Neues RWE-Stadion endgültig vor dem Aus
20.11.2008 | 13:34 Uhr 2008-11-20T13:34:00+0100
Essen. Regierungspräsident Jürgen Büssow will angesichts der "mehr als beunruhigenden" Verschuldung der Stadt Essen den Finanzierungsplan für einen Neubau des RWE-Stadions nicht tatenlos hinnehmen.
Eine Serie von finanziellen Hiobsbotschaften prasselte am Mittwoch auf Essens Kommunalpolitiker herab. Eine davon kam aus Düsseldorf: Regierungspräsident Jürgen Büssow hat nicht nur den Haushalt mal wieder nicht genehmigt, sondern auch den Finanzierungsplan für den geplanten Neubau des Georg-Melches-Stadions an der Hafenstraße blockiert.
Ein schöner Plan
Es war so ein schöner Plan gewesen, und noch vor drei Wochen hatte eine ganz große Koalition aus CDU, Grünen, SPD und dem Vorstand des Regionalligisten Rot-Weiß Essen gehofft, noch in diesem Jahr den Baubeschluss in trockene Tücher packen zu können.
Die Stadt nimmt die schon von der Bezirksregierung genehmigten 7,5 Mio Euro, verkauft die städtische Immobilie Handelshof für „20 Millionen plus x” (Stadtdirektor Christian Hülsmann), holt noch Sponsoren ins Boot und hat so das Geld zusammen für einen stückweisen Neubau an der Hafenstraße.
Erst eine Westtribüne, dann einen Ersatz für die marode Haupttribüne - und dann weiter sehen. An diesem Projekt und an einer professionellen Neuausrichtung der Vereinsführung hängt die angestrebte Rückkehr in die Zweite Liga, hatte der Sportliche Leiter Thomas Strunz immer wieder betont.
Kreditrahmen wird gekürzt
Den Handelshof-Verkauf kann die Bezirksregierung nicht verhindern, weil er technisch gesehen über ein Tochterunternehmen der Stadt läuft. Weil aber das Engagement ins neue Stadion „weit über den vereinbarten Rahmen von 7,5 Mio € hinaus” gehe, hat Büssow angekündigt: Um die Summe, die aus dem Handelshof-Verkauf ins Stadion-Projekt fließe, werde er den Kreditrahmen der Stadt für 2009 kürzen.
Hülsmann: Trotzdem Chance für Nachverhandlungen
Stadtdirektor Hülsmann sieht trotzdem noch Chancen für Nachverhandlungen. Wohl auch deshalb wollte kein RWE-Verantwortlicher den Vorgang kommentieren.

12:13
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21:53
Bitte unterlassen Sie weitere Beleidigungen! Danke!
21:47
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17:45
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17:19
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16:45
@beobachter,
na jetzt wird`s interessant. Erstmal zu den Zahlen. Wenn schon argumentieren, dann bitte mit korekten Zahlen.
Deshalb einfach mal hier nachsehen:
http://www.derwesten.de/nachrichten/sport/fussball/regionalliga/rwe/2008/4/2/news-34909667/detail.html
Der ganze Stadionneu- bzw umbau soll insgesamt 42 Mio € teuer sein. Und das sind nur Planungszahlen, wer von Bauplanungen Ahnung hat, dem schwant schon, daß es dabei nicht bleiben wird.
Dann mal die Synergieeffekte. Also ich weiß nicht wieviele Mitarbeiter bei der TuP GmbH, dem Aalto Theater, dem Grillo Theater und den anderen städtischen Bühnen in Brot und Arbeit stehen, aber es sollten wohl einige Hundert sein. Die zahlen hier ihre Steuer, nicht alle, aber doch viele werden hier auch leben und in Essen einkaufen.
Ich gehe selbst recht häufig ins Theater und in die Oper. Also ich habe noch nie ein Polizeiaufgebot mit Mannschaftswagen und gepanzerten Einsatzkräften dabei gesehen.
Bei euch allerdings bei jedem Heimspiel und wir sind hier nur in der 4 Liga. Da will man erst gar nicht wissen wie es erst in höheren Ligen aussieht. Soviel Einsatzkräfte gibt es noch nicht mal bei den Bundesligisten hier im Ruhrgebiet. Denn ihr seit ein sogenannter Risiko-Verein mit Problemfans. Hierzu einfach mal den Polizeirechenschaftsbericht NRW mal lesen. Wer bezahlt eigentlich diese Einsätze - euer RWE?
Wer will denn ein Fußballstadion ohne Dach für irgendwelche Events nutzen, bei dem auch der Rasen mühselig abgedeckt und geschützt werden muß, wenn in unmittelbarer Umgebung genügend hervorragende Hallen mit ausreichenden Platzangebot (auch Parkplätze) vorhanden sind?
Ansonsten empfehle ich mal die Bäderstatistik von Essen der letzten Jahre und wir brauchen uns nicht darüber unterhalten, welche Events hier in Essen mehr Zuschauer haben (und zwar ohne Zusatzkosten wie z. B. Polizei und Sanitäter vor Ort).
15:52
@top:
Wenn Sie so geanu auf die Kosten achten und sich so sorgen um die richtige Verteilung von Geldern machen, sollten Sie aber ganz andere Projekte im Auge haben. Wieso werden 42,7 Mio Euro jährlich (!) für die TuP GmbH ausgegeben?? Diese Veranstaltungen werden von ca. 130.000-150.000 Zuschauern besucht. Was sagen da die 585.000 Essener Bürger dazu? Noch mal: 42,7 Mio Euro jährlich für die TuP GmbH! Der Stadionumbau soll einmalig (!) 22 Mio kosten ... RWE erreicht soagr in der 4. Liga 130.000 Zuschauer ... zudem könnte das Stadion für andere Events genutzt werden ... fallt Ihnen was auf?
15:44
Die Stadionpläne sind bei der Essener Bevölkerung so unbeliebt wie ein Krebsgeschwür.
Hier hat sich aber nicht die Vernunft durch gesetz, sondern das bald mal wieder Wahlen anstehen.
Ich habe aus Fachkreisen gehört das der Sängerbund Altenessen dafür ersatzweise ein eigens Oberhaus für vermutlich 60 Millionen € erhält.
Ihr viertklässler.
14:59
Ich Frage mich nur warum H. Büssow sich erst jetzt zu Wort meldet. In den letzten Wochen hörten wir Fans immer etwas Neues von der Stadt Essen bzw. von RWE: Stadion wird gebaut, Stadion wird renoviert oder aus Stahlrohren gebaut. Die verantwortlichen Politiker der Stadt machen sogar noch eine Lustreise nach Wehen-Wiesbaden und sehen sich das dortige neue Stadion an. Dann kommt ein Beamter (H. Büssow) und läßt im letzten Moment die Katze aus dem Sack. Warum werden alle RWE-Fans für blöd gehalten???
Ach so, eine Frage habe ich noch: Was macht ein Beamter (H.Büssow) wenn er in der Nase bohrt ?
Antwort: Er holt das Letzte aus sich raus!
Stadt Essen, NRW, Großindustrie in Essen schlaft weiter.....