Nachbarschaftstreffen in Vogelheim
29.01.2010 | 21:33 Uhr 2010-01-29T21:33:00+0100
Essen.In Vogelheim fiebern sie schon seit langem dem heutigen Samstag (15 Uhr) entgegen. Zur offiziellen Einweihung des Kunstrasenplatzes auf der Sportanlage am Lichtenhorst erwartet der Vogelheimer SV die Rot-Weißen von der Hafenstraße.
Rund 1000 Zuschauer erhoffen sich die Gastgeber zu diesem Nachbarschaftstreffen, für das sie sich schon vorher mächtig ins Zeug gelegt haben. „Die Spieler, ja selbst die Vorstandsmitglieder haben drei Tage lang den Schnee vom Rasen geräumt“, sagt VSV-Pressesprecher Detlef Schliffke. „Ansonsten hätte das Spiel aufgrund der Schneefälle wohl nicht stattfinden können.“
Die Rot-Weißen haben das Geläuf bereits am Freitag schon einmal getestet und eine Trainingseinheit absolviert. Und die Fans sind nun gespannt: Was kann Rot-Weiß leisten ohne seinen Torjäger Sascha Mölders, der sozusagen über Nacht zum Zweitligisten FSV Frankfurt gewechselt ist (wir berichteten)?
Die RWE-Trainer Ralf Aussem und Uwe Erkenbrecher stärken ihrem Team demonstrativ den Rücken. „Der Wechsel von Sascha ist auch eine große Chance für andere Spieler, sich jetzt mehr zu zeigen“, sagt Erkenbrecher. Natürlich schmerzt ein solcher Verlust, denn zweifelsohne war Mölders ein Ausnahmekönner beim Viertligisten. „Wir haben aber genügend Spieler im Kader, die in der Lage sind, diese Lücke zu schließen“, ergänzt Aussem. Der junge Sebastian Stachnik beispielsweise hat nun wieder eine Chance, seine Stammposition besetzen zu können. Beim 1.FC Kaiserslautern II erzielte er als Mittelstürmer in der vergangenen Saison immerhin auch 16 Tore. In Essen musste sich Stachnik aber wegen Mölders auf eine andere Rolle einstellen, was ihm zumindest bei den letzten Auftritten ebenfalls ganz gut gelang.
Für den Anhang wird es gewissermaßen auch ein Neuanfang sein. Die Skeptiker unter den Fans glauben, dass RWE jetzt gar nichts mehr auf die Reihe bekommen wird. Aber nicht wenige meinen dagegen, dass die Mannschaft nun vielleicht taktisch sogar etwas variabler aufspielen könne, denn die Offensive war ja durchaus auf die Person Mölders abgestimmt.
Sebastian Zinke, Dirk Caspers und Marcel Stiepermann (alle Sehnenreizung) werden heute nicht auflaufen. Dafür werden sich die Neuen Bendovskyi, Ouedraogo und Chitsulo erstmals in Essen vorstellen. Nach seiner Leisten-OP macht Robert Mainka kleine Genesungsfortschritte. Er hat mit leichtem Lauftraining begonnen.

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