins Leben ruft, ist das ein sicheres Zeichen dafür, dass es nicht gut steht. Denn der Hintergedanke ist ja, nicht den ganzen Verein zu gefährden, sollte den Fußballern mal das Geld ausgehen.

Hohe Kosten, niedrige Einnahmen

RWO-Versammlung Dieses Schicksal droht übrigens vielen Dritt- oder Viertligisten. Die Kosten sind hoch, die Einnahmen niedrig, und wer Geld zu geben hat, gibt es häufig nach Gelsenkirchen und Dortmund, wo der Fußball immer strahlt. In Oberhausen glimmt er als kleines Licht. Wer erkennt, wie dort und anderswo gekämpft wird, um es nicht verlöschen zu lassen, kann eigentlich nur den Hut ziehen.