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Grund zum Jubeln für RWE

22.01.2012 | 20:48 Uhr
Grund zum Jubeln für RWE
Rot-Weiss jubelt über den zweiten Auswärtssieg. Michael Gohl / WAZ FotoPool

Mainz.Die Rot-Weißen frohlocken, der Start in die Rückrunde ist geglückt. Wie im Hinspiel besiegten sie den FSV Mainz 05 II mit 2:1. Und ein weiterer Blick zurück in die jüngere Vergangenheit zeigt, dass RWE nunmehr vier der letzten fünf Regionalliga-Partien gewonnen hat. Die Leistungskurve, die vor der Winterpause beim Auftritt gegen Fortuna Köln in den Keller gesackt war, zeigt nun jedenfalls wieder nach oben. „Ich habe das Spiel in Köln nicht vergessen, aber insgesamt zeigen die Erfolge, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagt RWE-Trainer Waldemar Wrobel.

Und es zeugt auch von gesundem Selbstbewusstsein, dass RWE gerade in den letzten Minuten beim Stand von 1:1 noch einmal aufs Gaspedal trat. Leon Enzmann erzwang eine Minute vor Schluss schließlich den entscheidenden Eckball. Die Mainzer Deckung hatte scheinbar schon abgeschaltet, so dass Kevin Grund aus dem Gewühl heraus den Ball über die Linie schieben konnte. Wie beim ersten Auswärtssieg der Saison in Dortmund brachte ein Eckball den Dreier. In Dortmund in der Nachspielzeit, in Mainz in der 89. Minute. „Ich würde zwar von einem glücklichen, aber auch verdienten Sieg sprechen“, fand Wrobel. „Denn gemessen an den klaren Chancen lagen wir vorn.“

Koep staubt zum 1:1 ab

Vor allem in Hälfte eins war das der Fall. Schon nach knapp einer Viertelstunde jubelten die Essener. Nach einer Ecke verzog Markus Heppke frei stehend, doch Vincent Wagner verlängerte den Ball ins Netz. Abseits. Zu früh gefreut. RWE machte Druck, Mainz das Tor. Nach einem Freistoß köpfte Manuel Schneider ein zum 1:0. Etwas glücklich, was auch der Mainzer Coach in seiner Analyse durchaus berücksichtigte: „Die erste Halbzeit war größtenteils schlecht. Die zweite Hälfte entsprach schon eher dem, was wir trainiert haben und zeigen wollten“, sagte Martin Schmidt.

Gleichwohl schlugen nun die Gäste zu, obwohl sie weniger Ballbesitz hatten. „Aber wir haben kaum Chancen zugelassen“, betont Wrobel. Und genau an dieser Kompaktheit hatte er in der Vorbereitung mit seiner Mannschaft gearbeitet. „Mit der Laufleistung, der Ordnung und der Organisation bin ich heute absolut zufrieden.“

Und sein Team kämpfte. Holger Lemke legte zurück auf den starken Kerim Avici. Der zog einfach mal aus der Distanz ab. Hart und platziert, so dass FSV-Keeper Mathenia nur abklatschen konnte. Benedikt Koep war zu Stelle und staubte ab zum 1:1.

Mainz drängte, doch RWE hielt dicht. Und antwortete schließlich mit dem erfolgreichen Schlussspurt. „Das war ein rundum ansehnlicher Auftritt“, lobte Waldemar Wrobel die Gesamtleistung. Niemand sei abgefallen, aber sehr wohl aufgefallen. Zum Beispiel Kerim Avci, der in der Startelf war und seine Chance nutzte. „Er hat eine hervorragende Vorbereitung gespielt und heute nahtlos daran angeknüpft“, fand Wrobel, der für das Heimspiel am Samstag gegen den 1.FC Köln II wieder eine Alternative für die Innenverteidigung suchen muss, denn Wagner ist nach der fünften Gelben Karte gesperrt.

Mainz 05 II - RWE 1:2 (1:0)

Rot-Weiss: Lamczyk – Lehmann, Denker (67. Jasmund), Wagner, Grund - Brauer, Heppke - Koep (72. Lenz), Avci, Lemke - Kaya (65. Enzmann).

Schiedsrichter: Thomas Stein (Homburg). Zuschauer: 750

Tore: 1:0 Schneider (37.), 1:1 Koep (51.), 1:2 Grund (89.)

Rolf Hantel

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