Neuer RWE-Trainer heißt Peter Hyballa
14.04.2010 | 22:32 Uhr 2010-04-14T22:32:00+0200
Essen.Die Trainerfrage bei Rot-Weiß Essen ist beantwortet. Auch wenn der RWE-Vorstand das am Mittwoch bei der Pressekonferenz zum Regionalliga-Spiel am Freitag bei Preußen Münster (19 Uhr) nicht bestätigen oder kommentieren wollte.
Weil die „Verhandlungen noch nicht abgeschlossen“ seien, wie Vorstandsmitglied Thomas Hermes betonte. Heute, nur 24 Stunden danach, lädt Rot-Weiß aber um 14 Uhr schon wieder zu einer Pressekonferenz. Hermes dazu: „Wir hoffen, dann einen Trainer präsentieren zu können.“
Die Informationen sprudelten aber in den vergangenen Tagen so fröhlich durch die undichten Stellen an der Hafenstraße und trugen dabei die Botschaft ins Land: Neuer Trainer wird demnach Peter Hyballa (34), zuletzt in der A-Junioren-Bundesliga bei Borussia Dortmund auf der Bank. Und der Sportliche Leiter heißt Herman Andreev (44), der den SV Babelsberg 2001 als RWE-Konkurrent in die 2.Bundesliga führte.
Als gestern Thomas Hermes und Geschäftsführer Kai Stütz mit den (Noch-)Trainern Ralf Aussem und Uwe Erkenbrecher zur Pressekonferenz im Medienzentrum des Georg-Melches-Stadions erschienen, war allen klar, dass es noch etwas Außergewöhnliches zu verkünden gab. Hermes verlas dann vom Blatt die offizielle Stellungnahme des Klubs: „Der Vorstand von Rot-Weiß Essen hat einstimmig entschieden, die aus der Not geborene, deutschlandweit einmalige und von Anfang an nicht langfristig vorgesehene Arbeit mit zwei gleichberechtigten Trainern in der kommenden Saison nicht fortzusetzen, sondern am 30. Juni zu beenden.“
Den Journalisten war es aufgrund der Quellen nicht ganz neu, was sie da hörten. Und auch Erkenbrecher und Aussem waren bereits eingeweiht worden. Offiziell allerdings erst am Mittwochmorgen.
„Wir waren am späten Abend zuvor auf dem Heimweg aus Lotte, wo wir das Spiel gegen Verl beobachtet haben, als uns ein Spieler anrief, der die Entscheidung des Klubs gerade im Videotext gelesen hatte“, erzählte Ralf Aussem. Peinlich, peinlich. „Ich weiß, wir leben in einer Mediengesellschaft. Aber die im Vorstand abgesprochene Vorgehensweise ist leider nicht eingehalten worden. Und für diese Indiskretion möchte ich mich auch ausdrücklich entschuldigen“, sagte Hermes, dem die Angelegenheit doch spürbar unangenehm war.
Überraschend ist die Entscheidung nicht, denn schon der Vorstandsvorsitzende Stefan Meutsch hatte gegenüber dieser Zeitung die Arbeit der beiden zwar gewürdigt, aber kein Bekenntnis abgelegt. Aber von einem grundlegenden Neuanfang gesprochen. Weil auch bis Anfang dieser Woche RWE nicht mit den beiden Fußball-Lehrern über eine mögliche Vertragsverlängerung gesprochen worden war, durfte man getrost davon ausgehen, dass sich die Wege trennen würden.
Teil zwei der offiziellen Stellungnahme der Rot-Weißen liefert die Begründung: „Herr Erkenbrecher und Herr Aussem haben durch ihre gute und von hohem Einsatz geprägte Arbeit unsere Mannschaft vom unteren Drittel in das obere Drittel der Tabelle geführt. Die Zusammenarbeit als gleichberechtigte Trainer ist nach Überzeugung des Vorstands aufgrund der geführten Gespräche jedoch nicht störungsfrei erfolgt, dass diese über das Saisonende hinaus eine Zukunft haben könnte.“
Aussem und Erkenbrecher nahmen die Trennung nach außen hin gelassen, eben professionell. Nur die Begründung fanden sie doch etwas befremdlich. „Wir stehen beide in der Verantwortung und natürlich hat jeder von uns auch seine eigenen Vorstellungen“, sagt Aussem. Aber zumindest nach außen habe man immer eine einheitliche Linie vertreten. „Und dass die Zusammenarbeit von Anfang an nicht langfristig vorgesehen war, höre ich auch zum ersten Mal“, meinte Erkenbrecher. Beide wären gern geblieben. Zumal sie vor drei Wochen noch ein sportliches Konzept vorgelegt hatten.
