RWE verliert zum Saisonabschluss zu Hause gegen Köln II

Richard Weber brachte RWE zunächst in Führung.
Richard Weber brachte RWE zunächst in Führung.
Foto: Michael Gohl/ FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Rot-Weiss Essen konnte die Spielzeit nicht mit einem Sieg beenden: Die Essener unterlagen an der Hafenstraße der U23 von 1. FC Köln mit 1:2.

Essen.. Schlechtes Ende einer durchwachsenden Saison: Trotz Chancen im Überfluss fing sich Rot-Weiss Essen zum Ende der Regionalliga-Spielzeit gegen die U21 des 1. FC Köln noch eine 1:2-Niederlage, womit die Mannschaft von Interimscoach Markus Reiter dennoch auf Rang fünf der Tabelle abschließt. Mit dem vor der Saison ausgegebenen Minimalziel, das nach der Führung zur Winterpause längst keins mehr war.

RWE - 1. FC Köln U21 1:2 (1:0)

RWE: Schwabke, Dombrowka (46. Beier), Binder, Weber, Grund, Baier, Grebe, Nakowitsch (63. Treude), Arenz, Studtrucker, Platzek (68. Kreyer).

Tore: 1:0 Weber (8.), 1:1 Kühlwetter (63.), 1:2 Poß (90.+1)

Bes. Vorkommnis: Rote Karte für Zinke (40., Tätlichkeit).

Zuschauer: 5598

Die Partie begann mit ein paar Minuten Verspätung, weil die Liste der zu Verabschiedenden lang war: Marco Beier, Tim Hermes, Moritz Nicolas, Daniel Schwabke sowie die abwesenden Björn Kluft und Konstantin Sawin wurden mit Blumen und einem Erinnerungsbild verabschiedet, Kai Nakowitsch bekam als einziger noch Pfiffe der Westkurve obendrein -- der Wechsel zu RWO war einigen übel aufgestoßen.Trainerfrage

“Einen letzten guten Eindruck” hatte RWE-Trainer Markus Reiter vor dem Saisonabschluss gefordert, die Mannschaft kam dem Wunsch schon nach acht Minuten nach: Leon Binder hatte von rechts geflankt, Richard Weber köpfte die Kugel an den Innenpfosten, von dort trudelte sie über die Linie: 1:0 -- Auftrag erfüllt.

Schwabke machte nicht den besten Eindruck

Dachten wohl die Gastgeber, die in der Folgezeit mit ansehen mussten, wie sich die in der Rückrunde äußerst harmlosen Kölner “Bubis” die besseren Torchancen erarbeiteten. Dabei machte Torhüter Daniel Schwabke in seinem letzten Spiel für die Rot-Weissen nicht immer den besten Eindruck. Nach 25 Minuten war er bereits ausgespielt, doch der heranstürmende Marius Laux brachte den Ball nicht über die Linie: Benjamin Beier stand goldrichtig im kurzen Eck und blockte den Schuss ab. Nach 38 Minuten versuchte Schwabke außerhalb des Strafraums in Neuer-Manier per Kopf zu klären, was wie auch dem Nationalkeeper öfter mal gründlich misslang: Diesmal kam Marcel Hartel vor dem fast leeren Tor frei zum Schuss. Aber nur fast, denn Leon Binder plusterte sich auf der Linie auf und wurde tatsächlich noch angeschossen.

Die Kölner blieben engagiert, aber übertrieben es auch mit ihrer Ruppigkeit: Nach einer Rangelei mit -- wem sonst -- Benjamin Baier ließ sich Sebastian Zinke, ein Ex-Essener, zu einem angedeuteten Tritt hinreißen: Glatt Rot für Zinke und Gelb für den Auslöser des Gerangels, Baier.

RWE lässt Chancen ungenutzt

Aber der Gescholtene war auch vorne zu finden: Butterweich flankte Baier auf Studtrucker (43.), der den Ball tatsächlich noch über die Latte säbelte.

Nach dem Wechsel plätscherte die Partie munter runter, die Kölner befreiten sich nun in der Abwehr von jeglichen taktischen Vorgaben, doch die Essener nutzten ihre Riesenfreiräume nicht: Studtrucker köpfte aus drei Metern am kurzen Eck vorbei, Schüsse von Lucas Arenz und Marcel Platzek wurden abgeblockt, ein Schuss von Kevin Grund von einem Abwehrspieler von der Linie gekratzt. Der Anhang nahm es gelassen. Fast bei jedem Angriff hatten die Roten nun Überzahl. Was sie daraus machten? Nun ja, letzter Spieltag halt. Pokalfinale

Dazwischen trauten sich die Gäste einmal nach vorne -- es reichte für den Ausgleich: Christian Kühlwetter spitzelte im kurzen Eck an Schwabke vorbei, Baier schoss bei seinem Klärungsversuch noch Leon Binder an, doch das Leder war schon hinter der Linie: 1:1.

Auf der Gegenseite übten sich die Platzherren weiter im Auslassen bester Möglichkeiten. Und so kam es noch ärgerlicher: MIt dem letzten Spielzug erzielten die Kölner durch den eingewechselten Fabian Poß tatsächlich den 2:1-Siegtreffer, der die Partie restlos auf den Kopf stellte und den letzten Eindruck nachhaltig trübte. Auch in Sachen Treffsicherheit bleibt also für die kommende Saison noch genügend Luft nach oben.