Oberhausen

Andreas Zimmermann sieht RWO auf einem guten Weg

Andreas Zimmermann bei der Ansprache an sein Team. Bislang ist der RWO-Trainer zufrieden mit der Saisonvorbereitung.
Andreas Zimmermann bei der Ansprache an sein Team. Bislang ist der RWO-Trainer zufrieden mit der Saisonvorbereitung.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Der erste Teil der Vorbereitung liegt hinter dem Fußball-Regionalligisten, und Trainer Andreas Zimmermann ist bislang einverstanden mit dem Gezeigten.

Oberhausen. Nach zwölf Trainingstagen mit unterschiedlich hohen Dosierungen stand für die Regionalliga-Kicker des SC Rot-Weiß Oberhausen am Sonntag der erste freie Tag auf dem Vorbereitungsprogramm. „Das haben sich die Jungs verdient“, meint Trainer Andreas Zimmermann mit Blick auf das bisher abgespulte Pensum.

Mindestens eine Einheit stand pro Tag auf dem Programm, manchmal waren es auch drei. Und dabei präsentierten sich die Kleeblätter durch die Bank motiviert. Das Wort ‘zufrieden’ kommt dennoch nicht über die Lippen Zimmermanns. „Dann denkt man, man könnte sich darauf ausruhen und das wäre ein großer Fehler. Ich sage lieber, ich bin einverstanden mit dem, was die Jungs bisher gezeigt haben.“

Zimmermann lobt die Neuzugänge

Das galt auch für das Spiel gegen Fortuna Köln, das durch den späten Treffer von Manuel Schiebener mit 1:0 gewonnen werden konnte. Das Ergebnis ist dabei für den Coach nur zweitrangig. „Es hätte auch Unentschieden ausgehen können, aber das ändert nichts daran, dass die Mannschaft Gas gegeben und schon einiges umgesetzt hat, was wir vorher besprochen hatten“, so Zimmermann.

Udegbe Besonders im Fokus standen bislang natürlich die Neuzugänge. „Die haben sich bislang alle prima eingeführt“, vergibt Zimmermann ein pauschales Lob. Dass sich die Kleeblätter durchaus verstärkt haben, war auch während der Partie gegen Köln zu beobachten. Mit Ausnahme von Kai Nakowitsch, der bereits nach acht Minuten verletzt vom Platz gehen musste, konnten sich alle Neuen gut präsentieren.

Im Tor hatte Robin Udegbe wegen der Verletzung von Thorben Krol sogar 90 Minuten Zeit zu zeigen, dass ihm die Fußstapfen von Philipp Kühn nicht zu groß sind. Lautstark dirigierte er seine Vorderleute, die ihn offenkundig schon schnell als neue Nummer eins akzeptiert haben.

Ebenfalls die gesamte Spielzeit stand Sinan Özkara auf dem Feld. Zunächst als rechter Verteidiger, nach dem Wechsel in der Innenverteidigung. Auf beiden Positionen zeigte der 1,93 m große Türke eine souveräne Leistung, die einiges erhoffen lässt. Die Qualität in der Verteidigung wird auch durch Oliver Steurer fraglos erhöht. Der vom ETB gekommene ebenfalls vielseitig einsetzbare Defensivspieler zeigte sich ballsicher und trotz seiner erst 20 Jahre schon abgeklärt.

Tim Hermes heizt den Konkurrenzkampf an

Eine Bereicherung ist sicher auch Tim Hermes auf der linken Seite. Engagiert und zweikampfstark dürfte er den Konkurrenzkampf mit Felix Herzenbruch, der nach dem Wechsel die Kapitänsbinde trug, mächtig anheizen. Ähnliches gilt für den Sturm, wo Simon Engelmann seine ersten 45 Minuten für RWO spielte. An der Seite von David Jansen wich der aus Verl gekommene Angreifer häufig auf die Flügel aus und bewies dabei durchaus technische Fertigkeiten. In den kommenden Spielen wird Zimmermann die verschiedensten Variationen im Angriff probieren. Diesmal begann er mit den beiden „Langen“, nach der Pause kamen Patrick Bauder und Raphael Steinmetz.

Testspiel Einen vermutlich schwierigeren Stand werden die drei internen ‘Neuzugänge’ Kevin Krystofiak, Justin Mingo und Justin Walker haben. Während letzterer sich im ersten Abschnitt auf der linken Seite im häufigen Wechsel mit Hermes noch gut aus der Affäre zog, erwischten die anderen beiden nicht ihren besten Tag. Mingo bekam auf der rechten Seite vom starken Kölner Kusi Kwame die Grenzen aufgezeigt und dem früh für Nakowitsch gekommenen Krystofiak unterliefen ungewohnt viele Fehler im defensiven Mittelfeld.

Doppel-Sechs bleibt wohl unverändert

Für Zimmermann aber kein Problem. „Gerade diese Jungs müssen sich an die für sie ungewohnt starke Vorbereitung gewöhnen, aber ich weiß ja, was sie können.“ Am Sechser-Duo Fleßers/Scheelen, dem möglicherweise stärksten der gesamten Liga in der Vorsaison, wird aber erneut kein Weg dran vorbei führen. Wie gut die Alternativen sind, wenn einer von ihnen mal ausfällt, muss sich noch zeigen.

Bis zum nächsten Test am Samstag bei den Sportfreunden Königshardt wird weiter in Ruhe gearbeitet. „Wir haben noch ausreichend Zeit an der Abstimmung zu feilen“, bleibt Zimmermann gelassen und genießt wie seine Mannschaft den freien Sonntag.