Harte Prüfung für Rot-Weiss beim 1:0-Sieg gegen Auf-Asche-Elf

Verbissene Zweikämpfe: Emrah Cinar (vorn, Auf Asche) gegen Iyad Al Khalaf (RWE).
Verbissene Zweikämpfe: Emrah Cinar (vorn, Auf Asche) gegen Iyad Al Khalaf (RWE).
Foto: WAZ FotoPool

RWE gewinnt Traditionsspiel

Vor 2700 Zuschauern gewinnt Rot-Weiss Essen mit 1:0 gegen die "Auf Asche"-Top-Elf. Für RWE war das Spiel gegen die Amateur-Auswahl eine harte Prüfung.
Sa, 04.07.2015, 16.25 Uhr

Vor 2700 Zuschauern gewinnt Rot-Weiss Essen mit 1:0 gegen die "Auf Asche"-Top-Elf. Für RWE war das Spiel gegen die Amateur-Auswahl eine harte Prüfung.

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Fußball-Regionalligist Rot-Weiss Essen tat sich schwer gegen die tapfere Auf-Asche-Stadtauswahl, gewann aber verdient mit 1:0 (1:0) durch einen Treffer von Tobias Steffen. 2700 Zuschauer sahen das Traditionsspiel an der Bäuminghausstraße.

Essen.. Wenn sich die Rot-Weissen im Sommer auf die Saison vorbereiten, werden sie seit Jahren herausgefordert von der Auf-Asche-Elf, einer Stadtauswahl mit ehrgeizigen Amateurfußballern. Die wissen auch, wie man mit der Kugel umgeht. Und weil die per Internet-Voting ausgesuchten Jungs auch noch ganz viel Leidenschaft mitbringen, hat es der Favorit von der Hafenstraße mitunter schon richtig schwer gehabt. Wie am Freitag an der Bäuminghausstraße beim fraglos verdienten, aber knappen 1:0 (1:0)-Sieg.

„Das ist kein Jux-Spiel“, hatte RWE-Trainer Jan Siewert vor dem Anpfiff klargestellt. Er selbst fehlte entschuldigt, weil er in der Heimat den Bund der Ehe schloss. Für ihn coachte Co-Trainer Stefan Lorenz. Und für die Spieler war das wirklich kein Vergnügen, sondern eher eine Belastungsprobe, die viel Energie und Willenskraft einforderte. Bei über 30 Grad Celsius dem Ball hinterherzujagen, das ist schon ziemlich happig. Und umso mehr muss man die Auf-Asche-Elf bewundern, denn in ihren Klubs haben diese Spieler das Training noch gar nicht erst wieder aufgenommen. Tapfer stellten sie sich dem Konkurrenten in den Weg und versuchten, gut auszusehen. Und alle Achtung, es gelang ihnen.

In den ersten 25 Minuten machte es die Auswahl von Trainer Dirk Tönnies und Damian Apfeld richtig gut. Sie ärgerten den Favoriten, störten immer wieder erfolgreich und ließen erst gar keine gegnerischen Angriffswellen zu, die sie hätten überspülen können. Die erste Chance vor beachtlichen 2700 Zuschauern hatten sogar die Amateure. Marc Enger, der künftig für den Landesligisten ESC Rellinghausen stürmt, narrte Philipp Zeiger, schoss aber über das Tor (15.).

Zeiger, der mit Neuzugang Gino Windmüller einen guten Defensivblock bildete, hatte wiederum die erste Einschussmöglichkeit (19.) für RWE, doch seinen Ball schlug Kirill Naoumov von der Torlinie.

Allerdings hatte der Viertligist das Geschehen auf dem Rasen, auf dem sie während der Woche fleißig trainiert hatten, fortan im Griff. Die Rot-Weissen hatten, was niemanden überraschte, mehr Ballbesitz, die besseren Zweikampfquote, nur an spielerischer Eleganz und Zielstrebigkeit fehlte es noch. Was zu diesem frühen Zeitpunkt der Vorbereitung nun wirklich keine Aussagekraft hat.

Also fiel das Tor des Tages auf die individuelle Art. Auf-Asche-Kapitän Matthias Bloch hatte einmal nicht aufgepasst und ungünstig gegen Marcel Platzek gestanden. Schon sprintete der Torjäger auf und davon, die flache Hereingabe verwertete Tobias Steffen zum 1:0.

Auf der rechten Seite hatte der nunmehr offensive und pfeilschnelle Cokkosan zwei recht gute Möglichkeiten, einmal machte er es nichtganz so gut, beim zweiten Mal, als er allein auf Torwart Justin Lafelder zulief, machte es der Keeper glänzend und vereitelte das 2:0 (39.).Pause.

Rot-Weiss brachte die zwei Elf, bei der Gastspieler Kasim Rabihic (1860 München II) sogar die Kapitänsbinde von Benjamin Baier übernehmen durfte. Als Marwin Studtrucker umknickte, musste noch einmal Vojno Jesic ran (55.). Auffällig wurden aber vor allem Neuverpflichtung Kevin Behrends und Rückkehrer Cebio Soukou, der ein, zwei mal seinen unwiderstehlichen Zug zum Tor andeutete. RWE hatte Chancen - aber auch etwas Dusel, als der Schiedsrichter nach einer Aktion von Binder nicht auf den Elfmeterpunkt zeigte.