Nun droht Rot-Weiss Essen der Zwangsabstieg
31.05.2010 | 19:08 Uhr 2010-05-31T19:08:00+0200
Essen.Die Finanzlage des Viertligisten Rot-Weiss Essen ist dramatischer als erwartet: Nun muss der Verein die von der Sparkasse zugesagte Bürgschaft in Höhe von 2,7 Millionen Euro ziehen.
Im März 2009 hat der Rat mit breiter Mehrheit für den Bau eines neuen Stadions für Rot-Weiß-Essen gestimmt. Kosten: 31 Millionen Euro, davon über 20 Millionen Euro aus städtischen Kassen. Zuschauerzahl: Erst 20 000, danach ausbaufähig. Dieser breite Beschluss war allerdings an Bedingungen geknüpft: So sollte sich der Verein „professionelle Strukturen“ verordnen, die Lizenz für die vierte Liga erhalten und rechtsverbindliche Sponsorenzusagen besorgen.
Die Finanzlage des Viertligisten Rot-Weiß Essen hat sich dramatischer als bisher öffentlich erwartet wurde.
Die Kassen für den laufenden Spielbetrieb sind nach Angaben der Führung des Fußballvereins dermaßen leer gefegt, dass RWE nun die für diese Saison zugesagte Bürgschaft der Sparkasse Essen in Höhe von 2,7 Millionen Euro ziehen muss. Gedeckt werden muss eine Liquiditätslücke von 1,3 Millionen plus 650 000 Euro vorgezogener Sponsorengelder. Dies sei nur durch die Bürgschaft möglich.
Diese Inanspruchnahme ist nach Meinung der RWE-Führung auch deshalb notwendig, weil sich Oberbürgermeister Reinhard Paß (SPD) trotz mehrerer Gespräche weiterhin geweigert habe, weiteres Geld aus städtischen Kassen zur Verfügung zu stellen. „Der OB sieht es nicht als gewährleistet an, dass sich etwas in unserem Verein zum Positiven verändert. Dies ist eine politische Entscheidung, die müssen wir respektieren“, sagte Hermes. „Die Zukunft von RWE ist mehr als ungewiss.“
Lizenzerteilung hängt vom DFB ab
Paß hatte bereits Ende April für viele überraschend bei Einbringung des 110-Millionen-Euro schweren Sparpakts im Rat RWE scharf kritisiert. Er mahnte damals die Vereinsführung an, „endlich wieder eine wirksame Sponsorenakquise zu betreiben und nicht länger selbstgefällig darauf zu setzten, dass es die Stadt wieder richten wird. Das wird sie nicht!“ Ihm sei „klar, dass diese Situation damit bedrohlich ist für die Lizenzerteilung der kommenden Liga, oder konkret, unter diesen Bedingungen gibt es keine Lizenz.“ Paß fügte hinzu: „Damit bricht aber auch die Finanzierung des Stadions zusammen.“
Seine Worte stießen damals auf Kritik mehrerer Politiker, darunter auch Ratsleute seiner eigenen Partei.
Tatsächlich steht nun die Lizenzerteilung für RWE auf der Kippe. Es hänge vom DFB ab, wie er nun die neue Lage bewerte und wie viel Geld aus der Bürgschaft er der neuen Saison zurechne, heißt es aus der RWE-Spitze. Damit droht aber der Zwangsabstieg des einstigen Bundesligisten in die fünfte Liga. Auch der Plan eines neuen Stadion wäre damit wohl vom Tisch.
Paß selbst betonte am Montagabend gegenüber der WAZ, Kritik am Verhalten der Stadt Essen sei unangebracht: „Die Stadt hat für RWE in den vergangenen Jahren sehr viel geleistet. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, der Verein anscheinend nicht.“

18:47
Heute hat sich gerächt, dass der Verein seit Jahrzehnten Misswirtschaft mit seinem Kapital (Spieler und Geld) betrieben hat. Denn die Einnahmen waren immer da, das Publikum zählte zu dem treusten im Revier.
Wohin ist das viele Geld verpulvert worden? Andere Vereine mit ähnlichen oder sogar schlechteren Voraussetzungen haben den Spagat von Haben und Nichthaben doch auch geschafft.
Dass die öffentliche Hand und Sponsoren für den Verein keinen Pfifferling mehr hergegeben wollen und können, ist doch in der heutigen Finanzsituation mehr als verständlich. Wie viele Millionen sind im Laufe der Jahrzehnte an Transferleistungen aus dem öffentlichen Säckel in den Verein geflossen!
Nicht nur RWE geht es dreckig, auch der Stadt und ihren vom sozialen Netz der Stadt abhängigen Bürgern. Es wäre unverantwortlich, wenn von den wenigen Steuergeldern auch nur noch ein Cent in den Verein gesteckt werden würde.
Fünfte Liga! Ja und? Kopf hoch! Ist das eine Schande? Andere Vereine spielen auch dort Fußball. Und die kommen offenschtlich mit ihrem spärlichen Budget über die Runden. Und dort liegt für RWE die Chance für einen Neubeginn, die gar nicht schlecht aussieht, wenn die Zuschauer dem Verein die Treue halten. Dazu gehört aber auch ein fähiges, ehrliches Management.
Also, Leute, packts an!
18:25
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22:22
Ich weiß gar nicht was Ihr wollt. Laßt Sie absteigen, Ascheplätze wo ´sich die Spieler warm halten können, haben wir genug in Essen, fragt die Damen der SG Schönnebeck, toll gepflegt von der Stadt !!! Gut genug für die Pfeifen von der Hafenstraße.
22:17
RWE wer ist das schon. Wen kann mann vergessen - Rot weiß Essen !!!
11:44
Super Herr Paß ! Ich ziehe den Hut vor ihrer mutigen und Entscheidung kein Bürgergeld in einen maroden Verein zu pumpen, der sich durch Misswirtschaft und Größenwahn auszeichnet.
Hochmut kommt eben doch vor dem Fall(Absturz).
10:53
Tut mir wirklich leid, aber ich finde die Kommentare einiger Essener Bürger einfach nur peinlich!! Sicherlich sind von Vereinsseite Fehler begangen worden, aber welcher Verein aus der Region schreibt denn tatsächlich schwarze Zahlen? RWE gehört einfach zu Essen!!!... und muss deshalb gerettet werden!!!
16:31
Warum braucht RWE einen Liquiditätsnachweis in dieser Höhe? Andere Vereine müssen nur knapp 900000 auf den Tisch legen. Selbst in der dritten Liga werden keine 2,7 Mio. benötigt. Burghausen hatte in Liga drei einen Etat von 1,6 Mio. Irgendetwas stimmt doch nicht im Mismanagement von RWE!
15:32
Reviersport meldet soeben auf seiner Webseite, dass der DFB die RWE-Bürgschaft NICHT akzeptiert. Jetzt muss ein Lottogewinn her........!
14:18
Natürlich ist Paß kein Umfaller - denn der Ratsbeschluss enthielt Einschränkungen, die jedem bewusst gewesen sein mussten: kein Stadion bei Abstieg, Insolvenz oder einem anderen finanziellen Desaster! Genau das liegt jetzt vor ... und da ist es richtig jetzt den Verein nicht auszulösen.
13:28
ey rofl XD wss gehtn mit euch alter