RWO setzt auf Bauder - RWE hat Respekt vor dem Regisseur

Schlüsselszene in der Hinrunde in Essen: Der überragende Patrick Bauder liegt verletzt am Boden, hat sich zuvor ab für das Foul von Benjamin Beier (r.) revanchiert und fliegt vom Platz.
Schlüsselszene in der Hinrunde in Essen: Der überragende Patrick Bauder liegt verletzt am Boden, hat sich zuvor ab für das Foul von Benjamin Beier (r.) revanchiert und fliegt vom Platz.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Oberhausens Regisseur Patrick Bauder ist am Donnerstag nach seiner überstandenen Schulterverletzung im Finale bei Rot-Weiss Essen für RWO dabei.

Oberhausen.. David Jansen meinte mit Blick auf die letzte Partie bei Rot-Weiss Essen: „Ich glaube nicht, dass wir noch einmal vier Gegentor bekommen.“ Dass RWO hingegen vier schießen könnte, lässt er ungesagt. Den RWO-Fans wäre es recht, viele denken an das legendäre 4:1 zu Beginn der Saison 2007/8 zurück. Am Donnerstag also gilt’s, um 14 Uhr (LIVE BEI UNS IM TICKER) stehen sich die beiden Rivalen wieder einmal gegenüber. Diesmal im ebenso prestigeträchtigen wie finanziell wichtigen Finale des Niederrhein-Pokals. Der Sieger darf sich auf die erste DFB-Pokalrunde freuen.

Trainer Andreas Zimmermann hat vor der Saison angekündigt, den Pott holen zu wollen, und daran hat sich nichts geändert. Auch wenn der Austragungsort Essen heißt. „Wer ein Finale gewinnen will, muss jeden schlagen, auch auswärts.“ Dass sein Team dazu in der Lage ist, hat es bei seinen besten Austritten in Viktoria Köln und bei Borussia Mönchengladbach II gezeigt. „Wir sind auswärts stark, die Kulisse wird uns eher noch beflügeln“, hat er bei den großen Spielen erkannt. Fußball

Somit verschiebt er den Druck nach Essen, die eine ziemlich verdaddelte Saison allein durch den Pokalsieg retten können.

In beiden bisherigen Vergleichen der Saison war RWO das spielerisch bessere Team. An der Hafenstraße gab es ein 4:4, nach 4:2-Führung in Unterzahl wurde noch der bittere Ausgleich hingenommen. Im Februar in Oberhausen jedoch dominierte Rot-Weiß die Partie eindeutig und gewann sie durch ein Kopfballtor des eingewechselten Raphael Steinmetz. Der hat sich mittlerweile in die Stammelf gespielt, doch das ist gerade für die Partie in Essen fraglich.

Denn Patrick Bauder dürfte in die Startelf zurückkehren. Nach seiner überstandenen Schulterverletzung gerade zum rechten Zeitpunkt, denn vor dem Regisseur haben die Rot-Weissen Respekt. Zurecht, denn in der Hinrunde waren es seine Ideen, die zu den Toren führten. Daran änderte auch seine damalige Knieverletzung und der anschließende Platzverweis wegen Nachtretens nichts. Er dürfte hinter der Spitze David Jansen gesetzt sein. Rechts ist Dominik Reinert zu erwarten, links hat Zimmermann dann die Wahl zwischen Nick Brisevac und Steinmetz. Denn Patrick Schikowski ist mit muskulären Problemen weiterhin nicht einsatzfähig. Derzeit spricht vieles für den Einsatz des routinierteren Brisevac und eine Jokerrolle für Steinmetz. Was den Essenern übrigens auch in schlechter Erinnerung sein dürfte.

Im Mittelfeld kommt Robert Fleßers und Alex Scheelen die entscheidende Rolle zu, das gerade zu Beginn erwartet wuchtige Angriffsspiel der Heimmannschaft zu unterbinden und die Gegenbewegung einzuleiten – was Fleßers zuletzt herausragend gelang. Er hat seine Knöchelverletzung überwunden und ist topfit.Kommentar

Die Viererkette ist gesetzt. Mit Christoph Caspari, Felix Haas, Kapitän Benjamin Weigelt und Felix Herzenbruch kann der Trainer auf eine eingespielte Formation vertrauen. Im Tor wird Philipp Kühn eines seiner letzten Spiele für RWO machen, er hat bei Zweitligist Sandhausen seinen Vertrag verlängert und kehrt dorthin zurück. Am liebsten, da geht es ihm wie alle Oberhausener Spieler, mit dem Pokal.