Geburtstagskind Binder hat Verständnis für RWE-Fanboykott

Die Mannschaft beschenkte Geburtstagskind Leon Binder gegen Verl mit drei Punkten.
Die Mannschaft beschenkte Geburtstagskind Leon Binder gegen Verl mit drei Punkten.
Foto: Michael Gohl / FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
  • In den letzten Wochen gehörte Leon Binder nicht zum festen Stamm bei Rot-Weiss Essen.
  • Beim 1:0-Sieg gegen Verl konnte er dem Druck standhalten.
  • Auch der Fan-Boykott machte dem 29-Jährigen nicht sonderlich zu schaffen.

Essen.. Zuletzt durfte Leon Binder schon beim 0:1 von Rot-Weiss Essen in Düsseldorf durchspielen, gegen den SC Verl folgten die zweiten 90 Minuten am Stück. Mit Sicherheit die richtige Entscheidung, denn Partien wie gegen den SC Verl sind wie gemacht für den Kämpfer, der zudem am Donnerstag noch seinen 29. Geburtstag feierte.

Binder: "Das war ein wichtiger Sieg, der Druck war groß"

Die Mannschaft beschenkte ihn mit drei Punkten, RWE ist damit zunächst wieder runter von den Abstiegsplätzen. Der 29-Jährige betonte nach dem Abpfiff: "Das war ein wichtiger Sieg, der Druck war groß. Scheinbar können wir damit umgehen. Wir werden den Erfolg jetzt kurz genießen, dann richten wir die ganze Konzentration auf den Montag."

Fan-Protest Doch zuvor musste noch um das Drumherum der Verl-Partie thematisiert werden. Schließlich war es keine normale Woche, die hinter den Essenern lag. Nach der Niederlage in Düsseldorf hatten Teile der Ultras genug und kündigten einen Boykott des Verl-Spiels an und zogen den auch durch. Keiner wusste genau, was auf die Mannschaft von Trainer Jan Siewert zukommen würde.

Binder machte das im Vorfeld keine großen Sorgen, wie er berichtete: "Jeder macht das mit sich selber aus. Ich bin schon ein paar Jahre dabei und nicht erst 20 geworden. Von daher konnte ich damit umgehen, für mich war das eine Begegnung wie jede andere auch. Wir kennen Verl, das sind immer dreckige Spiele, wo du viel rennen und kämpfen musst. Wenn das Läuferische stimmt und wir die paar Meter, die wir zuletzt haben vermissen lassen, gehen, dann gewinnen wir auch wieder."