Kamil Bednarski bleibt bei Rot-Weiss Essen die Seuche treu

Einsatz schon wieder gefährdet: Kamil Bednarski .
Einsatz schon wieder gefährdet: Kamil Bednarski .
Foto: Thorsten Tillmann
  • Nach überstandener Handverletzung leidet der Stürmer nun unter einem grippalen Infekt.
  • Auch Torhüter Niclas Heimann ist für die Auswärtspartie am Freitag in Siegen sehr fraglich.
  • RWE-Trainer Sven Demandt erwartet abstiegsbedrohte Gastgeber, die sich einigeln werden.

Essen.. Der zweifelhafte Titel „Pechvogel des Jahres“ ist Kamil Bednarski kaum noch zu nehmen. Kaum waren die Fäden nach seiner Hand-OP gezogen, fällt der Angreifer von Rot-Weiss Essen in dieser Trainingswoche schon wieder aus. Nun hat den 31-Jährigen ein grippaler Infekt niedergestreckt. „Ärgerlich für uns, aber vor allem für Kamil, so kriegt er natürlich keinen Rhythmus hin“, bedauert Sven Demandt. So ganz hat der RWE-Coach seinen Stürmer für die Freitagpartie bei Sportfreunde Siegen (19.30 Uhr, Leimbachstadion) aber noch nicht abgeschrieben: „Es wird leicht besser, vielleicht ist er im Abschlusstraining wieder dabei.“

Das sind neben den Langzeitverletzten noch nicht alle Sorgen. Auch Torhüter Niclas Heimann war nach dem Köln-Spiel auf dem Trainingsgelände nicht mehr gesichtet, die Nummer eins plagt sich mit Oberschenkel-Problemen herum. „Aber das wird uns keine Bauchschmerzen bereiten, wir haben zwei richtig gute Jungs auf der Position“, hat Demandt vollstes Vertrauen in Ersatzmann Robin Heller.

Alle einsatzfähigen Spieler wollen den Schwung vom 5:2-Sieg gegen Köln natürlich mit ins Siegerland nehmen. Der Trainer bescheinigte seinem Team jedenfalls eine sehr gute Einheit, vor allem die Stürmer Marcel Platzek und Roussel Ngankam würden nach ihren Doppelpacks mit breiter Brust auftreten. „Als ehemaliger Stürmer weiß ich das noch, wenn man trifft, hat man ein ganz anderes Gefühl, besonders bei Roussel konnte man es gestern deutlich sehen“, berichtet Demandt.

Siegen hat bislang die meisten Gegentore kassiert

Gute Voraussetzungen für das Spiel auf sicherlich tiefem Geläuf im Leimbachstadion, zumal Gastgeber Siegen bislang die meisten Gegentore (35) in der Liga kassiert hat. Der Trainer hat sie gegen Viktoria Köln und zuletzt bei Fortuna Düsseldorf (2:2) live beobachten können und weiß, was auf die Rot-Weissen zukommt. Auch wenn der Abstand zu den sicheren Plätzen für den Aufsteiger schon angewachsen ist, hat sich die Mannschaft von Trainer Thorsten Seibert noch längst nicht aufgegeben, obwohl dieser sagt: „Es wäre ein Wunder, wenn wir den Klassenerhalt noch schaffen.“

Die Gäste erwarten einen Gegner, der sich in der eigenen Hälfte einigeln wird, um dann mit seinem schnellen Umschaltspiel zum Erfolg zu kommen. Da wird neben dem schon gegen Köln in Ansätzen gezeigten guten Flügelspiel auch eine gehörige Portion Geduld von Nöten sein. Und das Vermeiden von Standards, besonders von Elfmetern gegen das eigene Team.

Demandt hatte da eine erstaunliche Statistik parat: „Unsere fünf Elfmeter gegen uns haben wir alle zu Hause kassiert. Und es waren fünf verschiedene Spieler. Wäre es ein und derselbe, könnte man ihn rausnehmen.“ Mit Erklärungen tut sich der RWE-Trainer schon schwerer: „Vielleicht liegt daheim ein gewisser Übereifer vor, da müssen wir uns einfach cleverer anstellen.“ Auch hier braucht es den Lernprozess.

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