Neuzugang Leon Binder ist ein weiterer Baustein im RWE-Team

Nimmt die Herausforderung an der Hafenstraße an: Leon Binder kommt vom 1. FC Köln II.
Nimmt die Herausforderung an der Hafenstraße an: Leon Binder kommt vom 1. FC Köln II.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Der Abwehrspieler Leon Binder kommt vom 1. FC Köln II zum Regionalliga-Team Rot-Weiss Essen. Verteidiger Huckle bleibt mindestens bis Saisonende.

Essen.. Auf die Defensive konnten sich die Rot-Weißen zuletzt verlassen. Die Jungs hielten hinten zumeist dicht und waren entscheidend an dem sportlichen Höhenflug beteiligt. Und damit das möglichst so bleibt, hat sich der Spitzenreiter quasi ein bisschen abgesichert und Leon Binder (27) vom Liga-Rivalen 1.FC Köln II verpflichtet. Außerdem wird Linksverteidiger Patrick Huckle (31) mindestens bis zum Ende der Saison an der Hafenstraße bleiben. Er hatte die Option, RWE im Winter zu verlassen. Nun läuft erst einmal alles so weiter, wie es ist. „Wir können uns auch gut vorstellen, über diese Saison hinaus mit ihm zu arbeiten“, sagt Uwe Harttgen. So klingt Zufriedenheit.

Neuverpflichtung Leon Binder war Sportvorstand Uwe Harttgen schon vor längerer Zeit aufgefallen. Und er habe den guten Eindruck immer wieder bestätigt. „Auch in dem Spiel gegen uns.“ Binder sei schnell, kopfball- und zweikampfstark und beidfüßig. „Und er kann in der Defensive nahezu jede Position spielen, dadurch haben wir dort mit ihm eine zusätzliche Option“, erklärt Harttgen. Ein weiterer Baustein also zum intakten, erfolgreichen Team.

Binder besuchte die Jugendakademie von Hertha

Es geht vor allem auch darum, eine gute Alternative mit Erfahrung zu haben, falls Abwehrchef Philipp Zeiger mal ausfallen sollte. Ohne ihn war die RWE-Abwehr längst nicht so sattelfest. „Aber von dieser Verpflichtung soll natürlich die gesamte Mannschaft profitieren“, so der Sportchef. Und klar, Leon Binder soll schon am kommenden Samstag im ersten Testspiel beim Nord-Regionalligisten VfL Wolfsburg II (14 Uhr) spielberechtigt sein.

Zugang Leon Binder ist in Wiesbaden geboren worden. Beim SVG Göttingen meldete ihn sein Vater noch vor der Einschulung an. Der kleine Leon, so eine Anekdote, soll zum ersten Training Skater-Knieschützer mitgebracht haben, weil er noch keine Schienbeinschoner besaß. Die Leidenschaft hat der junge Mann offenbar im Blut. In der Jugend besuchte der Abwehrspieler die Jugendakademie von Hertha BSC. Er hat insgesamt 126 Spiele in der Regionalliga absolviert. In der Saison 2013/14 war er noch für SF Siegen am Ball.

Binder stößt bei RWE auf funktionierende Mannschaft

Der Student (Sport-Management und -Kommunikation) hatte beim 1.FC Köln noch einen Vertrag bis Juni 2016. Der Erstligist kooperierte jedoch bereitwillig, legte Binder keine Steine in den Weg und löste den Vertrag auf. „Das ist auch eine Art von Wertschätzung für den Spieler und zeigt, dass er sich dort immer hundertprozentig eingebracht hat“, findet Uwe Harttgen.

Und das muss sich Binder nun auch bei seinem neuen Arbeitgeber. Was auch der Sportchef andeutet, wenn er sagt: „Leon weiß, dass er zu einer funktionierenden Mannschaft stößt.“

Spekulationen um Essens Wingerter

Zwischenzeugnis Der Neuling wiederum nimmt die Herausforderung Hafenstraße ehrgeizig an. Und: „Der Verein und seine Fans haben mir immer imponiert.“

Spekulationen gibt es unterdessen bei der Personalie Benjamin Wingerter, der noch einen Vertrag bei RWE bis 2016 besitzt, aber in der Planung von Trainer Marc Fascher keine Rolle spielt, weshalb Rot-Weiss den Vertrag auflösen will. Der Mittelfeldspieler wird mit dem Oberligisten ETB in Verbindung gebracht. Dessen Trainer Mircea Onisemiuc wäre wohl auch nicht abgeneigt, obwohl er im Kader größere Probleme sieht als die personelle Besetzung des Mittelfeldes. Und noch ein Gerücht: Auch der Wuppertaler SV soll an Wingerter interessiert sein.