Das aktuelle Wetter NRW 18°C
RWE

RWE spielte gegen Fortuna-Reserve gnadenlos effektiv

02.09.2012 | 20:16 Uhr
RWE spielte gegen Fortuna-Reserve gnadenlos effektiv
Michael Laletin bejubelt das 1:0 für RWE.Foto: imago

Essen.   Zweites Heimspiel, zweiter Sieg. Fußball-Regionalligist Rot-Weiss Essen hat nach dem 1:0 gegen Velbert auch Fortuna Düsseldorf II vor heimischer Kulisse geschlagen. Das Team von Trainer Waldemar Wrobel spielte beim 2:1-Erfolg unglaublich effektiv. Am Mittwoch erwartet RWE schon das dritte Heimspiel.

Die Rot-Weißen haben auch das zweite Heimspiel innerhalb von fünf Tagen gewonnen. Nach dem 1:0 gegen Velbert am vergangenen Dienstag arbeitete sich der Gastgeber am Wochenende zu einem 2:1-Erfolg über Fortuna Düsseldorf II. RWE-Trainer Waldemar Wrobel fand die Leistung seiner Mannschaft zwar besser als gegen Velbert, aber schön war es auch diesmal nicht. Gleichwohl verkümmert der ästhetische Aspekt immer dann zur Randnotiz, wenn der Ertrag stimmt. Und sechs Punkte aus zwei Auftritten ist nun mal optimal. Da gibt es nichts zu meckern. Schon am Mittwoch kommt dann der 1.FC Köln II (19.30 Uhr, Hafenstraße) zum dritten Heimspiel in Serie. 

„Düsseldorf hat keine schlechte Mannschaft“, hat Wrobel vor dem Anpfiff gesagt und auch nach dem Schlusspfiff noch einmal betont, dass er die Qualität der Konkurrenz nie anhand des Tabellenstandes beurteile. Gut so, denn alle, die Wrobels Worte angezweifelt hatten, mussten in Hälfte eins erkennen, dass der nunmehr Tabellenvorletzte tatsächlich kein schlechtes Team besitzt. „Heute waren dort sieben Spieler aus dem Profi-Kader im Aufgebot“, so Wrobel.

Das erste Tor für RWE fiel nach einer Standardsituation

Die Fortunen boten in Hälfte eins ein ansehnliches Aufbauspiel, standen dicht und geordnet und waren die bessere Mannschaft. Aber sie demonstrierten auch ihre eklatante Schwäche vor dem gegnerischen Tor. Tugrul Erat, einer aus dem Profi-Kader, vergab nach einem Konter (11.). Dann scheiterte Timo Furuholm (17.). Die Essener waren indes kaum gefährlich, auch, weil sie ihre Angriffe mitunter selbst entschärften, weil der letzte Pass zu ungenau war.

So musste eine Standardsituation helfen. Markus Heppke zirkelte den Ball - diesmal sehr präzise - in den gegnerischen Strafraum, wo der lange Michael Laletin mit dem Kopf zum 1:0 verlängerte. Auf der Gegenseite verbaselte erneut Furuholm eine Möglichkeit. Er traf nur das Außennetz. Die Fortunen hätten durchaus führen können.

„In der ersten Hälfte haben wir sie auch spielen lassen“, hieß es später bei den Rot-Weißen. Immerhin gaben sie nach der Pause diese allzu gastfreundliche Haltung auf. Rot-Weiss bekam die Partie mit mehr Aggressivität im Mittelfeld in den Griff, ohne sich weitere Chancen zu erspielen. Angreifer Benedikt Koep ackerte zwar, machte mächtig Meter, aber auch das kann mitunter ein Indiz sein, dass die Kreativ-Abteilung zu wenig liefert.

RWE zauberte das zweite Tor aus der eigenen Trickkiste

Eine Szene aus der Trick- und Ideenkiste war dann jedoch überragend. Die Rot-Weißen bekamen einen Freistoß an der Strafraumgrenze. Und berieten im Pulk.Wer schießt: Heppke oder Avci? Dann liefen beide an, Avci stolperte, Heppke zögerte irritiert und beide schauten sich entgeistert an. Misslungen der Trick – dachten alle im Stadion. Und natürlich auch die Düsseldorfer. Plötzlich aber zirkelte Kevin Grund den Ball in den Winkel zum 2:0. „Das haben wir im Training geübt, aber bisher noch nicht ausprobiert“, schmunzelte Avci später schelmisch und beschrieb noch einmal den exakten Ablauf. „So war es geplant“, bestätigt auch Trainer Wrobel. Was für ein grandioses Schauspiel.

Die Düsseldorfer verloren danach ihre Linie, RWE hatte alles unter Kontrolle. Marvin Ellmann vergab die Riesenchance, als er frei stehend an Torwart Sprenger scheiterte. Koep - ebenso frei - setzte den Nachschuss an den Pfosten. Der Fortune Erhat erzielte schließlich das 1:2, irgendwie mit der Seite traf er den Ball, der abgefälscht an Lamczyk vorbei ins Netz hoppelte. Ein glücklicher Abschluss.

Die RWE-Infos zum Spiel im Überblick:

Rot-Weiss - Fort. Düsseldorf U23 2:1 (1:0)

RWE: Lamczyk - Dombrowka, Laletin, Rodenberg, Guirino - Pires-Rodrigues (81. Lemke), Heppke, Avci, Grund - Ellmann (87. Sawin), Koep (89. Lenz

Schiedsrichter: Sören Storks (Velen). Zuschauer: 7517.

