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Sieg der Arbeit für die Rot-Weißen gegen Velbert

28.08.2012 | 22:53 Uhr
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Sieg der Arbeit für die Rot-Weißen gegen Velbert
Erhan Zent (Velbert) im Zweikampf mit Kevin Grund (RWE).Foto: Michael Gohl / WAZ FotoPool

Essen.  Fußball-Regionalligist Rot-Weiss Essen hat das erste Ligaspiel im neuen Stadion gewonnen. Die Wrobel-Elf bezwang die SSVg Velbert mit 1:0 (1:0) und feierte damit den dritten Sieg im vierten Spiel. Das goldene Tor für RWE erzielte Markus Heppke nach zehn Minuten.

Als der Schlusspfiff ertönte, schnauften die Rot-Weißen erst einmal durch. Erleichtert waren sie, dann wurde ganz befreit gejubelt, denn mit dem 1:0-Sieg über die SSVg. Velbert hat der Gastgeber bei seiner Regionalliga-Premiere im neuen Stadion an der Hafenstraße gleichzeitig den ersten Dreier eingefahren. Aber es war harte Arbeit, weitaus schwerer als so mancher es gegen den Aufsteiger erwartet hatte. Und nicht unbedingt schön. Aber RWE-Trainer Waldemar Wrobel hatte ja vor dem Anpfiff gewarnt , dass es kein spätsommerlicher Spaziergang werden würde. Obwohl es nach dem frühen Führungstor durch Markus Heppke ganz danach ausschaute.

Vor allem vor der großen Erfahrung des Gegners hatte Wrobel gewarnt. Mittelfeldstratege Markus Kaya (32) bringt es auf immerhin fast 100 Einsätze in der 2. Bundesliga. Und dieser Kaya, der ganz früher vor mehr als zehn Jahren auch mal das RWE-Trikot getragen hatte, war an diesem Abend die überragende Persönlichkeit auf dem Rasen. Abgezockt im Zweikampf, immer anspielbar und ein gutes Auge für den Mitspieler, die nicht immer so wollten, wie Kaya, was diesen einige Male auf die Palme brachte. Einen solchen Regisseur hätte möglicherweise auch dem Essener Spiel gut getan.

RWE-Defensive wirkte nach erneutem Zwangsumbau nicht sicher

Die Gastgeber hatten mehr Spielanteile, versuchten auch, Druck zu machen. Und sie erspielten sich auch mehr gefährlichere Szenen im gegnerischen Strafraum. Die Velberter indes, die zuvor in vier Spielen erst zweimal getroffen hatten, demonstrierten einige Male, warum das so ist. Zu harmlos im Abschluss, zu wenig Präzision und Durchschlagskraft. Zum Glück für RWE, denn die Defensive der „Roten“ wirkte alles andere als stabil.

Erklärbar ist das, denn wieder einmal musste Wrobel die Innenverteidigung komplett umbauen. Maik Rodenberg (Sprunggelenk) und Vincent Wagner (muskuläre Probleme) fehlten, dafür spielten Michael Laletin und Christian Telch. Holger Lemke war ebenfalls in die Startelf gerückt für Soukou.

RWE drängte vom Anpfiff weg und wurde schnell belohnt. Markus Heppke spielte außen Roberto Guirino frei, dessen Flanke wurde zu kurz abgewehrt, Heppke in der Mitte fackelte nicht lange und vollendete aus 20 Metern zur Führung. Doch der Gast antwortete prompt. Die Velberter kombinierten sich locker durch die gegnerische Abwehrkette, Marko Onucka zog den Ball jedoch vorbei am langen Pfosten (15.). Ein Warnschuss. „Nach 20 Minuten haben wir aufgehört, Fußball zu spielen“, kritisierte Wrobel. Benedikt Koep hatte noch eine gute Chance, nachdem Seidel den Ball im eigenen Strafraum verstolpert hatte, doch der Torjäger kam diesmal nicht wie gewohnt zum Zug.

RWE hätte das Spiel gegen Velbert auch deutlicher gewinnen können

Direkt nach der Pause hatte Kaya Onucka den Ball serviert, doch der traf nur den Außenpfosten. Ein Querpass auf den völlig freien Kaya wäre auch eine Lösung gewesen.

RWE hatte weiterhin mehr Chancen. Einen Kopfball von Koep (61.) fischte Torwart Lenz akrobatisch von der Linie. In den letzten drei Minuten stand der Keeper noch zweimal im Blickpunkt, als er gegen Soukou bzw. Ellmann klärte. Da hatte Velbert allerdings schon alles nach vorn geworfen.

Lars Leese (Velbert): „Es war ein Spiel, bei dem sich die Trainer die Haare raufen konnten. Wir hatten hier die Chance, einen Punkt mitzunehmen.

Waldemar Wrobel (RWE): Wir haben gut begonnen und eine Vielzahl an Chancen herausgespielt. Nach 20 Minuten haben wir nicht mehr Fußball gespielt, hatten keinen Zug zum Tor, keine Kontrolle. In der zweiten Hälfte war es ein offenes Spiel, da hätte es auch 3:3 ausgehen können. Ein glücklicher Sieg für uns, mit der Leistung meiner Mannschaft kann ich aber nicht zufrieden sein.

