RWE will Union Berlin im DFB-Pokal den Aufenthalt vermiesen

Versenkte im vergangenen Jahr den entscheidenden Elfmeter gegen Union Berlin: Vincent Wagner.
Versenkte im vergangenen Jahr den entscheidenden Elfmeter gegen Union Berlin: Vincent Wagner.
Foto: Michael Gohl
Was wir bereits wissen
Bei Fußball-Regionalligist Rot-Weiss Essen steigt das Pokalfieber. Ein Jahr nach dem Sieg gegen Union Berlin steigt am Montag erneut das Pokalduell zwischen beiden Teams. Für RWE-Trainer Wrobel ist Union klarer Favorit. Aber: Er sieht auch für seine Mannschaft "eine kleine Chance".

Essen.. Die Rot-Weißen haben es vor dem DFB-Pokalschlager am kommenden Montag (18.30 Uhr, Stadion Essen/Im Live-Ticker bei DerWesten) gegen den Zweitligisten Union Berlin schon mehrmals betont: „Dieses Spiel ist etwas ganz Besonderes.“ Und möglicherweise ist deshalb auch hier und dort etwas Lampenfieber zu spüren.

RWE Vor allem die organisatorische Abwicklung dieses Spektakels wird dem Viertligisten, der sich ja selbst noch an die neue Umgebung gewöhnen muss, alles abverlangen. Rund 12.500 Fans werden kommen. Das Stadion wird nicht ganz ausverkauft sein, denn aus Berlin haben sich nur gut 1000 Anhänger angekündigt, womit der Gäste-Block nicht ausgelastet ist. Die Union-Fans gelten zwar als reisefreudig, doch angesichts der frühen Anstoßzeit wird es allein schon aus beruflichen Gründen schwierig, ins Ruhrgebiet zu kommen.

Im vergangenen Jahr siegte RWE gegen Union nach Elfmeterschießen

Rein sportlich haben die Gastgeber natürlich den Ehrgeiz, den Berliner Profis Paroli zu bieten. Aber RWE-Trainer Waldemar Wrobel stellt auch unmissverständlich klar: „Es ist die gleiche Konstellation wie im vergangenen Jahr. Union ist ein ambitionierter Zweitligist und haushoher Favorit.“ Und dann fügt Wrobel noch an, dass sich die Voraussetzungen im Vergleich zu 2011 doch etwas geändert hätten: „Das Überraschungsmoment ist nicht mehr da. Die Berliner werden uns mit Sicherheit nicht mehr unterschätzen.“

Bei der Mitgliederzahl die 4000 erreicht

Das soll wohl sein, sofern sie aus der Erfahrung gelernt haben. Denn im vergangenen Jahr scheiterte „Eisern Union“ mit 5:6 nach Elfmeterschießen. RWE hatte schon mit 2:0 geführt, die Berliner glichen eher glücklich mit dem Schlusspfiff aus zum 2:2. Im Elfmeterschießen versenkte schließlich Vincent Wagner den entscheidenden Elfmeter.

RWE-Trainer Waldemar Wrobel sieht eine "kleine Chance" auf den Sieg

Ob Wagner diesmal auflaufen wird, lässt Wrobel offen. In Verl hatte der Routinier nach seiner Verletzungspause einen ersten Kurzeinsatz. Aber in der Innenverteidigung haben Michael Laletin und Maik Rodenberg bisher überzeugt. „Wir sind in der Innenverteidigung gut bestückt und müssen sehen, was für das Team am besten ist.“ Die beiden Außenverteidiger Max Dombrowka und Roberto Guirino sind – Stand Freitag – noch nicht fit, aber auch bei ihnen behält sich Wrobel eine Entscheidung vor.

„Wir wollen dieses Spiel genießen“, sagt der RWE-Trainer. Und dem Gast den Aufenthalt vermiesen. „Wenn Union nicht so ins Spiel kommt und wir alles abrufen, haben wir eine kleine Chance. Primär geht es für uns darum, defensiv kompakt und in einer guten Ordnung zu stehen. Wir wollen versuchen, dem Gegner das Leben so lange wie möglich schwer zu machen. Die Frage ist, was Union zulässt.“ Aber ist erst einmal der Wurm drin beim Favoriten, ist es oft nicht weit bis zur Verunsicherung. Das weiß Wrobel, der bestätigt: „Elfmeterschießen? Ja, das ist auch noch ein Thema im Training.“