Studtrucker mit Doppelpack beim 5:0 von RWE über Uerdingen

Vorbereiter und Vollstrecker: Marwin Studtrucker erzielt zwei Tore.
Vorbereiter und Vollstrecker: Marwin Studtrucker erzielt zwei Tore.
Foto: Michael Gohl

Essen.. Die Laune steigt, Rot-Weiss Essen ist bereit. Mit einem souveränen 5:0-Heimsieg stimmten sich die Rot-Weissen auf das Verbandspokalfinale am nächsten Donnerstag gegen RW Oberhausen ein und schickten vorab schon mal einen netten Gruß an den Nachbarn mit der Botschaft: „Zieht euch schon mal warm an.“

RWE spielte gut und mit Lust, allerdings auch gegen einen Gegner, der vor allem in Hälfte zwei restlos überfordert war. Die Essener sind nach der Winterpause abgedriftet von der Tabellenspitze, die Uerdinger aber, die sind richtig abgeschmiert. Im Hinspiel im November hatten sie den Essenern noch die Stirn geboten und sich ein 0:0 redlich verdient. Doch der Status quo ist armselig. Von nunmehr 18 Spielen hat der KFC nur eines gewonnen und sich damit zum Abstiegskandidaten degradiert. Und dass ausgerechnet am Spieltag veröffentlicht wurde, dass den Krefeldern die Viertliga-Lizenz verweigert worden ist, dürfte auch nicht gerade für Aufbruchstimmung gesorgt haben.

Ausschreitungen Man durfte gespannt sein, wie sich der Patient Rot-Weiss Essen, der die Lizenz ohne Auflagen erhalten hat, von dem Knockout gegen Schlusslicht Hennef erholt hatte. Harte Trainingsarbeit hatte der Cheftrainer Markus Reiter angekündigt, intensive Einheiten, um sich zu finden und weiter bei der neuen Linie abzustimmen. Und schon die Anfangsphase konnte sich sehen lassen. Der Ball rollte gut in den Reihen der Essener, RWE dominierte und drängte nach vorn. Der Gegner hechelte hinterher und konnte nur reagieren.

Rot-Weiss nutzte die Chancen konsequent

Reiter hatte in der Kreativabteilung ein wenig umgestellt. Auf der Sechs tauchte Leon Binder auf, der gemeinsam Baier und Grebe das Mittelfeld abriegelte. Auf Außen wiederum tauschten Studtrucker und Grund eifrig die Seiten. Doch so richtig ließ sich der Gast anfangs noch nicht verwirren, brachte aber nach vorn selbst nichts zustande.

Die Roten holten Freistöße heraus und Eckbälle, ein Indiz für den Offensivdrang. Und ihre Chancen nutzten sie diesmal konsequent. Baier hatte schon früh einen guten Versuch (6.). Nach einem Eckball scheiterte Philipp Zeiger dann per Kopf an KFC-Keeper Robin Udegbe. Als der Ball gleich wieder in den Strafraum flog, zog Platzek ab, wieder war der Gästetorwart am Ball, konnte die Kugel aber nur noch ins Netz lenken. Die dritte Chance brachte auch gleich das 2:0. Es lief nach Plan. Wieder Ecke, diesmal köpfte Platzek. Der Ball wäre am Tor vorbei geflogen. Aber Marwin Studtrucker stand mutterseelenallein am Pfosten und vollendete.

Uerdingen blieb schwach, RWE offensivlustig

Konnte der Abstiegskandidat noch einmal antworten? Uerdingen blieb schwach und schonte die Nerven von Trainer Murat Salar nicht, der vehement und voller Elan versuchte, seine Spieler auf Kurs zu bringen. Vergeblich.

Die Gastgeber suchten ließen nicht locker, suchten weiterhin ihr Heil in der Offensive und versuchten, die Fans zu unterhalten. Es lief einiges über die rechte Seite, über Max Dombrowka. Doch die nächste Großchance leitete Studtrucker von links mit einem energischen Solo ein. Er kam im Strafraum zu Fall, den Elfmeter verwandelte Baier zum 3:0. Das reichte. Uerdingen fiel auseinander, wurde von Minute zu Minute hilfloser und kassiert eine ordentliche Packung. Auch in dieser Höhe verdient.

Rot-Weiss Essen - KFC Uerdingen 5:0 (2:0)

RWE: Heimann - Dombrowka, Zeiger, Weber, Huckle - Binder - Studtrucker, Grebe (79.Steffen), Baier, Grund (66.Freiberger) - Platzek (69. Kreyer).
Schiedsrichter: Heinrichs (M’gladbach).
Zuschauer: 6540.
Tore: 1:0 Platzek (20.), 2:0 Studtrucker (25.), 3:0 Baier (64., FE) , 4:0 Studtrucker (67.), 5:0 Freiberger (77.).