Die RWE-Spielinfos im Überblick:

Rot-Weiss - SSVg Velbert 1:0 (1:0)

Rot-Weiss: Lamczyk – Dombrowka, Laletin, Telch, Guirino (57.Pires-Rodrigues) - Grummel (69. Soukou), Heppke - Lemke (74. Ellmann), Avci, Grund - Koep.
Tore: 1:0 Heppke (10.),
Schiedsrichter: Thorsten Kinhöfer (Herne); Zuschauer: 8112.

Rolf Hantel

Kommentare
29.08.2012
09:35
Sieg der Arbeit für die Rot-Weißen gegen Velbert
von dance87 | #5

@rwefortune die Blöcke R3 - R5 sind die egtl Stehplätze in diesen Blöcken sind die Dauerkarteninhaber der Stehtribünen untergebracht.

29.08.2012
09:02
Sieg der Arbeit für die Rot-Weißen gegen Velbert
von rwefortune | #4

Auch solche Spiele gibt es immer wieder, 3 Punkte und abhaken. Nur bei einigen Essener Fans ist das neue Stadion anscheinend noch nicht angekommen, wie die 2 im schwarzen Sparkassen T-Shirt in Block R 5 unterste Reihe. Die Pannemänner gehen in Reihe 1 und bleiben fast das ganze Spiel stehen, sitzen ja nur ein par Leute mit Kindern dahinter AUA AUA und hinterlassen einen Müllberg, da war die Love Parade gar nix gegen.In Zukunft bitte Pfandbecher in Essen, dann hört sowas auf, manche sind einfach zu blöd ihren leeren Becher in den Müll zu werfen.

29.08.2012
08:55
Sieg der Arbeit für die Rot-Weißen gegen Velbert
von nettcologner | #3

4 Spiele, davon 3 Siege, und gestern Abend gegen Velbert waren mehr als 8000 Zuschauer im Stadion.
Welcher Verein in der Regionalliga-West bzw. in der 3. Liga hat diese Zuschauerzahlen?
Vielleicht wird RWE diese Saison nicht aufsteigen, aber eine Rumpelsaison wird dies allemal nicht werden!!!

NUR DER RWE!!!

29.08.2012
07:50
Sieg der Arbeit für die Rot-Weißen gegen Velbert
von DaDU | #2

Es scheint wieder eine Rumpelsaison zu werden, Schade.

29.08.2012
07:32
Sieg der Arbeit für die Rot-Weißen gegen Velbert
von Schustersrappen | #1

Haben hier nicht immer irgendwelche "Fans" behauptet, ihr neues Stadion würde fast immer aus allen Nähten platzen? 8.000 Zuschauer.....Ich wusste gar nicht, dass das Stadion mit dem tollen Namen so klein ist.

4 Antworten
Sieg der Arbeit für die Rot-Weißen gegen Velbert
von olix | #1-1

8.000 Zuschauer, Dienstag Abend in Liga vier!
Was will man mehr, was gibt es da zu kritisieren?

Über das Spiel braucht nicht gesprochen werden.

Sieg der Arbeit für die Rot-Weißen gegen Velbert
von Schustersrappen | #1-2

Wenn man nicht mehr will....warum dann ein neues Sadion? Wenn das denn wenigstens noch schön wäre....

Sieg der Arbeit für die Rot-Weißen gegen Velbert
von MaSh | #1-3

Die Frage ist doch, ob Dienstags Abends überhaupt mehr geht in dieser Liga? Ich finde die Zahl an sich schon sehr gut. Selbst an Wochenenden hätte man mit 8000 Zuschauern um ein vielfaches mehr als alle 4. und 3. Ligisten.

Und ob ein Stadion schön ist oder nicht liegt im Auge des Betrachters. Ich für meinen Teil finde es durchaus schön.

Und wieso ein neues Stadion? Wurde nun schon viel zu lang diskutiert, eine gemeinsame abschließende Meinung wird man eh nicht erreichen. Von daher lohnt es sich nicht, auf die Frage genauer einzugehen.

Eine andere Frage ist, wieso immer wieder das Thema Stadion aufgegriffen wird?! In diesem Artikel geht es doch um das gestrige Spiel.
Bei jedem RWE Artikel muss man die immer wiederkehrenden und inhaltlich gleichen Kommentare bzgl. des Stadions lesen. Langweilig.

Sieg der Arbeit für die Rot-Weißen gegen Velbert
von Schustersrappen | #1-4

So langweilig kann es doch gar nicht sein, wenn Sie hier auch ausgiebig darüber auslassen.
Man stellt einfach mal die früheren Behauptungen einiger "Fans" in Frage, die immer alles super finden. Auch wenn es nicht so ist. Ich habe nicht behauptet, dass 8.000 Zuscheuer wenig sind. Ich wollte nur aufzeigen, dass manche Größenwahnsinnigen wieder runterkommen sollten. Ein Aufstieg ist genauso Träumerei.

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