Essen

Aussage bei „Lanz“: Warum RWE-Präsident Welling sauer auf Waldemar Hartmann war

Waldemar Hartmann machte sich am Mittwoch bei RWE-Präsident Michael Welling unbeliebt.
Waldemar Hartmann machte sich am Mittwoch bei RWE-Präsident Michael Welling unbeliebt.
Foto: imago
  • Im ZDF spricht Waldemar Hartmann positiv über RB Leipzig
  • Auch RWE hätte sich laut Hartmann über einen solchen Investor gefreut
  • Essens Präsident Welling sieht das anders

Essen. Mittwochabend im ZDF. Sportjournalist Waldemar Hartmann war in der Sendung „Lanz“ zu Gast.

Unter anderem ging es um das Geschäftsmodell RB Leipzig. In diesem Zusammenhang auch um die Vorkommnisse im Rahmen des Bundesliga-Spiels der Leipziger bei Borussia Dortmund, in dessen Folge der DFB die Südtribüne der Borussen für die Partie am Samstag gegen den VfL Wolfsburg komplett sperrte.

Hartmann verteidigt das Modell RB Leipzig

Hartmann ergriff in der Sendung Partei für die Leipziger. Er betonte: „Ich habe die Stadt kennengelernt, ich habe die Anfänge von RB erlebt. Die Stadt Leipzig ist Gründungsstadt des deutschen Fußballbundes, die Stadt hat ein WM-Stadion.“

„Dann kommt einer (Dietrich Mateschitz ist Gründer des Getränkekonzerns Red Bull und Sponsor und starker Mann des Leipziger Klubs, Anmerkung der Redaktion), der steht für Nachhaltigkeit und baut für 30 Millionen Euro das modernste Ausbildungszentrum in Europa, wie ich mir habe sagen lassen. Mateschitz hat in Leipzig nachhaltig investiert, bringt den Fußball in die Stadt“, so Hartmann weiter.

Vergleich mit anderen Bundesliga-Vereinen

„Ich habe damals gesagt: Wenn ihr wollt, dass der FC Bayern kommt - und nicht zum Freundschaftsspiel - dann gibt es nur diese Modell. Himmelherrgott, der Osten hat so lange auf Bundesligafußball gewartet. Jetzt ist er da und das Model Leipzig wird von allen Seiten niedergemacht.“

„Bei Bayern sind drei Weltfirmen mit knapp zehn Prozent beteiligt. Borussia Dortmund ist an der Börse. Was machen denn Leverkusen und Wolfsburg? Das sind Modelle, die kann man doch vergleichen.“

RWE-Boss reagiert auf Hartmanns Aussagen

Und dann kam der Satz, den Rot-Weiss Essens Präsidenten Michael Welling auf die Palme brachte. Hartmann: „Fragt mal bei Rot-Weiss Essen oder bei anderen Vereinen nach, wie gerne die es gehabt hätten, dass Herr Mateschitz vielleicht bei ihnen vorbeigeschaut hätte.“

Die Antwort vom RWE-Boss ließ nicht lange auf sich warten. Via Facebook erklärte Welling: „Nein, Waldemar Hartmann, ich hätte nicht gejubelt, wenn Mateschitz in dieser Form bei Rot-Weiss Essen angeklopft hätte! Das erste mal, dass ich gerne bei Lantz in einer Talkshow sitzen würde... so viel Unsinn in einer Sendung tut gerade weh... PS: nein, Waldemar Hartmann, RB ist nicht gegründet worden, um eine Dose zu verkaufen, das war reine Entwicklungshilfe und Charity von Red Bull im Osten Deutschlands...“

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