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Rot-Weiss Essen entzaubert Spitzenreiter Viktoria Köln mit 2:1

28.10.2012 | 20:50 Uhr
Rot-Weiss Essen entzaubert Spitzenreiter Viktoria Köln mit 2:1
Konstantin Sawin (links) traf zum 1:0 für RWE.Foto: Michael Gohl

Essen.  Rot-Wess Essen bleibt in der Regionalliga in der Erfolgsspur: Beim Spitzenreiter Viktoria Köln gab es einen verdienten 2:1-Erfolg. Die Essener liegen damit in der Tabelle auf einem zufriedenstellenden fünften Rang.

RWE-Trainer Waldemar Wrobel hatte es vor dem Anpfiff dieses Spitzenspiels selbstbewusst angemerkt: „Wir können gegen jeden Gegner in dieser Liga gewinnen.“ So manche Stirn mag sich da in Skepsis gekräuselt haben. Angesichts der Kölner Klasse, die sich in einer beachtlichen Erfolgsserie spiegelt, denn bis dahin hatte der Spitzenreiter in zwölf Spielen erst einmal verloren (2:3 gegen VfL Bochum II). Angesichts der außerordentlichen Qualität des Kaders, der auch mit erst- und zweitligaerfahrenen Spielern bestückt ist und diesen Aufsteiger zu einer Ausnahmemannschaft macht. Doch die Rot-Weißen entzauberten den souveränen Liga-Primus. Sie haben mit einer starken Leistung auch durchaus verdient gewonnen und sind als Tabellenfünfter selbst ganz oben im Geschäft.

Viktoria Köln fällt es schwer, Misserfolge zu akzeptieren

Die Kölner sind es längst nicht mehr gewohnt, zu verlieren. Und wenn man aus allen Richtungen ständig nur Lobhudelei zu hören bekommt, fällt es einem wohl zuweilen schwer, auch Misserfolge zu akzeptieren. Nur so ist das unrühmliche Ende dieser Partie zu erklären, als der enttäuschte Verlierer seinen Frust nicht zügeln konnte. Schade, denn sportlich war es ein Treffen voller Klasse und Rasse, spannend und aufregend, ja, zum Teil sicher auch hektisch. Ein Spitzenspiel, das den Namen in jeder Hinsicht verdiente.

Die Rot-Weißen hatten ihre Hausaufgaben gemacht. „Wir wussten, dass die beiden Sechser Schultens und Voigt nicht die Schnellsten sind und deshalb wollten wir Laufduelle erzwingen“, erklärte Wrobel grob den Schwerpunkt der taktischen Vorbereitung. Und wie das 1:0 fiel, genauso hatte es sich der Fußball-Lehrer vorgestellt. Markus Heppke konnte den Ball unbedrängt durch das gesamte Mittelfeld treiben. Heppke schob den Ball schließlich durch die Schnittstelle der gegnerischen Defensive auf Konstantin Sawin, der zum 1:0 traf. Vor dem 2:0 setzte sich Christian Telch gegen Eichmeier durch, flankte in die Mitte, die schwache Kopfball-Abwehr der Viktoria deckte auch die eigene defensive Unordnung aus. Der Ball landete beim freistehenden Kevin Pires-Rodrigues, der zum 2:0 traf. Es lief nach (Trainings-)Plan.

RWE musste bis zum Schluss zittern

Die Kölner suchten ihren Rhythmus, wurden stärker und waren nach dem 2:1 durch Dahmani wieder im Spiel. Nach dem Wechsel hätte Sawin jedoch alles klar machen müssen, als er einen Flankenball frei stehend aus wenigen Metern über das leere Tor köpfte (48.). Und Cebio Soukou hätte mit mehr Konzentration und Konsequenz ebenfalls das 3:1 erzielen können (74.). So musste RWE bangen und hatte Glück, dass der Kölner Aydogmus Sekunden vor dem Schlusspfiff den Ball Keeper Lamczyk direkt in die Arme schoss.

Die Hektik war da schon in den Sportpark Höhenberg eingezogen. Der verwarnte Kerim Avci musste nach einer „Schwalbe“ mit Gelb-Rot vom Platz. Dann erwischte es den ehemaligen Rot-Weißen Mike Wunderlich. Nach einem taktischen Foul an Pires-Rodrigues sah der Kölner Kapitän ebenfalls Gelb-Rot. Seine Reaktion gab einen Einblick in die Befindlichkeit des Favoriten. Frustriert war Wunderlich seine Binde auf den Rasen, trat vor eine Bande und verschwand im Kabinentrakt. Dorthin folgte ihm wenig später Kevin Grund, der seinen Gegenspieler Manuel Glowacz von hinten umgesenst hatte. Rot!

