Das aktuelle Wetter NRW 16°C
RWE

Rot-Weiss geht selbstbewusst ins Derby gegen Schalkes U23

05.10.2012 | 21:19 Uhr
Rot-Weiss geht selbstbewusst ins Derby gegen Schalkes U23
RWE-Kapitän Markus Heppke.Foto: Michael Gohl

Essen.  Fuball-Regionalligist Rot-Weiss Essen ist gut in die Saison gestartet. Nun gilt es jedoch, sich auch gegen "die Großen" der Liga zu beweisen. Am Samstag wartet die Schalker U23 als nächste Herausforderung auf RWE - ein "heißes" Derby.

Die Rot-Weißen sind Tabellenzweiter der Regionalliga – vor diesem Spieltag. „Eine schöne Momentaufnahme“, sagt auch RWE-Trainer Waldemar Wrobel und klingt so gar nicht euphorisch . Er weiß, dass seine Mannschaft schnell wieder ins Mittelfeld purzelt, wenn die Ergebnisse nicht stimmen. Also heißt es, punkten auch an diesem Samstag. Wenn das so einfach wäre. Der Gastgeber heißt FC Schalke 04 (13 Uhr, Mondpalast-Arena, Herne Wanne-Eickel/Im Live-Ticker bei DerWesten). Und die U23 des Bundesligisten hat auf Rang sechs nur zwei Punkte weniger erspielt als die Essener.

Schalker U23 kann auf erfahrene Profis zählen

Die Königsblauen haben bisher eine gute Saison gespielt. Davon haben sich die Rot-Weißen des öfteren selbst überzeugt. RWE-Teammanager Damian Jamro saß zuletzt vor einer Woche in Siegen auf der Tribüne beim 2:1-Erfolg der Schalker gegen die Sportfreunde. Und war erneut beeindruckt. „Schalke hat eine verdammt spielstarke Mannschaft, in der richtig Qualität steckt“, lobt Jamro. Auch weil mitunter Profis aus dem Bundesliga-Kader mitmischen. Escudero und Christoph Moritz gehören dazu.

Pro & Contra
Ist RWE reif für den Aufstieg in die dritte Liga?

Nach zehn Regionalliga-Spielen belegt Rot-Weiss Essen den zweiten Tabellenplatz. Im eigenen Stadion hat die Mannschaft von Trainer Waldemar Wrobel alle fünf Partien gewonnen. Ist RWE reif für den Aufstieg in die dritte Liga? Ein Pro und Contra.

„Wir sind alle heiß auf dieses Derby“, sagt Schalkes Trainer Bernhard Trares. Auch weil er eine für Schalker Verhältnisse große Bühne erwartet: 3000 bis 4000 sollen es werden. „Das ist unser einziges Heimspiel vor einer solchen Kulisse“, sagt Trares. Und das soll zusätzlich motivieren. „Da haben die Jungs Gelegenheit, sich zu zeigen.“ Und überhaupt sei auch an der Zeit, gegen diesen Gegner mal wieder zu punkten. Gut ausgesehen habe S04 immer im Vergleich mit RWE. Zum Sieg hat es indes in der Vorsaison nicht gereicht. Essen gewann in Herne mit 3:2 und an der Hafenstraße das Rückspiel mit 1:0.

RWE muss sich jetzt gegen die "Großen" der Liga beweisen

Die Gäste reisen mit viel Selbstvertrauen an. Auch sie haben bisher eine erfolgreiche Saison gespielt. Und kennen das Erfolgsrezept gegen die U23-Teams der Liga, das sich stets ähnelt. „Wir müssen den Gegner beschäftigen, vor allem die Räume eng machen“, beschreibt Jamro. Die eigene Kompaktheit, die Aggressivität im Zweikampf, Laufbereitschaft und Leidenschaft dürfen nicht fehlen. Und ist schnelles Umschalten im Mittelfeld ist ebenfalls erforderlich. Möglicherweise ist es ein Vorteil für die Gäste, dass die Bodenverhältnisse in der Mondpalast-Arena nicht gerade optimal sein werden. Ein technisch feines Spiel wird deshalb wohl kaum möglich sein.

