Die nächste RWE-Generation will durchstarten

Lässt sich auch vom Gladbacher Fabian Johnson nicht wegdrängen: Essens Nachwuchstalent Haymenn Boh Traore (links).
Lässt sich auch vom Gladbacher Fabian Johnson nicht wegdrängen: Essens Nachwuchstalent Haymenn Boh Traore (links).
Foto: imago/Revierfoto
Was wir bereits wissen
Vier U19-Spieler durften schon hineinschnuppern. Mit Torjäger Kempes Waldemar Tekiela wartet das nächste große Talent auf seinen Einsatz in der ersten Mannschaft.

Essen.. Nach dem Testspiel gegen Borussia Mönchengladbach saßen Haymenn Boh-Traore und Nico Lucas im VIP-Bereich zwar ein bisschen abseits von ihren älteren Mannschaftskameraden, aber im Spiel waren sie doch näher an ungewohntes Terrain herangerückt. Fußball-Regionalligist Rot-Weiss Essen nutzt die Vorbereitungszeit auf die Rückrunde auch dazu, die nächste Generation behutsam an höhere Aufgaben heranzuführen.

Was in der Nachwuchsabteilung heranwächst, lässt für die Zukunft hoffen: In Wolfsburg durften schon Emre Demircan und Alpay Cin zeigen, welche Qualitäten in der hauseigenen U19 schlummern, nun folgten gegen den Bundesligisten die nächsten beiden Kandidaten.

Und was das Schöne ist: Alle vier Spieler gehören noch zum Jungjahrgang, können also noch ein weiteres Jahr im ältesten Jugendteam heranreifen. Mittendrin ihr Trainer Jürgen Lucas, der natürlich mächtig stolz auf seine Schützlinge ist: „Die Abstimmung mit Trainer Marc Fascher klappt ganz hervorragend, diese Einsätze haben sich die Jungs hart erarbeitet, und es ist gleichzeitig ein Ansporn für die anderen, es ihnen gleichzutun.“

Meisterschaft hat Priorität für den Nachwuchs

Testspiel Natürlich, und auch das betont der U19-Coach ganz deutlich, habe die Meisterschaft in der Niederrheinliga absolute Priorität: „RWO war und ist unser großer Mitkonkurrent. Auch wenn wir uns ein kleines Polster erspielt haben, sind wir längst noch nicht am Ziel.“ Der Aufstieg ist für die Nachwuchsabteilung überlebenswichtig, will man doch in der A-Jugend-Bundesliga in hochklassigen Duellen mit Schalke, BVB oder Mönchengladbach den Sprung der rot-weissen Talente in den Seniorenbereich möglichst erträglich machen. Wobei sich das Kronjuwel oben bei den Senioren noch gar nicht präsentieren konnte: Kempes Waldemar Tekiela (17) hat es in nur sieben Pflichtspielen auf stattliche 12 Saisontore gebracht, ehe ihn eine Schambeinverletzung außer Gefecht setzte. Nun soll er wieder ins Training einsteigen.