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RWE-Gegner Mainz hat "eine andere Qualität"

20.01.2012 | 19:14 Uhr
RWE-Gegner Mainz hat "eine andere Qualität"
Jubel bei Rot-Weiss zum Auftakt gegen Mainz: v.l. Holger Lemke, Stefan Grummel, Kevin Grund, Meik Kuta und Kevin Lehmann. Foto: Michael Gohl / WAZ FotoPool

Mainz.   An diesem Samstag wird es wieder ernst und die Belastung auf Regionalliga-Niveau angehoben. Die Rückrunde beginnt für RWE beim FSV Mainz 05 II (14 Uhr, Bruchwegstadion).

Wer auf Spektakuläres spekuliert, braucht an der Hafenstraße nicht zu suchen. Ein Coup auf dem Transfermarkt blieb bislang aus, war auch überhaupt nicht angekündigt und ist auch nicht unbedingt zu erwarten. Trainer Waldemar Wrobel ist gewissermaßen Sinnbild für die Arbeitsweise: grundsolide, fleißig und ohne Bohei. „Die Spieler haben sehr engagiert trainiert“, fasst er die kurze Vorbereitung zusammen. Aufgrund des schlechten Wetters habe man improvisieren, sich nach Alternativen umschauen müssen. Aber man habe eine gute Mischung aus Spaß und Belastung gefunden.

An diesem Samstag wird es wieder ernst und die Belastung auf Regionalliga-Niveau angehoben. Die Rückrunde beginnt für RWE beim FSV Mainz 05 II (14 Uhr, Bruchwegstadion). „Die Mainzer haben natürlich eine andere Qualität als Aachen II oder Velbert“, weiß Wrobel. Die beiden NRW-Ligisten haben die Essener in Testspielen locker mit 7:1 und 5:0 bezwungen. Die Auftritte waren okay, die Ergebnisse in ihrer Eindeutigkeit überraschend. Denn gerade die Schwächen im Abschluss waren in der Hinrunde häufiger ein Thema bei der Analyse.

Zeitweise wurde aber auch über die Defizite bei der Abwehrarbeit diskutiert. Vor allem auch, weil das Verletzungspech ungewöhnlich heftig zugeschlagen hatte. Die Viererkette musste ständig neu geknüpft werden. Zeitweise fiel die komplette Innenverteidigung aus. Maik Rodenberg, als Verstärkung verpflichtet, hatte vier überzeugende Einsätze, bis ihm plötzlich das Knie zu schaffen machte. Und es schwillt noch heute an nach einer Belastung. Warum? Die Ärzte wissen es nicht. Trotz Arthroskopie. „Er hat im Sommer neun Wochen lang beschwerdefrei trainiert und keine Einheit ausgelassen. Es ist für uns alle unerklärlich“, sagt Wrobel.

Verbandspokal

Die dritte Runde im Niederrhein-Pokal wird am kommenden Sonntag ab 18 Uhr ausgelost. Aus Essen sind noch RWE (Regionalliga), ETB (NRW-Liga) und der FC Kray (Niederrheinliga) im Lostopf. Allerdings ist auch noch der Drittligist Rot-Weiß Oberhausen als höchstklassiger Klub mit dabei. Die Auslosung...

Sebastian Jansen, ein weiterer Hoffnungsträger, hat überhaupt noch nicht für RWE gespielt. Sein Knie ist wieder okay, der Junge war auch fit, bis er sich vor kurzem einen Muskelfaserriss zuzog. Auch er ein Pechvogel der Saison.

Doch Wrobel klagt nicht, denn die personelle Situation vor dem Rückrunden-Auftakt ist gut. Auch Routinier Vincent Wagner ist „spielfähig“ und wird der Abwehr Halt geben. Neben ihm dürfte Thomas Denker im Innenblock spielen. Der 20-Jährige, zunächst eine Alternative auf der Bank, hat seine Chance genutzt und positiv überrascht.

Stärker geworden

„Wir haben auch Qualität“, sagt Waldemar Wrobel beim Vergleich mit dem heutigen Gegner. Mainz habe die Stärken vor allem in der Offensive, wo sie schnell kombinieren und – einmal im Strafraum eingedrungen – sehr gefährlich seien. „Es ist wichtig, dass wir so lange wie möglich fehlerlos bleiben.“

Der Mainzer Trainer Martin Schmidt erinnert sich noch gut an das 1:2 im Hinspiel an der Hafenstraße: „Da waren wir noch etwas zu grün hinter den Ohren. Meine Mannschaft hat damals sehr dumme Fehler gemacht.“ Nun sei sie ein halbes Jahr älter und stärker geworden. Allerdings erwartet er einen ebenfalls gefestigten und robusten Gast. „Es wird schwer“, glaubt Schmidt, „Essen zu besiegen.“

Rolf Hantel

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