2:2 gegen Chemnitz hilft RWO nicht weiter
19.02.2012 | 13:41 Uhr 2012-02-19T13:41:00+0100
Chemnitz. Rot-Weiß Oberhausen versäumte es im sechstletzten Heimspiel der Saison wieder einmal, einen Dreier einzufahren. Im Spiel gegen den FC Chemnitz kam RWO nicht über ein 2:2 hinaus. In Unterzahl einen Punkt zu holen, gibt womöglich Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben.
Nicht verloren, aber wenig gewonnen: Das 2:2 (1:1) von Rot-Weiß Oberhausen gegen den FC Chemnitz hilft dem arg abstiegsbedrohten Club keinen Schritt weiter. Im sechstletzten Heimspiel der Saison versäumte es die Elf von Trainer Mario Basler wieder einmal, einen Dreier einzufahren.
Dabei war allen Akteuren das Bemühen anzumerken. Basler musste seine Mannschaft wieder einmal erheblich umbauen, da Dimi Pappas mit Oberschenkelverhärtung ausfiel und Jeff Gyasi kurzfristig wegen Knieproblemen passen musste. Also wurde gewürfelt. Florian Abel rückte auf die rechte Verteidigerposition, Danijel Gataric auf die linke und Benjamin Weigelt auf die Sechs neben Anel Dzaka. Mike Terranova fehlte zudem erkrankt im Angriff, so dass mit Junior und Felicio Brown Forbes eine Doppelspitze antrat, die es so auch noch nicht gab.
Das alles aber spielte zunächst keine Rolle, denn RWO legte stark los und hatte Glück. Einen Freistoß von Weigelt verlängerte Brown Forbes zum Torschuss und trifft dabei Tobias Willers – der stoppt den Ball am Fünfer, dreht sich und drischt ein (2.).
Danach kam Chemnitz besser ins Spiel, RWO zeigte in vielen Situationen wegen der ungewohnten Formation Nerven, hatte aber bis kurz vor der Halbzeit Glück und einen guten Michael Melka im Tor. Brown Forbes gelang nach Zuspiel von Serkan Göcer dann ein Treffer (31.), doch der diesmal engagiert spielende Nürnberger stand im Abseits.
Falsch stand hingegen kurz darauf die RWO-Innenverteidigung, denn Simon Tüting drückte eine Flanke völlig unbedrängt mit dem Kopf zum Ausgleich (41.) ein. Das hatte sich angekündigt, denn Chemnitz gewann bis zur Pause zunehmend mehr Spielanteile.
Moral gezeigt
Die Mannschaft von Gerd Schädlich hätte die Parte kurz nach dem Wechsel sogar drehen können, doch Anton Fink und Ronny Garbuschewski vergaben kurz hintereinander aus bester Position. Das war Glück für die Rot-Weißen und weckte sie aus der Schlummerphase. Florian Abel hatte Pech bei einem 25-Meter-Knaller, FCC-Keeper Philipp Pentke, drehte ihn so gerade um den Pfosten (61.).
Dann leistete sich die ansonsten recht zuverlässige RWO-Innenverteidigung den zweiten groben Schnitzer. Einen Eckball von Garbuschewski ließ sie einfach durchtrudeln, Anton Fink drückte per Flugkopfball ein. Doch die Oberhausener bewiesen Moral und steckten den Rückstand schnell weg. Bei seinem zweiten Distanzversuch zielte Abel noch besser, Pentke konnte den Ball nur abklatschen lassen und Dzaka war blitzschnell zur Stelle. Überlegt tunnelte der Winter-Neuzugang den Chemnitzer Schnapper – 2:2, RWO war wieder im Rennen.
Doch dann erwies Timo Kunert seinem Team einen Bärendienst und senste Pavel Dobry übermotiviert am Rande des Mittelkreises um – der Referee hatte gar keine andere Wahl, als rot zu ziehen.
Nun standen RWO 20 Minuten in Unterzahl bevor. Die bewältigte das Team gut und hatte sogar Möglichkeiten zum Siegtreffer. Ein Schlenzer von Brown Forbes wurde von Silvio Bankert von der Linie gekratzt (74.) Der gerade eingewechselte Jannis Schliesing machte bei seinem Sololauf durch den Strafraum alles richtig, spielte Torwart Pentke aus und wollte den Ball mit links in den Winkel drehen. Mit dem Kopf klärte Toni Wachsmuth in höchster Not (80.). Kurz drauf hatte Fink freistehend eine Chance, trat aber über den Ball.
Das war’s: In Unterzahl einen Punkt zu holen, gibt womöglich Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben. Aber dass er zu wenig ist, ist auch unbestritten.
0mitdiskutieren