Der Essener Auftritt in Leverkusen (0:0) war beispielhaft , der im Derby gegen Kray geriet trotz des souveränen 3:1-Erfolgs doch etwas zäh. „Wir können uns sicherlich noch steigern“, glaubt Wrobel. Nun also muss sich sein Team, wie er sagt, gegen die „Großen“ der Liga beweisen. Das Vergleich mit Schalke ist der Anfang. „Und wenn wir gegen die Mannschaften von da oben gespielt haben, wird sich zeigen, wie aussagekräftig die aktuelle Tabelle gewesen ist.“

RWE-Trainer Wrobel kann auf viele Spieler zurückgreifen

Keine Personalsorgen hat RWE-Trainer Waldemar Wrobel. Innenverteidiger Maik Rodenberg ist wieder genesen von seiner Sprunggelenksverletzung und gehört zum Aufgebot.

Auch die Langzeitverletzten Suat Tokat, Thomas Denker, Sebastian Janßen und Damir Ivancicevic sind wieder ins Training eingestiegen. Allerdings brauchen diese Spieler noch Zeit.

Rolf Hantel


Kommentare
Aus dem Ressort
Viktoria Köln ist für die Regionalliga-Trainer der Favorit
Saisonumfrage
Aller guten Dinge sollen auch für Viktoria drei sein. Zum dritten Mal hintereinander nimmt der ambitionierte Klub aus Köln die Saison in der Fußball-Regionalliga West als Top-Favorit auf die Meisterschaft in Angriff. Bei einer Trainerumfrage nannten alle 18 die Domstädter als Titelaspiranten.
RWE-Neuzugang Grebe will keinen Anlass für Pfiffe geben
Rot-Weiss Essen
Das Spiel gegen den Bundesligisten Borussia Dortmund war vor der stattlichen Kulisse von 17 000 Zuschauern für viele RWE-Akteure eine neue Erfahrung. Die Torhüter-Frage rückt in den Vordergrund. Soukou macht Fortschritte.
Das Georg-Melches-Stadion und der „Mythos Hafenstraße“
Stadiongeschichte
Vor 50 Jahren, am 5. August 1963, benannte Rot-Weiss Essen sein „Stadion an der Hafenstraße“ nach dem Vereinsvater Georg Melches. Vor und nach dem Krieg hatte er das Stadion aufgebaut, das als Hexenkessel und später auch als „Dreiviertel“-Stadion Berühmtheit erlangte.
BVB-Torwart Hendrik Bonmann sieht große Konkurrenz für RWE
Bonmann-Interview
Hendrik Bonmann spielte am Sonntag mit Borussia Dortmund bei seinem Exklub Rot-Weiss Essen. Im Interview lobt der BVB- und RWE-Fan den wiedergenesenen Cebio Soukou und spricht über sein Comeback an der Hafenstraße sowie die Aufstiegschancen von RWE.
RWE-Fan bedroht BVB-Anhänger mit Teleskopschlagstock
Gewalt
Zu einer Auseinandersetzung zwischen RWE- und BVB-Fans ist es am Sonntagabend nach dem Fußballspiel zwischen Rot-Weiss Essen und Borussia Dortmund in der Nähe des Essener Hauptbahnhofes gekommen. Ein 51-jähriger Essener bedrohte dabei BVB-Fans mit einem Teleskopschlagstock.
Umfrage
Wer war der Beste von Jogis Jungs bei der WM in Brasilien?

Wer war der Beste von Jogis Jungs bei der WM in Brasilien?

 
Fotos und Videos
50 Jahre Georg-Melches-Stadion
Bildgalerie
Historische RWE-Fotos
Generalprobe gegen BVB
Bildgalerie
Fußball
BVB holt Helmut-Rahn-Pokal
Bildgalerie
RWE - BVB
Rot-Weiss spielt 3:3
Bildgalerie
Fußball