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RWE und Wattenscheid 09 haben die Rollen getauscht

25.02.2016 | 17:28 Uhr
Während sich Mario Klinger (links) auf das Wiedersehen an der Hafenstraße freut, hat es für Marwin Studtrucker doch noch nicht gereicht.Foto: imago

Essen.   Rot-Weiss Essen und Wattenscheid 09 spielen am Freitagabend in der Regionalliga West gegeneinander. Der Druck liegt eindeutig bei den Rot-Weissen.

Freitagabend. Flutlichtspiel im Stadion Essen. Wattenscheid 09 kommt (19.30 Uhr). Es gibt langweiligere Terminvorschläge. Der Gast aus Wattenscheid lebt im Moment das Fußballerleben, das die Regionalliga-Experten eigentlich für die Essener vorgesehen hatten. Platz fünf mit Tendenz nach oben. Das Hinspiel im September war eins dieser Livespiele auf Sport1. Die Rot-Weissen erinnern sich gern nur an die Anfangsphase dieser Partie. „In den ersten 25 Minuten hat doch ganz Deutschland gedacht, hier können nur die Essener als Sieger vom Platz gehen“, meint RWE-Coach Jan Siewert ein bisschen wehmütig.

Gast hat Offensiv-Qualitäten

Gingen sie nicht, im Gegenteil: 0:3 stand damals auf der Anzeigentafel, RWE war nach dem 9:1-Sieg in der Woche zuvor gegen Erndtebrück zurück auf dem Boden der Tatsachen. Da, wo sie heute noch hocken, zwei Punkte über dem ersten Abstiegsrang. Für die Essener ist es ein kleiner Neustart in die Rückrunde: Vor zwei Wochen hatte man spielfrei, letzte Woche die Partie in Erndtebrück fiel der Witterung zum Opfer (Nachholtermin: Dienstag, 12. April, in Siegen).

Vorschau
RWE-Trainer Siewert setzt auf Heimstärke

Rot-Weiss Essen trifft am Freitagabend auf Wattenscheid 09. Laut RWE-Trainer Jan Siewert seien die Wattenscheider eine "flexible Mannschaft".

Doch kein Problem, glaubt man den Worten von Jan Siewert: „Die Jungs waren permanent mit dem Kopf dabei und im Training auch physisch präsent.“ Und man schoss sich ein bisschen die Ladehemmung von der Seele, am vergangenen Samstag beim 9:0 im Test gegen TuS West 81. „Löning hat sich mit drei Toren endlich belohnt, Jesic hat Torchancen herausgespielt und Osvold, der permanent Leistung zeigt, hab ich es auch gegönnt“, fasste der RWE-Coach die Lichtblicke zusammen.

Natürlich weiß auch er, dass da ein anderes Kaliber auf sein Team heute zukommt, von den Gästen spricht er mit Respekt: „Sie haben eine unglaublich kompakte Mannschaft, sind zusammengewachsen und vor allem im vorderen Bereich sehr flexibel.“ Natürlich fällt da vor allem der Name Güngör Kaya, der früher an der Hafenstraße seine Flexibilität auch in Wettgeschäften zeigte, deswegen fristlos entlassen wurde, auch wenn an seinen sportlichen Qualitäten kein Zweifel bestand. So auch am Dienstagabend, als 09-Trainer Farat Toku seine halbe Stammelf schonte, Kaya aber kurz vor Schluss brachte, dem dann der Last-Minute-Treffer zum mühsamen 2:1-Sieg im Westfalenpokal über den SC Hassel gelang. „Dass sie es am Ende dann doch noch kurz vor der Verlängerung klarmachen, zeugt auch von Qualität“, lobt Siewert. Aber auch die Abwehrspieler Mario Klinger, der, so hört man, gerne wieder im RWE-Trikot auflaufen würde, und Adrian Schneider werden sicherlich besonders motiviert an der alten Wirkungsstätte auflaufen und die Atmosphäre nur genießen wollen.

Fritz ist wieder zurück im Kader

Der Druck liegt eindeutig bei den Gastgebern, deren Lage schon prekär genug ist. Da trifft es sich gut, dass nach dem Abschlusstraining am Donnerstag zumindest bei Moritz Fritz der Daumen hoch ging. Der Kapitän ist nach vierwöchiger Leidenszeit (Verhärtung) endlich wieder zurück im Kader. Nicht gereicht hat es dagegen für Marwin Studtrucker. „Wir haben alles versucht, aber es macht noch keinen Sinn“, bedauerte Siewert.

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Ralf Wilhelm

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2016-02-25 17:28
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