RWE-Stürmer Sven Kreyer wohl vor dem Absprung

Ohne Rückennummer beim Training:  Sven Kreyer (Mitte.).
Ohne Rückennummer beim Training: Sven Kreyer (Mitte.).
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Während Rot-Weiss Essen mit Cekic und Al Khalaf die nächsten Neuen präsentierte, hat Stürmer Sven Kreyer schon seine Rückennummer abgegeben.

Essen.. Welch ein Auftrieb zum Trainingsauftakt bei Rot-Weiss Essen: Als Jan Siewert um Punkt 14 Uhr den Rasenplatz an der Bäuminghausstraße – hier wird für zwei Wochen das Training stattfinden – mit seinem Trainerteam betrat, warteten rund 300 Beobachter gespannt auf die ersten Aktionen des Neuen. Der wusste anscheinend um die gespannte Erwartung und begrüßte die Anwesenden vom Mittelkreis mit einem lauten „Hallo, schön, dass ihr da seid“.

Neuzugänge hinterlassen dynamischen Eindruck

Auf dem Rasen tummelten sich danach in der ersten knapp zweistündigen Trainingseinheit 24 Akteure. Quasi über Nacht waren noch zwei hinzugekommen: Innenverteidiger Iyad Al Khalaf (19) und Offensivmann Amar Cekic (22) ergänzen den Kader. Al Khalaf wechselt vom RB Leipzig U23 an die Hafenstraße, die er in der abgelaufenen Saison zum Regionalliga-Aufstieg schoss, Cekic kommt vom Oberligisten Stuttgarter Kickers und bestritt für die U23 24 Ligaeinsätze, dazu kommt eine Partie in der Dritten Liga in der Ersten. „Amar und Iyad sind zwei talentierte Spieler, von deren Leistungsvermögen wir absolut überzeugt sind. Beide besitzen das Potenzial, sich auf diesem Niveau durchzusetzen“, meinte RWE-Sportdirektor Andreas Winkler zu seinen jüngsten Neuverpflichtungen. In der Tat machten beide in dem ersten Trainingsspielchen einen ballsicheren und dynamischen Eindruck.

Winkler sieht den momentanen Kader sehr gut aufgestellt, ohne die Garantie geben zu wollen, dass sich nicht noch hier und da etwas verschiebt. Den Trainingskiebitzen war nicht verborgen geblieben, dass zum Beispiel Stürmer Sven Kreyer, der große Spielfreude zeigte und auch einige Tore beisteuerte, bereits ohne seine gewohnte Nummer 28 auf Trikot und Hose auflief. Kreyer, der durch die Neuverpflichtung Kevin Behrens große Konkurrenz im Angriff erhalten hatte, hatte offensichtlich Auskunftsverbot erhalten. Auf die Frage nach seiner Zukunft, meinte er vielsagend: „Sorry, ich darf nichts sagen“, und verschwand schweigend.

Keine Statement zu Jeffrey Obst

Nichts sagen wollten die Verantwortlichen auch zum nächsten mutmaßlichen Neuzugang Jeffrey Obst, der auf einem Nebenplatz seine Laufrunden drehte. Auch er soll sich mit RWE über einen Wechsel längst klar sein, allerdings hat sein jetziger Verein, Regionalligist SW Rehden, noch andere Ablösevorstellungen als die Essener. Der 21-jährige Defensiv-Spezialist ist auf praktisch allen Positionen im hinteren Bereich einsetzbar.

Ob neu oder alt, für Trainer Jan Siewert geht es erst einmal darum, alle Akteure kennen zu lernen. „Alle haben gezeigt, dass sie Fußball spielen wollen und sich voll reingehängt“, lobte er. Die nächste Chance gibt es Montag bereits zweimal.