Hauptsache gewonnen - RWE schlägt Bochum II mit 1:0

Rot-Weiss musste malochen: Sven Kreyer (RWE) gegen Norman Jakubowski (VfL Bochum).
Rot-Weiss musste malochen: Sven Kreyer (RWE) gegen Norman Jakubowski (VfL Bochum).
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Mit großer Mühe erkämpfte sich Rot-Weiss Essen den knappen Erfolg gegen die Bochumer Reserve. Tim Hermes erzielt das Tor des Tages.

Essen.. Die Rot-Weißen haben gewonnen. Keinen Schönheitspreis, aber drei Punkte. Hauptsache. Und damit ist der Tabellenzweite nach dem 0:1-Strauchler am vergangenen Wochenende beim Top-Duell in Aachen wieder in der Spur - zumindest was das Ergebnis betrifft. „Es war ein Arbeitssieg“, atmete RWE-Trainer Marc Fascher nach dem Schlusspfiff auf. Aber verdient war er allemal, auch wenn VfL-Kollege Dimitrios Grammozis von einem „ganz bitteren Abend“ für seine Mannschaft sprach.

Die Ausgangslage für Rot-Weiss Essen war eindeutig. Alle Welt, zumindest die rot-weiße, erwartete den ersten Sieg im neuen Jahr gegen diesen Gegner aus dem Tabellenkeller. Doch so einfach ist das alles nicht, was der Favorit im Laufe der mitunter zähen 90 Minuten feststellen musste.

Trainer Fascher hatte angekündigt, dass er sein Personal etwas durchmischen würde. Gesagt, getan. Leon Binder bezog Posten in der Innenverteidigung für den gesperrten Weber. Außerdem stand Tobias Steffen für Hermes in der Startelf und Winterverpflichtung Björn Kluft kam zum Pflichtspiel-Debüt. Er ersetzte Marwin Studtrucker. Reizpunkte wollte Fascher setzen und hatte sich dadurch wohl auch neue Impulse erhofft. Vor allem sollte sein Team diesmal mehr Chancen herausspielen als zuletzt auf dem Tivoli. So richtig geklappt hat das aber nicht.

RWE tat sich schwer. So forsch wie anfangs in Aachen waren die Essener Aktionen bei weitem nicht. Es war kein leichtfüßiger Sturmlauf, der Spaß vermittelte, sondern der Tabellenzweite musste malochen.

Bochums Defensive steht kompakt

VfL-Trainer Dimitrios Grammozis hatte für die Defensive viel im taktischen Bereich gearbeitet. Und es funktionierte. Zwei Viererketten, ein Sechser dazwischen - gegen die disziplinierten und aufmerksamen Gäste war es für den Hausherrn äußerst mühevoll, den Schlüssel zu finden.

Verlosung Die Rot-Weißen waren überlegen, hatten mehr Ballbesitz, aber nur selten wirkte das Spiel ideenreich und zwingend.Einige wenige vage Chancen ergaben sich dennoch. Die beste besaß Philipp Zeiger, der nach einer Ecke den Ball über das Tor köpfte (20.). Klasse auch die Szene von Sven Kreyer. Der ließ Niepsuj aussteigen, fackelte nicht lange und zwang VfL-Keeper Dornebusch aus 20 Metern zu einer schönen Flugeinlage (32.). Bochum hatte nur annähernd eine gefährliche Szene in Hälfte eins, als Steffen sich verschätzte, Niepsuj dahinter aber nichts daraus machte (26.).

Fascher hat gutes Händchen

Mitte der zweiten Hälfte wechselte Fascher: Kluft und Steffen raus, Studtrucker und Hermes rein. Es sollte sich lohnen. Die Offensive bekam die zweite Luft, Studtrucker hatte im schönen Zusammenspiel mit Kreyer , der merklich agiler wurde, die erste Chance (69.), die Dornebusch mit dem Fuß klärte. Gegen die ehemaligen Kollege wurde Kreyer nun zum auffälligsten Akteur auf dem Rasen. Er legte maßgerecht für Tim Hermes auf, der aus 14 Metern stramm zum 1:0 vollendete. Die Erlösung.

Dass der gerade eben eingewechselte Bochumer Brümmer nach einer Rangelei mit Daniel Grebe Rot sah, ließ die Hoffnungen der Bochumer gänzlich schwinden. Obwohl: Laurynas Kulikas verzog nur knapp (85.). Pech, aber der Ausgleich wäre für den VfL doch sehr glücklich gewesen.

  • Rot-Weiss Essen - VfL Bochum II 1:0 (0:0)

  • RWE: Heimann - Dombrowka, Zeiger, Binder, Huckle - Kluft (63. Studtrucker), Grebe, Baier, Steffen (63.Hermes) - Platzek (77.Freiberger), Kreyer.

  • Schiedsrichter: Siewer (Drolshagen).

  • Zuschauer: 7214.

  • Tore: 1:0 Hermes (71.).

  • Bes. Vorkommnis: Rot gegen Brümmer (VfL - 81.Tätlichkeit).