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Aufklärung - RWO legt die Finanzsituation schonungslos offen

15.02.2013 | 21:27 Uhr
Aufklärung - RWO legt die Finanzsituation schonungslos offen
Trotz der tristen Lage blicken die RWO-Verantwortlichen zuversichtlich in die Zukunft.Foto: Kerstin Bögeholz

Oberhausen.  Fußball-Regionalligist Rot-Weiß Oberhausen wagt einen neuen Aufbruch durch Aufklärung: Die Vereinsspitze legte am Freitag die Hintergründe der finanziellen Unterdeckung von noch 200.000 Euro schonungslos offen. Die Zukunft: in mancher Hinsicht ungewiss.

200.000 Euro, so groß ist das Finanzloch, das Rot-Weiß Oberhausen bis zum Ende dieser Saison stopfen muss. „Die Unterdeckung des Saisonetats lag bei 650.000 Euro. In den vergangenen zweieinhalb Monaten konnten wir davon 450.000 Euro tilgen“, erklärte Vereinspräsident Hajo Sommers Freitag auf einer eigens einberufenen Pressekonferenz. Mit diesem Vorstoß will die Vereinsführung alle Spekulationen der vergangenen Wochen und Monate beenden und die aktuelle Finanzsituation „schonungslos“ offenlegen. Zudem soll endlich wieder Aufbruchstimmung im rot-weißen Lager Einzug halten.

Mindereinnahmen und Mehrausgaben führten zu RWO-Dilemma

Doch zunächst stand eine Aufarbeitung an, wie es zu diesem „heftigen Finanzloch“ (Sommers) kommen konnte. „Aufgrund unseres schlechten sportlichen Abschneidens in der vergangenen Drittliga-Saison haben wir deutlich weniger Geld eingenommen, als erwartet“, so Sommers. In den Bereichen Ticketing, Gastronomie und Merchandising hätte es deutliche Einbußen gegeben. Zudem wurde durch eine Einmalzahlung in Höhe von 100.000 Euro ein altes Darlehen über 750.000 Euro endgültig bedient. „Hätten wir diese Gelegenheit nicht ergriffen, wäre der Verein weiterhin in Gefahr gewesen, sich bilanziell zu überschulden“, ergänzt Aufsichtsratsvorsitzender Hartmut Gieske.

Diese Gemengelage aus Mindereinnahmen und Mehrausgaben führte dazu, dass der Verein den Vorgriff in Höhe von 650.000 Euro auf die aktuelle Saison 2012/13 machen musste.

450.000 Euro davon konnten durch Darlehen und Spenden aus Reihen des Vorstandes, Aufsichtsrates und Wirtschaftsbeirates bereits wie erwähnt bereinigt werden. Dazu wurde auch innerhalb des Vereins weiter der Rotstift angesetzt. „Kleinbusse für die Jugend sind weggefallen, die Mitarbeiter müssen ihren Kaffee jetzt selbst bezahlen“, schildert Hajo Sommers die Sparbemühungen.

Die für die Zukunft spannende Frage, wie lange die EVO noch im großen Rahmen als Hauptsponsor agieren kann, beantwortete Gieske nur ausweichend. „Mittelfristig muss sich RWO davon lösen, von einem Geldgeber allein abhängig zu sein.“ Einen Zeitrahmen, wann das Energieunternehmen seine Sponsorengelder zurückfahren könnte, nannte er nicht.

RWO verlost erneut Werbeplatz auf dem Vereinstrikot

Einen Beitrag, um die angespannte Finanzlage zu beruhigen, will auch Helmut Staudinger leisten. Der Steuerberater, der bekanntlich vor der Saison die Verlosung um das Trikotsponsoring gewonnen hatte, verzichtet für die Rückrunde auf diesen Werbeplatz. Dadurch wird der Weg für eine neuerliche Verlosung frei, dieses Mal unter dem Motto „Alte Liebe, Neue Heimat“. Ab Montag, 18. Februar, werden die Lose für jeweils 1000 Euro erhältlich sein.

In einer ersten Phase, die bis zum 8. März läuft, können sich Interessierte eine Chance auf die Trikotbrust bis Ende der Saison sichern. Alle Teilnehmer der ersten Phase nehmen zudem automatisch an der Verlosung für das Trikotsponsoring der kommenden Saison teil. Diese zweite Phase startet am 11. März.
Details zum sportlichen Zukunftskozept lesen Sie in der Montag-Ausgabe.

Marcel Sroka



Kommentare
19.02.2013
06:42
Aufklärung - RWO legt die Finanzsituation schonungslos offen
von wolf64 | #4

Vielleicht hätte man in der Vergangenheit mal an altgedienten Kräften festgehalten.
Leute nämlich die mit Herz&Seele bei der Sache waren.Leute die sich unentgeldlich für den Verein eingesetzt haben.Aber nein,man hat sie weggejagt,weil ja nun alles professioneller angegangen werden müsse.Das Familiäre war auf einmal nicht mehr erwünscht,Mütter wie Väter die jahrelang 5 tage in der Woche die Jugendlichen durch die Gegend gekarrt haben wurden durch eine neue Jugendleitung allen voran ,ein selbstherrlicher K.Tim, eiskalt geschasst.Junge gute Trainer die Jahrelang Erfolgreich
ihre Teams trainierten,die ihre eigene Jugend in diesem Verein verbrachten,waren auf einmal nicht mehr gut genug.Nicht Erfolg war gefragt, nein, wichtig war ein Trainerschein, Diplome,Lizenzen etc.
Ich sage, Hochmut kommt vor dem tiefen Fall.Selbst Schuld.Glück auf.

16.02.2013
19:05
Alte Liebe, Neue Heimat
von Frankiboy51 | #3

Klasse, mein Vorschlag zum Erhalt des Namens "Zur Landwehr" wird mit dem neuen Verwaltugsgebäude und der Sponsorenkantine umgesetzt.
Im Forum werden wir auch für die nicht so reichen "€ 1000,-" Spender wie Centro, MAN und BERO einen Aufruf starten: "50 Fans für RWO" und "20 Fans für RWO" wo auch die beiden u.g. Destruktiven ihre 20,-€ oder 50,-€-Spende melden können.
Erstklassiger Sport wird durch Bund und Landesfirmen VW,DB u.ä. ausreichend unterstützt.

16.02.2013
11:35
Aufklärung - RWO legt die Finanzsituation schonungslos offen
von hey52 | #2

Wenn da wenigstens noch Fußball gespielt würde.Aber da brennen einem ja die Augen.Da ist jeder Euro verbranntes Geld.....das Kinderdorf in Oberhausen wäre eine gute Adresse für eine sinnvolle Sponsorengelder Verwendung!

15.02.2013
23:40
Aufklärung - RWO legt die Finanzsituation schonungslos offen
von Schantall | #1

Sponsoren sollte lieber erstklassigen Sport unterstützen.
Diese viertklassigen Dauerverlierer sollen es doch mal Arbeit versuchen!

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