Tore: 1:0 Laletin (26.), 2:0 Grund (63.), 2:1 Erat (87.).

Rolf Hantel



Kommentare
03.09.2012
20:42
RWE spielte gegen Fortuna-Reserve gnadenlos effektiv
von PennyISLACK | #2

Seien Sie doch froh Herr Vorkommentator. Dauernörglern und Erbsenzählern
kann man doch fair und entschieden entgegentreten. Das macht eigentlich auch
mehr Spass, als nur auf Dauerkonsens zu artikulieren. Jetzt erst mal Daumendücken
für Mittwoch und the way up to the first four placed western clubs -:) Das Thema
Aufstieg sehe ich pragmatisch. Nichts dagegen aber eher etwas langsamer als
blitzschnell. So ein Feuer-Palinka muss auch drei mal gebrannt werden bevor er fit fürs menschliche Wohlergehen ist, sagte immer meine ungarische Großmutter. Und die
hat schon für Honved Bdp. gezittert damals. Nur der RWE. Sláinte!

03.09.2012
07:03
RWE spielte gegen Fortuna-Reserve gnadenlos effektiv
von MaSh | #1

Ich wundere mich gerade ein wenig, dass noch keine Kommentare von den RWE Gegnern zu lesen sind.

Bei der bislang einzigen Niederlage (neben 4 Siegen und 0 Uentschieden) wurde doch schon wieder der Untergang RWEs beschworen.
Und überhaupt: Wo sind die Kommentare contra Stadion?!? Seltsam, seltsam...

Wenn die Saison weiter so gut läuft, dann bin ich mehr als zufrieden. Der ein oder andere Rückschlag wird kommen, aber das ist egal. Einstelliger Tabellenplatz am Ende der Saison und vielleicht schon der Aufstieg in Sichtweite, das wäre was!

1 Antwort
RWE spielte gegen Fortuna-Reserve gnadenlos effektiv
von PennyISLACK | #1-1

Sei Sie doch froh Herr Vorkommentator. Extremen Pfeifen und nörgelnden
Dauermeckerziegen kann man argumentativ doch fleissig und fair entgegentreten.
Andererseits und zugegeben macht´s Spass bei solchen Disputen. Daumen
drücken für Mittwoch on the way up to the top four western clubs -:) Beim Thema
Aufstieg bin ich pragmatisch. Nichts dagegen, aber es wird etwas langsamer als
blitzschnell gehen. Palinka muss auch drei mal gebrannt werden. Dann erst ist er
fit fürs menschliche Wohlergehen. Sláinte! Nur der RWE und maximal der BVB...

Aus dem Ressort
Nach dem Derby wartet auf RWE mit Kray der nächste Aufreger
Kommentar
Bei Rot-Weiss Essen hört man nach dem 4:4 gegen Rot-Weiß Oberhausen schon Murren angesichts des Rückstands auf die Tabellenspitze. Doch das Beispiel RWO zeigt, was es bewirken kann, wenn eine Mannschaft Zeit erhält. Die aber ist in Essen knapp und es wartet der nächste Aufreger - ein Kommentar.
Ernüchterung bei RWE nach dem Torrausch im Derby gegen RWO
Derby-Nachlese
Rot-Weiss Essen und Rot-Weiß Oberhausen liefern beim packenden 4:4 im Revierderby zwar beste Unterhaltung, aber für beide Trainer ist dieses Unentschieden zu wenig. RWE zeigt ein Abwehrfehler-Festival - was Trainer Marc Fascher wenig begeistert zurücklässt.
Trainer Fascher vermisste in einer Szene die Zielstrebigkeit
Stimmen
Acht Tore und eine Rote Karte: Beim 4:4 zwischen Rot-Weiss Essen und Rot-Weiß Oberhausen war alles dabei. RWE-Trainer Marc Fascher war nicht unzufrieden, vermisste aber in einer Szene die Zielstrebigkeit. RWO-Coach Andreas Zimmermann hingegen machte seinem Team ein großes Kompliment. Die Stimmen.
Baier als Freistoßkünstler - Neunaber und Weber schwach
Einzelkritik
Rot-Weiss Essen und Rot-Weiß Oberhausen haben sich im Derby der Fußball-Regionalliga West mit 4:4 (2:2) getrennt. Bester Essener war Benjamin Baier, der zwei wunderschöne Freistoßtore erzielte. Das Innenverteidiger-Duo Mario Neunaber und Richard Weber hingegen erwischte einen rabenschwarzen Tag.
Spektakel in Essen - Derby zwischen RWE und RWO endet 4:4
Derby
Viel Spektakel, wenig Ertrag: Auch nach dem dritten Heimspiel der Saison wartet Rot-Weiss Essen immer noch auf den ersten Heimsieg. 4:4 (2:2) trennten sich die beiden Nachbarn RWE und RWO nach einem nervenaufreibenden Revierderby, nach einem wahren Fehlerfestival der Abwehrreihen.
Umfrage
Mario Neunaber ist neuer RWE-Kapitän, Benjamin Baier sein Stellvertreter. Eine gute Wahl?

So haben unsere Leser abgestimmt

Ja.
59%
Nein.
10%
Wer die Binde trägt, ist unwichtig.
21%
Interessiert mich nicht.
11%
238 abgegebene Stimmen
 
Fotos und Videos