RWE-Boss Welling hatte "großes Vertrauen in die Mannschaft"

Für Vereinschef Michael Welling war der RWE-Sieg gegen Verl "eine Erlösung".
Für Vereinschef Michael Welling war der RWE-Sieg gegen Verl "eine Erlösung".
Foto: Sebastian Konopka / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
  • Mit dem Sieg gegen den SC Verl ist Rot-Weiss Essen ein wichtiger Punktgewinn im Abstiegskampf gelungen.
  • Klubchef  Michael Welling zitterte bis zum Abpfiff mit der Mannschaft.
  • Der Sieg war für Welling wie "eine Erlösung".

Essen.. Rot-Weiss Essen hat einen sehr wichtigen Dreier im Abstiegskampf der Regionalliga West gefeiert. Nach dem Spiel gegen den SC Verl haben wir mit Vereinsboss Michael Welling gesprochen.

Michael Welling, es war vor dem Spiel eine spezielle Situation. Keiner wusste genau, was er aufgrund des angekündigten Fanboykotts zu erwarten hatte. Wie haben Sie den Abend gegen den SC Verl erlebt?

RWE Michael Welling: Es war schön, dass so viele da waren, um uns zu unterstützen. Einige Anhänger haben das nicht getan. Auch das muss man verstehen und akzeptieren. Aber die Stimmung war positiv, trotzdem hat ein bisschen was gefehlt.

Jeder Spieler hat sich individuell versucht auf den Tag vorzubereiten. Was haben Sie gemacht?

Welling: Ich bin da viel zu funktional unterwegs. Zudem hatte ich vorher einen Termin, war daher erst spät im Stadion. Ich wurde über das Handy informiert und daher wusste ich, dass einige nicht reingehen wollten. Trotzdem haben sie alle reingelassen, die sich dem Boykott nicht anschließen wollten. Das war wichtig, denn keinem wurde etwas aufgezwungen. Ich muss diesen Protest akzeptieren, auch wenn es nicht meine Art gewesen wäre zu protestieren. Über die ganze Saison gesehen können wir uns über den Support aber sicher nicht beklagen.

Hoffen Sie, dass nun Schluss ist mit Boykott und ab Montag alle Fans wieder im Stadion stehen statt draußen am Bierstand?

Regionalliga Welling: In Köln werden sicher wieder einige dabei sein. Aber man muss das den Fans überlassen, vielleicht sind einige auch auf einem Osterausflug. Wir freuen uns über jeden, der uns unterstützt - wobei wir auch Frust verstehen können. Aber es geht einfach derzeit nur darum, dass wir Punkte sammeln. Da muss es fast egal sein, was rechts und links passiert.

Wie groß ist der Stein, der Ihnen nach dem Abpfiff vom Herzen gefallen ist?

Welling: Das war schon eine Erlösung. Obwohl ich wirklich fest überzeugt war, dass am Ende nichts mehr passiert. Ich habe eher gedacht, dass wir noch das 2:0 machen. Ich war zwar nicht entspannt, aber auch nicht besorgt, dass am Ende noch ein Gegentor fällt. Ich hatte ein großes Vertrauen in die Mannschaft. Ich war mir sicher, dass wir ein gutes Spiel machen, auch wenn man dann noch nicht weiß, wie das Ergebnis ausfällt. Zum Glück hat das diesmal auch gepasst.