Bauders Ausfall trübt 3:0-Sieg von RWO gegen Fortunas U23

Patrick Bauder, Mitte, hier in der Vorsaison gegen Fortunas Langeneke, dürfte mit seiner Schulterverletzung länger ausfallen.
Patrick Bauder, Mitte, hier in der Vorsaison gegen Fortunas Langeneke, dürfte mit seiner Schulterverletzung länger ausfallen.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die Schulterverletzung und der wahrscheinliche Ausfall für das Pokalspiel gegen den MSV verhagelt RWO die Stimmung nach dem 3:0 bei Düsseldorfs U 23.

Düsseldorf.. Schöner Fußball, ein glatter 3:0 (2:0)-Sieg bei der U 23 von Fortuna Düsseldorf, der Ostermontag hätte ein schöner, wenn auch nasskalter Fußballnachmittag für die Rot-Weißen sein können. Doch die Schulterverletzung, die sich Regisseur Patrick Bauder nach einem Zweikampf zuzog, trübte den Dreier erheblich. Bauder wurde sofort ins Krankenhaus gebracht. Selbst wenn es sich „nur“ um ein ausgerenktes Gelenk handeln sollte, dürfte die Zeit für einen Einsatz im Pokalspiel gegen den MSV Duisburg am 15. April zu kurz werden.

Davon abgesehen boten beide Mannschaften ein überaus frisches und offensiv geführtes Spiel. Die Gastgeber gingen mit jugendlichem Elan nach vorn, aber auch Leichtsinn hinten drin in die Partie. Fabio la Monica hatte bei einem Zuspiel über rechts von Muhammet Karpuz frei vor dem Tor viel Zeit, scheiterte aber an RWO-Schlussmann Philipp Kühn. Dieses Aha-Erlebnis führte die Rot-Weißen zu etwas mehr Konzentration, Chancen jedoch gab es noch nicht.

Als auch Marvin Ajani mit einem Volleyschuss frei vor Kühn nicht traf, hatte die Elf von Andreas Zimmerman genug vom Zuschauen und schaltete in den Vorwärtsgang. Ersten Versuchen von Patrick Schikowski und Raphael Steinmetz fehlte noch die Durchschlagskraft. Dann kam die Verletzung von Bauder und stoppte für ein paar Minuten den Fluss. Zimmermann musste die ziemlich offensiv ausgerichtete Elf umbauen. Robert Fleßers rückte wieder vor die Viererkette, ihn ersetzte Tobias Hötte in der Innenverteidigung.

Schikowski mit einem Doppelpack

RWO schüttelte sich einmal durch und machte dann weiter. Erste richtige Gefahr ging von einem Kopfball von David Jansen nach Flanke des diesmal sehr starken Dominik Reinert aus, doch er köpfte freistehend in die Arme von Fortuna-Torwart Kevin Birk. Doch dann unterstrich Schikowski seinen anhaltenden Aufwärtstrend, wenn auch mit Glück. Nach einer Ecke von Ralf Schneider erwischt Jansen den Ball im Zentrum, trifft aber kurz vor der Linie Schikowski. Der jedoch dreht sich schnell und drischt den eigenen Abpraller aus zwei Metern ins Netz (35.).

Wesentlich durchdachter sah schon eine Aktion zwei Minuten später aus, Schikowski traf trocken aus zwölf Metern und schloss damit eine Kombination einmal von rechts nach links über Jansen, Reinert und Steinmetz, dann mit Fleßers im Doppelpass, perfekt ab (37.). Das war der feine Unterschied zur Fortuna, die sich bis dahin spielerisch auf Augenhöhe bewegt hatte, die Chancen aber nicht nutzte.

Kühn machte mehrere Hundertprozentige zunichte

Das sollte sich im zweiten Durchgang noch verstärken. Die Elf von Markus Hirte leitete nach zwei Wechseln mit Hurra-Fußball eine starke Viertelstunde an, in der Oberhausen erheblich in Bedrängnis geriet. Doch Kühn zeigte in vier Situationen gegen je zweimal Kemal Rüzgar und Mergim Fejzullahi (60. bis 75. Minute), dass er tatsächlich ernsthaft ambitioniert ist, höher zu spielen. Das waren alles Hundertprozentige und jede machte Kühn zunichte.

Das zog den Düsseldorfern den Zahn. RWO versuchte nun, die Konter besser auszuspielen, nachdem die Zimmermann-Elf bis dahin spielerisch kaum was auf die Beine gestellt bekommen hatte.

Mit Nick Brisevac kam frischer Wind und zudem ein Freistoß von ihm über rechts auf den kurzen Pfosten. Dort stand mal wieder Raphael Steinmetz goldrichtig (86.), Deckel drauf.