Bitteres Ende für RW Oberhausen in Heidenheim
28.01.2012 | 16:42 Uhr 2012-01-28T16:42:05+0100
Heidenheim. RW Oberhausen hat einen sicher geglaubten Punkt beim 1. FC Heidenheim doch noch aus der Hand gegeben. Der eingewechselte Tobias Rühle markierte in der 86. Minute den Siegtreffer für die Süddeutschen. Für toll kämpfende Oberhausener eine bittere Niederlage.
Bitteres Ende einer langen Dienstfahrt: 86 Minuten hielt RWO in Heidenheim ein torloses Remis, hatte im zweiten Durchgang sogar die bessere Struktur im Spiel und verliert doch: In der Schussphase kostet ein individueller Fehler den sicher geglaubten Punkt, der eingewechselte Tobias Rühle markiert den Siegtreffer für die Süddeutschen: 1:0 (0:0). Das Tabellenbild zementiert sich weiter, Rot-Weiß bleibt sechs Punkte hinter dem ersten Nichtabstiegsplatz.
Trainer Mario Basler musste mal wieder umbauen. Mike Terranova und Christopher Kullmann blieben angeschlagen zu Hause. So wählte der Coach ein 4-3-1-2-System. Timo Kunert und Benjamin Weigelt belegten die Außenverteidigerposten, Dimi Pappas und Felix Schiller die Innenverteidigung. Davor agierten mit Tobias Willers, Alexander Scheelen und Jeff Gyasi drei Sechser, davor wiederum Anel Dzaka als Strippenzieher für die beiden Spitzen Marvin Ellmann und David Jansen.
Dzaka verfehlt Tor nur knapp
Die ungewohnte Formation, der seifige Rasen nach Schneefall in der Nacht, aber vor allem die stürmischen Attacken der Gastgeber bescheren RWO einen schweren Stand. Nach einem Fehler von Dzaka kommt Patrick Mayer zum Schuss, Michael Melka pariert und den Nachschuss kratzt Schiller von der Linie (7.). Das war Glück. Kurz darauf trifft Mayer mit dem Kopf, doch das Tor wird wegen Abseits zurecht nicht gegeben.
Danach kommt RWO etwas besser ins Spiel, muss gegen die schnellen Heidenheimer aber immer auf der Hut sein. So sorgen Standards für Gefahr. Schiller verfehlt mit einem 35-Meter-Freistoß das Tor nur knapp (29.), kurz danach jagt Dzaka bei einem Freistoß aus 22 Metern das Leder durch die Mauer, doch auch hier streicht der Ball knapp am Tor vorbei.
Melka rettet stark gegen Krebs
Glück haben die Rot-Weißen kurz darauf nach einem Eckball, doch Melka pariert den Kopfball von Florian Krebs stark (42.). Dann pfeift Schiedsrichter Manuel Kunzmann zur Halbzeit, die mit viel Glück für RWO torlos blieb.
Doch RWO kommt besser aus der Kabine. Alexander Scheelen schickt Marvin Ellmann mit einem feinen Pass in den Strafraum, doch dessen Querleger auf Jansen kommt nicht an – die erste gelungene Kombination mit Torpotenzial.
Heidenheims Einwechslungen machen den Unterschied
Danach übernehmen die Bayern wieder die Regie, doch zwingende Chancen bleiben zunächst aus. Dafür fehlen Jansen (55.) und Willers (56.) nach guten Zuspielen auf der Gegenseite nur Zentimeter zu Ball und Tor. Heidenheim bleibt in der Folge optisch überlegen, stirbt durch eigensinnige Entscheidungen von Michael Thurk mitunter aber auch in Schönheit. Trainer Schmidt reagiert, bringt Tobias Rühle für den zudem gelbverwarnten Stürmer. Zuvor hatte Basler Junior für Ellmann eingewechselt. Der erspielte sich nach Vorarbeit von Dzaka sowie Jansen auch sogleich erste Gelegenheiten (72./75.), wird aber geblockt und hat dann Pech im Abschluss. Schmidt bringt mit Robert Strauß für den schwachen Mark Schnatterer den dritten neuen Mann.
Und die Neuen sollten letztlich den Unterschied machen. Mayer verlängert eine Flanke mit dem Kopf und Rühle ist freistehend vor Schiller am Ball und drückt aus kurzer Distanz ein. Das ist hart für RWO: 86 Minuten stark gekämpft und dann doch wieder wegen eines individuellen Fehlers am Ende glück- und punktlos.
13:59
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13:59
Da ich gerade in der Gegend von Stuttgart war, habe ich mir das Spiel vor Ort angesehen und muss sagen, dass der Sieg von Heidenheim unverdient war! RWO hat alles andere als wie ein Absteiger gespielt. Hinten gut gestanden und solide und vernünftig nach vorne gespielt! Ein Unterschied zwischen einem Aufstiegs- und Abstiegsaspiranten war nicht erkennbar.
Wenn man dann allerdings 5 Minuten vor dem Ende einen Ball in der Vorwärtsbewegung verliert und sich dann auskontern lässt, zeugt dies nicht von allzu grosser Cleverness...
Erwähnen sollte man allerdings auch das Fehlende Glück... Manch ein Schiedsrichter hätte vielleicht in der letzten Aktion das Foul an Tourinha im Strafraum auch als Elfmeter gepfiffen...
Jetzt MÜSSEN aus den guten Leistungen halt auch Punkte her, ansonsten steigt man in "Schönheit spielend" ab. Denn spielerisch ist der RWO seit dem Rückrundenstart unter Basler gut anzusehen. Man muss immer bedenken, wir reden hier von der 3. Liga und nicht vom BVB oder S04, was manche laut Ihrer Kommentare hier im Forum als Massstab nehmen...
06:23
Es gibt zu RWO im Forum gar keine Meinungen mehr und das ist ja fast noch schlimmer als der Tabellenplatz !! Der Hype mit Herrn Basler ist auch verflogen und der nicht vorhandene Fussball verleitet auch nicht zu Emotionen - Grauer Malocheraltag an der Lndwehr halt .