1:1! RWE-Kapitän Baier vergibt den Sieg in der Nachspielzeit

Vergab einen Elfmeter: RWE-Kapitän Benjamin Baier.
Vergab einen Elfmeter: RWE-Kapitän Benjamin Baier.
Foto: Michael Gohl / FUNKE Foto Services

Rödinghausen. In der Regionalliga West kam Rot-Weiss Essen beim SV Rödinghausen nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus. 14 Minuten Spielunterbrechung gab es nach einem unglücklichen Zusammenprall zweier Ostwestfalen. Lars Hutten (15.) brachte Rödinghausen nach einer 14-minütigen Spielunterbrechung in Führung, den Ausgleichstreffer für die Essener erzielte Kamil Bednarski.

In der Nachspielzeit hatten die Essener sogar noch den Siegtreffer auf dem Fuß: Nach Foul von Lennart Mardroch an Bednarski gab es Elfmeter für die Rot-Weissen, den setzte Benjamin Baier jedoch nur an die Unterkante der Latte. So blieb es beim Unentschieden für beide Teams. „Für die Spieler fühlt es sich durch diese vergebene Chance wie eine Niederlage an. Ich bin mit dem Auftreten ab der 25. Minute jedoch eigentlich sehr zufrieden", sagte RWE-Trainer Sven Demandt.

Die Partie begann dramatisch und emotional. Nach einem langen Ball gingen die beiden Rödinghauser Akteure Azur Velagic, Koray Kacinoglu und Essens Marcel Platzek zum Ball. Velagic traf beim Versuch, das Spielgerät wieder nach vorne zu schlagen, seinen Teamkollegen am Kopf. Der ehemalige Wattenscheider verlor sofort das Bewusstsein und wurde von beiden medizinischen Abteilungen sowie den anwesenden Sanitätern minutenlang behandelt.

Kacinoglu, dessen Vater sich nach der Behandlung sofort auf den Platz begab, um seinen Sohn zu sehen, wurde mit Verdacht auf Schädel-Hirn-Trauma ins Krankenhaus gebracht. „Es war eine unglaublich, unglücklicher Zwischenfall“, war auch Rödinghausens Trainer Alfred Nijhuis nach dem Spiel fassungslos. RWE-Coach Demandt schickte auf der Pressekonferenz Genesungswünsche in Richtung der beiden verletzten SVR-Akteure, denn auch Velagic musste mit Verdacht auf eine Fraktur runter.

Dass die Ostwestfalen mit dem Wiederanpfiff sofort die Führung erzielten, machte es dann im Endeffekt auch für die Essener noch umso schwieriger. „Wir haben rund zehn Minuten gebraucht, um dann wieder ins Spiel zu kommen. Von da an war es eigentlich ein sehr ordentliches Spiel von uns“, kommentierte Demandt und begründete: „Wir haben eine ähnliche Lauf- und Zweikampfbereitschaft gezeigt wie schon in Mönchengladbach.“

Doch wie schon beim Heimspiel gegen Düsseldorf II vor zwei Wochen vergaben die Essener beste Möglichkeiten. Alleine in der Schlussviertelstunde verpassten die eingewechselten Kasim Rabihic (Schlenzer, 76.), Jeffrey Obst (Kopfball, 86.) sowie Baier (Schuss von der Kante, 87.) drei richtig gute Möglichkeiten. Der vergebene Elfmeter war das i-Tüpfelchen.

EURE FAVORITEN IN DIESER STUNDE