Hyballa und Andreev im Kurzporträt
Dass Trainer Peter Hyballa eine neue sportliche Herausforderung sucht, hat er bereits im März wissen lassen. Nach drei erfolgreichen Jahren wird der 34-jährige Fußball-Lehrer ein Jahr früher als geplant Borussia Dortmund verlassen. Dort hatte Hyballa mit den A-Junioren 2007 in seinem ersten Jahr den Westfalenpokal gewonnen und führte die Mannschaft in der zweiten Saison ins DFB-Pokalfinale sowie zur deutschen Vize-Meisterschaft. Unter anderem wurde Hyballa in Gerüchten auch bei Mainz 05 II und Preußen Münster gehandelt.
Der (designierte) Essener Sportliche Leiter Herman Andreev besitzt ebenfalls die Fußball-Lehrer-Lizenz. Der 44-jährige Russe war vor Jahren schon mal als Trainer an der Hafenstraße im Gespräch. Andreev besitzt in Babelsberg gewissermaßen Kultstatus, weil er den Klub 2001 mit einem relativ bescheidenen Etat von 4,3 Millionen DM in die 2. Bundesliga führte.

19:55
Warum Hyballa ????????????????
Weil der Gute leider, wie im Namen bereits verankert, Balla Balla ist, ansonsten würde er sich das doch nicht antun.
Aber trotzdem viel Glück dem neuen Trainer, er wird es brauchen..................
04:53
Das zeigt doch nur, wie marode allein die Haupttribüne ist. Da muss man sich nicht mehr mit der Kaffeetasse an die Wand stellen, um ein geheimes Gespräch zu belauschen. Es reicht vollkommen, sich auf der Toilette ein Ohr zuzuhalten.
Wenn ich bloß wüsste, wo man die gute alte Vortribüne aus den 70´ern eingelagert hat.
A3ver
23:30
Man kann es auch comedianmäßig ausdrücken:
Elvis wird neuer Trainer bei RWE und ein Russe leitet das Theater!
Der Vorstand - eigentlich eine Beleidigung aller guten Vorstände, wenn man den RWE-Vorstand als solchen bezeichnet - hat mal halbwegs eine fußballerische Erkenntnis und meint auf den Tuchel-Effekt zu setzen. Nur hat der Tuchel eine ganz andere Vita, größere Erfolge und eine ganz andere Trainerschule hinter sich. Und was genau so wichtig ist, einen anderen Vorstand und sportlichen Leiter!
22:33
wenn man die kommentare zusammenfasst,sieht das so aus:der trümmerhaufen wird immer grösser.
22:12
Wieder einer der sich in Essen ausprobieren will weil es woanders nicht so funktionierte.Typisch RWE holt nur Leute die über den Verein ins Rampenlicht kommen weil es sonst nicht klappt.Alles Leute die nicht mit dem Herz an den Verein hängen und nur ein Sprungbrett brauchen.
19:56
Hyballa und Andreev im Kurzporträt
Na, das ist aber wirklich kurz.....
Haben ja beide schon richtig tollen Erfolge verbuchen können.
Das schöne an dem Haufen hier ist das wir alle Froh sind das die Saison vorbei ist und uns schon wieder auf die neue Saison freuen,,,leider gehe ich davon aus das es auch in der kommende Saison wieder mehr zu MECKERN als zu Jubeln geben wird . . . . .
17:50
Ja was sollen wir auch mit 2 Trainer.Mir war das klar das die nicht bleiben würden.Und finde es gut das der Vorstand sich so entschieden hat.Den nur so kann ein richtiger Neuanfang laufen.Den es ist ja noch von Strunz Altlast ne.Den spielerisch hat mich kein Spiel von den 2 überzeugt da nützen auch nicht die vielen Punkte die sie mal holten.Neue Saison neues Glück mit neue junge Wilde auf gehts mein RWE!!!!!!!
11:41
# 22
Internetseite RWE, Fans, unter jawattdenn!!!
10:09
#8: Genau so ist es!!!
#19: wo kann man das Interview lesen??
20:11
Das Erkenbrecher und Außem am Ende der Saison abgelöst werden war ja wohl schon lange klar. 2 gleichberechtigte Trainer und kein sportlicher Leiter, wohl einmalig in Deutschland. Ein neuer 5-jahresplan sollte jetzt aufgestellt werden. Ziel bis 2015 heißt 3.Liga. So lange wird man wohl brauchen um das Porzellan das man seit 2005 zerschlagen hat wieder zu kitten.
Aber dennoch eine richtige Entscheidung.