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RWE zeigt indiskutable Leistung beim 1:1 gegen MSV II

04.11.2012 | 21:28 Uhr
RWE zeigt indiskutable Leistung beim 1:1 gegen MSV II
RWE Verteidiger Vincent Wagner.Foto: Michael Gohl

Essen.  Eine Woche nach dem Höhenflug in Köln spielt Rot-Weiss Essen beim 1:1 gegen MSV Duisburg II unerklärlich desolat. „Wir haben acht Minuten lang ganz gut gespielt, dann aber auf vielen Positionen das Fußball spielen eingestellt", sagte RWE-Trainer Waldemar Wrobel.

Zielstrebig, zumeist mit finsterer Miene strebten viele RWE-Fans an diesem tristen Novembertag in Richtung Ausgang, ja beinahe fluchtartig verließen sie das Stadion an der Hafenstraße, wo sie gerade die wohl herbste Enttäuschung seit vielen, vielen Monaten erlebt hatten. Das 1:1 gegen den Tabellensiebzehnten MSV Duisburg II tat weh, aber noch viel mehr schmerzte die desolate Leistung der Rot-Weißen gegen einen insgesamt harmlosen und überaus biederen Gegner. Es war grausam mitanzusehen.

Noch vor einer Woche hatten die Essener nach ihrem famosen 2:1-Erfolg beim souveränen Tabellenführer Viktoria Köln euphorisch den bisherige Saison-Höhepunkt bejubelt, manche Fans haben insgeheim wohl auch schon davon geträumt, dass man nun ganz oben angreifen könne. Und nun dieser Absturz. Ein Tiefpunkt der Saison.

Wrobel hatte nachdrücklich vor Leichtsinn gewarnt

Unverständlich und unerklärlich sei dieser Leistungsabfall, sagten auch die Spieler, die sich die Pfiffe nach dem Schlusspfiff verdient hatten. Sie wirkten bei der Ursachenforschung ähnlich hilflos wie zuvor auf dem Rasen. „Der Start war perfekt, doch danach waren wir eine tote Mannschaft“, sagte Stefan Grummel. Alle hätten plötzlich weniger Wege gemacht. Warum? „Das weiß ich auch nicht.“ RWE-Kapitän Markus Heppke analysierte: „Die 100prozentige Konzentration war nicht da. Dadurch schleichen sich dann solche Stockfehler ein. Unser ärgster Gegner sind wir selbst.“

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RWE-Trainer Wrobel tobte nach 1:1 gegen MSV-Reserve

Fußball-Regionalligist Rot-Weiss Essen kam am Samstag nicht über ein 1:1-Unentschieden gegen die Reserve des MSV Duisburg hinaus. Trainer Waldemar Wrobel brachte das Resultat zum Toben. Über eine Woche lang hatte er genau vor dieser Situation gewarnt.

Dabei hatte RWE-Trainer Waldemar Wrobel unter der Woche nachdrücklich vor Leichtsinn gewarnt. Vielleicht war der gute Vorsatz ja zunächst auch vorhanden, doch nach dem frühen 1:0 durch Konstantin Sawin deutete alles daraufhin, dass der Favorit leichtes Spiel haben würde mit dem Kellerkind. Freistoß Heppke - Kopfball Sawin - Tor. Nicht herausgespielt, aber durchaus gut gemacht.

Die Führung gab keinen Auftrieb, sondern RWE tauchte ab, anstatt konsequent nachzulegen Es passierte nichts mehr. Kurz vor der Pause dann der erste Warnschuss (43.): Vincent Wagner erlaubte sich einen kapitalen Fehlpass, Eren Taskin jedoch vergab die Chance.

Geweckt hat diese Szene eher die Lebensgeister der Gäste, die wesentlich mutiger aus der Kabine kamen. Sie ließen sich auch nicht mehr durch den Freistoß von Heppke irritieren, der den Ball an Außenpfosten setzte (49.). Locker konnte sich der eingewechselte Mike Hibbeln wenig später außen durchsetzen. Sein Flankenball landete bei Marcel Kalski, der im Strafraum mutterseelenallein zum Flugkopfball abhob und traf.

MSV-Trainer Manfred Wölpper tanzte wie ein Derwisch, Kollege Wrobel sackte auf seinem Stuhl zusammen. Doch wenig später gestikulierte er schon wieder heftig, mächtig unzufrieden mit dem Gekicke seiner Mannschaft. Er brachte Benedikt Koep, die Offensive konnte auch der nicht beleben. Und die Defensive wirkte desorientiert und nachlässig. Duisburg war einem Treffer näher. Hibbeln schlenzte den Ball aus kurzer Entfernung über das Tor (68.), Taskin verstolperte kläglich den Ball bei einem Konter und eigener 2:1-Überzahl (73.).

Heppkes Kopfball allerdings wurde von MSV-Torhüter Marcel Lenz von der Linie gekratzt (85.). Eine absolute Klasseleistung mit Seltenheitswert an diesem Tag.

Rot-Weiss - MSV Duisburg II 1:1 (1:0)

RWE: Lamczyk - Telch, Laletin, Wagner (76.Rodenberg), Guirino - Lemke (62.Dombrowka), Grummel, Heppke, Pires-Rodrigues - Ellmann (62.Koep), Sawin. Schiedsrichter: Martin Thomsen (Kleve). Zuschauer: 7077.

Tore: 1:0 Sawin (8.), 1:1 Kalski (57.).

Manfred Wölpper (Trainer MSV II): „Das Spiel hat gezeigt, dass Fußball nicht kalkulierbar ist. Wir haben sehr nervös, ja fast ängstlich begonnen. Mit dem 0:1 ist alles gegen uns gelaufen. Wir haben vor allem nach der Pause wenig zugelassen und die Schlussphase clever heruntergespielt.“

Waldemar Wrobel (Trainer RWE): „Wir haben acht Minuten lang ganz gut gespielt, dann aber auf vielen Positionen das Fußball spielen eingestellt. Wir haben noch nicht bewiesen, dass wir Konstanz haben, wenn wir sie brauchen. Die Leistung einiger Spieler war indiskutabel, ja bedenklich.“

Rolf Hantel



Kommentare
05.11.2012
11:37
RWE zeigt indiskutable Leistung beim 1:1 gegen MSV II
von PennyISLACK | #3

Das Nachtreten bei einer klar schwachen Leistung, in der
das 1:0 ein einsames Highlight darstellte und mit "nicht herausgespielt"
getextet wurde, hätten Sie sich ersparen können Herr Hantel.
Was verstehen Sie denn "unter nicht herausgespielt?" Fussball kann
ganz einfach sein, sagen die Briten z.B. Und die haben die fairsten
und kompetentesten Sportjournalisten. Bin nun wirklich gespannt darauf,
ob dieser kleine Kommentar nicht wieder gechanceld wird...

05.11.2012
11:07
RWE zeigt indiskutable Leistung beim 1:1 gegen MSV II
von DaDU | #2

Ich bin total enttäuscht.

05.11.2012
08:04
RWE zeigt indiskutable Leistung beim 1:1 gegen MSV II
von moenchkonstante | #1

Warum macht Ihr denn so etwas?

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