0:0 - Kühn hält RWO in Aachen einen Punkt fest

Alexander Scheelen konnte sich bei Philipp Kühn dafür bedanken, dass es in Aachen beim 0:0 blieb.
Alexander Scheelen konnte sich bei Philipp Kühn dafür bedanken, dass es in Aachen beim 0:0 blieb.
Foto: Funke Mediengruppe
Was wir bereits wissen
Zum siebten Mal in Serie ist Rot-Weiß Oberhausen in der Regionalliga West unbesiegt geblieben. Die Elf von Andreas Zimmermann spielte in Aachen 0:0.

Aachen.. Das hat geklappt mit dem Ärgern: RWO trotzte der Alemannia aus Aachen beim 0:0 einen hoch verdienten Punkt ab. Aachen verpasste damit den Sprung an die Tabellenspitze, bleibt punktgleich bei einem Spiel mehr hinter Mönchenglabdach. Beide Clubs verlängern ihre Serien, Alemannia bleibt im 20. Spiel hintereinander unge schlagen, Oberhausen im siebten. Garant für den Erfolg war Torhüter Philipp Kühn, der einige Hochkaräter der Gastgeber entschärfte.

RWO begann halbwegs überraschend mit Raphael Steinmetz als Spitze. David Jansen, der nach überstandenen Rückenschmerzen die ganze Woche mittrainiert hatte, nahm zunächst auf der Bank Platz. Somit vertraute Trainer Andreas Zimmermann ohne Experimente der Aufstellung aus dem Wiedenbrück-Spiel, da Dominik Reinert und Patrick Schikowski wie gehabt die Außen besetzten.

Respektvolles Abtasten zu Beginn

Die ersten 20 Minuten bestanden aus respektvollem Abtasten, wobei Aachen im Vorwärtsgang die langen Bälle bevorzugte und RWO über Patrick Bauder versuchte, spielerische Elemente einzubringen. Eine erste Kostprobe gab Alex Scheelen, der eine Rückgabe von Steinmetz vom Strafraumeck in die kurze Ecke schieben wollte (21.). Zwei Minuten später zwang Steinmetz Alemannias Keeper Frederic Löhe nach einem Pike-Schuss aus 14 Metern zu einer Parade mit dem Kinn.

Nächtlicher Besuch Kurz darauf durften sich die Rot-Weißen bei ihrem Torwart Philipp Kühn bedanken, der einen strammen Schuss von Kevin Behrens aus kurzer Distanz mit der Faust noch über die Latte lenkte (31.). Rechtsverteidiger Christoph Caspari, der über den Ball trat, war dabei nur letzter Teil einer Fehlerkette in der RWO-Verteidigung.

Danach witterte die Elf von Trainer Peter Schubert Morgenluft und hatte durch Viktor Maier per Direktabnahme die nächste Gelegenheit. Doch der Schuss zog am Tor vorbei. (33.). Knapper wurde es als, Taku Itu sich durch den Strafraum tankte, auf die Lücke wartete und dann aus elf Metern abzog – wieder war Kühn auf dem Posten (38.). RWO, das die Partie bis dahin gut im Griff hatte, ließ sich zunehmend zurückdrängen und war hauptsächlich mit Verteidigung beschäftigt.

Aachen dominant

Aachen bekam Übergewicht und somit Chancen, wie meist durch Standards (7:2 Eckbälle erste Halbzeit). Die gefährlichste davon vergab Maier per Kopf nach einem Eckball von Michael Lejan (44.). Nach dem Wechsel verstärkte Aachen den Druck, RWO war durch Konter auf Entlastung bedacht. Gefahr etwa brachte ein Steinmetz-Distanzschuss auf Bauder-Zuspiel, doch Löhe war unten (55.).

Groß war die Aufregung dann nach einem Freistoß, den Maier nach Getümmel im Strafraum per Fallrückzieher aus fünf Metern im Tor unterbrachte. Doch da er damit Felix Haas` Kopf gefährlich nahekam, versagte Schiedsrichter Cetin Sevinc dem Tor die Anerkennung (67.).

Caspari sieht zu Unrecht Gelb-Rot

Zimmermann hatte zuvor Jansen für Steinmetz gebracht, der führte sich gleich mit einem Kopfball ein, wurde dabei aber bedrängt. Mit Beginn der Schlussviertelstunde verstärkten die Hausherren noch einmal ihre Bemühungen, doch Kühn war gegen einen Meier-Schuss (77.) erneut im Bilde.

Hektisch wurde es nochmal, als Caspari nach einem angeblichen Foul gegen Lejan Gelb-Rot sah. Er reklamierte heftig und zurecht die Schwalbe Lejans, doch der leugnete und Schiri Sevinc ließ sich nicht erweichen. Damit begann ein leicht ruppiges, torloses Finale.