Hektik nach dem Schlusspfiff

Dem Gastgeber verlor nach dem Abpfiff die Nerven. Wortgefechte und Handgreiflichkeiten. „Es gab wohl Gesprächsbedarf“, kommentierte RWE-Teammanager Damian Jamro, der mitten steckte in der zappelnden „Traube“ steckte, mit einem Schmunzeln.

Die Gemüter beruhigten sich alsbald. Die Kölner schlichen enttäuscht von dannen zum Duschen, Rot-Weiss badete derweil im Jubel der mitgereisten Fans.

Viktoria Köln - Rot-Weiss 1:2 (1:2)

RWE: Lamczyk - Telch, Rodenberg, Wagner, Grund - Lemke (72.Soukou), Heppke, Pires-Rodrigues, Avci - Sawin (84.Laletin), Ellmann (77.Grummel).

Schiedsrichter: Florian Steuer (Menden). Zuschauer: 3 310.
Tore: 0:1 Sawin (18.), 0:2 Pires-Rodrigues (31.), 1:2 Dahmani (40.).

Bes. Vorkommnisse: Rot gegen Grund (90.+1 - RWE/ grobes Foulspiel). Gelb-Rot Avci (74. - RWE, Unsportlichkeit), Wunderlich (89. - Köln, wiederholtes Foulspiel).

 

Rolf Hantel


Kommentare
30.10.2012
16:24
Rot-Weiss Essen entzaubert Spitzenreiter Viktoria Köln mit 2:1
von PennyISLACK | #6

Und wieder verfrühte Euphorie. Ich sage nur:
"DAS WAR ETWAS GROSSES". Spinnen läuft nicht mehr. Das sind genau die Töne,
die irgendwelche Eierpitter in ihr tragisches Wunschdenken betten und dann jammern,
wenn es gegen das untere Drittel, wie mehrmals geschehen, mal kühl wird. Absolut
konform mit DaDU in Comment number four. Auf deutsch und zum Nachschlagen:
Wir sind gut, aber noch nicht konstant genug. Und finanziell herrscht vorrangig Disziplin
in der Bude. Das ist Konsens. Punkt !

29.10.2012
16:41
Komander | #3
von peerkeinstueck | #5

"Zeit für Großes"?

Für GROSSBUCHSTABEN?

29.10.2012
10:48
Rot-Weiss Essen entzaubert Spitzenreiter Viktoria Köln mit 2:1
von DaDU | #4

Klasse,
aber jetzt müssen wir auch noch lernen die "Kleinen" zu schlagen.

29.10.2012
04:52
Rot-Weiss Essen entzaubert Spitzenreiter Viktoria Köln mit 2:1
von Komander | #3

"ES WIRD LANGSAM WIEDER ZEIT" , "FÜR WAS GANZ GROSSES"

29.10.2012
04:50
Rot-Weiss Essen entzaubert Spitzenreiter Viktoria Köln mit 2:1
von Komander | #2

LOS JETZT NUN HOLEN WIR UNS UNSERE JUNGS WIEDER NACH HAUSE !!!!!! SPONSOREN SUCHEN DIE DIE KOSTEN VORLÄUFIG FÜR
SASCHA MÖLDERS & TIMO BRAUER ÜBERNEHMEN !!
-der Neue Ruhrpotttempel ist dann bis zum ende der Saison Aussvekauft
-den Aufstieg feiern
- neue fette Sponsorengelder begrüßen
NUR DER RWE

28.10.2012
21:45
Rot-Weiss entzaubert Spitzenreiter Viktoria Köln und siegt mit 2:1
von 1955 | #1

Ein deutlich positives Zeichen der Mannschaft und des Trainers und ein richtig guter Fingerzeig, was möglich ist!
Wenn hier nachgelegt werden kann, sollte RWE ernsthaft den jetzigen Aufstieg anpeilen!
Nicht kleckern, klotzen ist angesagt, ab jetzt hat jeder Gegner Respekt vor unserer Mannschaft und die steckt voller Selbstvertrauen!
Weiter so und die "Bude" brummt!

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