Rot-Weiss Essen spürt keinen Zwang
27.01.2012 | 20:54 Uhr 2012-01-27T20:54:00+0100
Essen. Rot-Weiss Essen sieht dem Ende der Transferfrist am 31. Januar gelassen entgegen. "Ich kann sagen, dass wir zurzeit definitiv nicht in Verhandlungen stehen", sagte RWE-Chef Michael Welling. Heute kommt der 1. FC Köln II nach Essen.
Der 31.Januar rückt näher – und nichts rührt sich. Dabei wird schon seit Wochen im Umfeld der Hafenstraße darüber geredet und diskutiert, ob noch bis zum Ende der Transferperiode am nächsten Dienstag ein neuer Spieler bei den Rot-Weißen auftauchen wird.
Vor dem Heimspiel am heutigen Samstag gegen den 1.FC Köln II (15.30 Uhr, live im DerWesten-Ticker) hat sich RWE-Trainer Waldemar Wrobel noch einmal zu den Aussichten auf eine Neuverpflichtung bis Ende Januar geäußert. Neues kam nicht dabei herum. Natürlich halte man ständig die Augen auf und beobachte den Spielermarkt. „Das ja ist schließlich unser Job.“ Und wenn noch ein Spieler geholt würde, sei es in jedem Fall eine Investition für die Zukunft, also eine Verstärkung gleich für die kommende Spielzeit. „Wenn uns jemand weiterhelfen kann, wären wir nicht abgeneigt. Aber es muss passen. Doch die, die wir wollen, bekommen wir nicht. Und das, was uns angeboten worden ist, macht uns nicht stärker.“
Welling dämpft Hoffnungen auf einen Transfer
Auch RWE-Chef Michael Welling dämpft die Hoffnungen auf einen Transfer innerhalb der Winter-Frist. „Wir beteiligen uns nicht an Spekulationen und werden nur Fakten und Ergebnisse verkünden“, sagt Welling. „Aber ich kann sagen, dass wir zurzeit definitiv nicht in Verhandlungen stehen.“ Und Welling fügt sogleich an: „Das kann aber morgen schon wieder ganz anders sein. Man weiß ja nie, was passiert. Deshalb wäre es doch auch dämlich, wenn wir eine Verpflichtung grundsätzlich ausschließen würden.“
Klar ist, dass RWE auf keinen Fall falsche Hoffnungen wecken oder Erwartungen schüren will. „Wir wollen uns auch nicht selbst unter Druck setzen“, betont Welling. „Wenn man etwas verspricht und nicht erfüllen kann, wird man schnell unglaubwürdig.“
Nicht nur in sportlicher Hinsicht, sondern auch in der Personalpolitik sind die Rot-Weißen daher ganz entspannt. „Wir spüren keinen Zwang, jetzt zu handeln“, sagt Welling. „Warum sollten wir deshalb einen Spieler aus dem laufenden Vertrag herauskaufen?“ Im Sommer werde es genug ablösefreie Kandidaten auf dem Markt geben. „Der Pool allein in der Regionalliga ist extrem groß. Da gibt es junge Spieler, das was wir suchen, in jeder U23-Mannschaft.“ Im Sommer werde sich etwas ergeben. „Da werden wir Spieler finden, die Bock haben auf Rot-Weiss Essen, die an unserem Projekt mitarbeiten wollen. Auch wenn sie bei uns nicht so viel verdienen können wie bei anderen Klubs.“
Das Geld spielt für RWE natürlich eine Rolle. Das finanzielle Potenzial des Vereins ebenso wie dessen Ligazugehörigkeit. Der heutige Gegner bietet da ein gutes Beispiel. Stürmer Thiemo-Jerome Kialka, der bisher neunmal getroffen hat, ist zum Drittliga-Spitzenreiter Jahn Regensburg gewechselt. Mark Uth hat ebenfalls neun Tore erzielt und ist neben Kialka bester Kölner Angreifer. Er soll Wechselabsichten haben, weil er im Profi-Kader keine Chance bekommt – oder sieht. „Das wäre doch einer für uns“, finden die RWE-Fans. Und vielleicht... – „Ich glaube nicht, dass ein solcher Spieler über einen Wechsel innerhalb der Regionalliga nachdenkt“, winkt Welling ab. „Er würde zwar genau in unser Beute-Schema passen. Aber man sollte auch mal bedenken, dass Uth in Köln ein Vielfaches mehr verdient, als er bei uns bekommen würde. Und der Junge träumt doch wohl eher davon, zu einem Profi-Verein zu gehen.“
Auch wenn die RWE-Verantwortlichen über solche Spekulationen eher den Kopf schütteln, befürworten sie doch diese Diskussionen. „Ist doch super, dass man über uns redet“, findet Michael Welling. „Das ist doch das, was den Fußball ausmacht.“
Verbandspokal in Kray am 21. Februar
Das Achtelfinale im Niederrheinpokal zwischen den Rot-Weißen und dem Niederrheinligisten FC Kray ist terminiert. Das Spiel wird am Dienstag, 21.Februar, um 19.30 Uhr stattfinden. Der Austragungsort ist allerdings noch offen und soll in Kürze bekannt gegeben werden.

