RWE zeigt Konkurrenzfähigkeit mit höherklassigen Vereinen

Die Rot-Weißen Leon Binder und Max Dombrowka (r.) im Spiel gegen Borussia Mönchengladbach.
Die Rot-Weißen Leon Binder und Max Dombrowka (r.) im Spiel gegen Borussia Mönchengladbach.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Rot-Weiss-Trainer Marc Fascher war nach dem 2:2 gegen den Drittligisten Fortuna Köln zufrieden. Trotzdem lautet das Mantra: "So weit die Füße tragen."

Essen.. Ein bisschen trostlos war das ganze Drumherum ja schon. Die Rot-Weißen absolvierten Testspiel Nummer vier im Rahmen der Wintervorbereitung auf einem Nebenplatz der Sportschule Duisburg-Wedau, auf Kunstrasen und unter ziemlich funzligem Flutlicht, und auf die Unterstützung von den Fans hatte man bekanntlich diesmal bewusst verzichtet. Eine kühle Atmosphäre. Doch für die Leistung seiner Mannschaft beim 2:2 (1:0) gegen den Drittligisten Fortuna Köln konnte sich RWE-Trainer Marc Fascher durchaus erwärmen. Sie hatte erneut einem höherklassigen Konkurrenten die Stirn geboten und einen Achtungserfolg gelandet.

Nach Bor.Dortmund II (1:1), dem Erstligisten Mönchengladbach (0:1) und Fortuna Köln fällt der Gegner am kommenden Samstag nun eine Nummer kleiner aus: Gastgeber TV Jahn Hiesfeld kickt in der Oberliga um Punkte (14 Uhr, am Freibad).

So weit die Füße tragen

Die Ansage bei Rot-Weiss bleibt allerdings die gleiche. „Wir sind jetzt in einer Phase, in der Jungs 90 Minuten durchziehen müssen. Sagen wir’s mal so: So weit die Füße tragen“, sagt Fascher. Die Spieler sollen Wettkampfhärte bekommen. Auch das ein Grund, warum er gegen Köln nur zweimal wechselte. Zur Pause kam Marwin Studtrucker für Tobias Steffen, und später ersetzte Mario Neunaber seinen Kollegen Max Dombrowka, der leichte muskuläre Probleme hatte. Steffen fehlt offenbar nach seiner Pause (grippaler Infekt) noch etwas die Steherqualität. Seine Leistung war in der ersten Hälfte auch nicht berauschend auf der ungewohnten rechten Außenbahn, „aber solide“, fand der Trainer.

Ein Hinweis, dass die Erprobungsstufe allmählich abgeschlossen wird, ist es aber nicht. Und Fascher steht auch noch nicht der Sinn nach Feinschliff. „Der wird erst in der Woche vor dem Aachen-Spiel kommen. Wir werden dann sehen, wer am besten drauf ist.“ Der gesunde Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft soll jedenfalls mithelfen, das individuelle Potenzial herauszukitzeln. Und großartig einzuspielen bräuchte sich die Mannschaft ohnehin nicht. „Wir arbeiten jetzt ein halbes Jahr miteinander, da sollte jeder wissen, wo es lang geht.“

Neuzugang soll Debüt geben

Gleichwohl ähnelte die Aufstellung gegen Fortuna Köln schon der Formation, die sich in der Hinrunde bewährt hatte. Das mag am Samstag in Hiesfeld aber möglicherweise schon wieder anders sein. Dann rechnet Marc Fascher auch wieder mit Philipp Zeiger, der gegen Köln wegen einer Reizung im Knie geschont wurde. Auch soll Neuzugang Björn Kluft nach überstandener Bänderdehnung sein Debüt geben. Mit Neuling Leon Binder, der bereits ordentlich Spielpraxis sammeln durfte, ist der Trainer zufrieden: „Er hat sich gut eingefügt.“