14:41
# 4
Der Zwang wird in KÜRZE kommen sind meine Worte - was ist daran falsch ??
#3
Das stimmt mit dem Kopf schütteln - es geht nur noch um die Person ! Wo sind von mir in Bezug auf das jetzige Teampotenzial Aufstiegsverpflichtungen genannt ? Jedenfalls wird das Anspruchsdenken in Verbindung mit einigen Dingen steigen - die Ruhezeit ist in KÜRZE (nochmals in KÜRZE) vorbei !
Ich bin oftmals hier wirklich von Kommentaren und von der Resonaz überrascht - meine Zeilen waren unter #1 eine ganz neutrale Lagebewertung mit Blick auf Zukunft und Anforderung in einem verständlichem Rahmen .
13:44
#1
Nicht gelesen?, Welling sagt, daß bis zum Saisonende kein "Zwang" besteht, sondern die begonnene Arbeit vernünftig weitergeführt wird. Die nächste Winterpause wird vielleicht überraschende Verpflichtungen hervorbringen, wenn die Mannschaft personelle Alternativen im Aufstiegskampf zur 3. Liga braucht.
13:30
@ Erbeck1
Da kann man nur noch mit dem Kopf schütteln.
Hat einer von dieser Elf den Aufstieg erwartet ?
08:18
Da sehe ich anders. RWE soll nicht in alte Verhaltensmuster verfallen und aus vermeintlichem "Zwang" den schnellen Erfolg anstreben, der - wie man bitter erfahren musste - sowieso nicht käuflich ist und nur in die Schuldenfalle führt. Dass das Budget eines Regionalligisten nicht für eine marktentsprechende Miete eines hochmodernen Stadions reicht, finde ich alles andere als verwunderlich. Und das war der Stadt Essen und der GVE ja auch klar. Und wenn man RWE dauerhaft als verlässlich und wirtschaftlich gesunden "Ankermieter" des Stadions haben möchte, muss man eben die Stadionmiete ligaabhängig gestalten.
In Dreseden sieht man ja auch ganz deutlich das Mietzinsproblem und die damit auftretende Unruhe . Dann hätte man dies halt in Essen anders lösen müssen und nicht nur den "Ankermieter" einkalkulieren . RWE spricht immer von geringen Gehältern und das in Verbindung mit der hohen Besuchsresonanz - wann soll denn die Miete mal erwirtschaftet werden ? Natürlich ist das Stadion modern , was aber nicht unbedingt höhere Nutzgebühren als vorher bedeutet . Energie und andere Dinge werden doch hier wohl nach modernen und besseren Maßstäben als früher ausgerichtet . Aber über Solarenergie spricht man ja anscheinend ebenso zu spät wie über Abbruchkosten . Wir sollten hier nicht soviel Naivität an den Tag legen und die Verantwortlichen direkt richtig "atakieren" , damit nicht wieder solche Krater auftreten . Frau Raskop ist doch mit ihrem Stab in Bezug auf den Bahnhof in Sachen "Fehlerquote" ein passendes Stadtbeispiel allererster Güte und diese Liste könnte man fortsetzen und ich nenne nur als Beispiel den Winter 2011/12 ! Die Stadt mit diesem aufgeblähtem Tochterapparat ( hohe GF-Gehälter mit Versorgung ) überzeugt mich schon lange nicht mehr - bitte alle Bürger mal aufwachen ! Ich bin übrigens kein "Feind" von RWE , sondern nur ein ganz normaler Bürger , der viele Notwendigkeiten in Essen incl. des Stadions im Auge hat .
06:26
Der "Zwang" wird aber in Kürze kommen , denn die Regionalliga reicht ja anscheinend noch nichtmals für die Stadionmiete , was für mich aus vielerlei Hinsicht verwunderlich ist . Die Stadttochter wird also auch hier wieder unterstützend eingreifen und das wird doch wieder für große Unruhe bei den Bürgern führen , denn es lässt sich nicht geheim halten ! RWE sehe ich auch nicht in Reichweite zur 2-ten Liga , denn davon muss man sprechen und nicht von Liga drei , wo man ja auch noch lange nicht ist . Die momentane Ruhe wird sich ganz schnell ändern und das sollte man sich in der Führung vor Augen halten . Unterm Strich kann man zur Zeit nur mit der Fanresonanz zufrieden sein . Das sind ja größtenteils und unabhängig vom Gegner Stammbesucher , was für den FC Kray sehr , sehr positiv sein wird .