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Rummenigges Europaliga-Pläne sind vorerst kein Thema

09.02.2016 | 15:48 Uhr
Rummenigges Europaliga-Pläne sind vorerst kein Thema
Die Pläne Karl-Heinz Rummenigge bleiben vorerst in der Schublade.Foto: dpa

Paris.  Die Europäische Klub-Vereinigung ECA will weiterhin bei Fifa- und UEFA-Entscheidungen mitsprechen. WM-Aufstock auf 40 Teams wird abgelehnt.

Karl-Heinz Rummenigges Europaliga-Pläne bleiben in der Schublade, aber die Europäische Klub-Vereinigung ECA will künftig in Entscheidungsprozesse des Weltverbandes FIFA und des europäischen Dachverbandes UEFA noch stärker eingebunden werden. Deshalb wird auch die beabsichtigte Aufstockung der WM-Endrunden von 32 auf 40 Teams abgelehnt.

"Wir halten nichts davon, wir sind mit dem jetzigen Zustand zufrieden", sagte der ECA-Vize-Präsident Umberto Gandini auf der Pressekonferenz nach der Generalversammlung der ECA in Paris, "wir wollen bei allen wichtigen Entscheidung am Tisch sitzen." ECA-Boss Rummenigge, der im Januar seine Europaliga-Pläne neu aufgelegt hatte, äußerte via ECA-Pressemitteilung: "Ich glaube fest daran, dass ECA und UEFA ihre Wettbewerbe weiter vorantreiben wollen. Stagnation bedeutet Rückschritt."

Rummenigge will faire Partnerschaft fortführen

Klar ist auch, dass Rummenigge das Einvernehmen mit der UEFA sucht - trotz der jüngsten Turbulenzen um die Acht-Jahres-Sperre von UEFA-Chef Michel Platini. "Es wäre unfair von den Vereinen, aus dem vorhandenen Vakuum bei der UEFA durch die Suspendierung von Michel Platini und die Wahlkampfreisen von Generalsekretär Gianni Infantino Honig zu saugen. Wir haben seit Langem eine faire Partnerschaft und wollen diese fortführen", sagte Rummenigge dem SID.

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Auch deshalb wurde eingehend über die Formate der Champions League und Europa League ab 2018 diskutiert. "Wir wollen nichts auf den Kopf stellen, wir versuchen aber, den Vereinsfußball noch attraktiver zu gestalten", sagte Gandini. Auf die Rummenigge-Pläne einer europäischen Superliga wollte er allerdings nicht detailliert eingehen.

Klarer positionierte sich  Infantino über Rummenigges Europaliga-Gedanken. "Darüber ist noch nicht gesprochen worden. Das ist noch zu weit weg, außerdem haben wir mit der Champions League die beste Liga der Welt", betonte der 45-Jährige. Rummenigge hatte im vergangenen Monat nochmals seine Idee aufgegriffen, eine möglicherweise sogar privat installierte Europaliga zu schaffen. In dieser Liga sollen die großen Klubs aus Deutschland, England, Italien, Spanien und Frankreich spielen.

Vereine kassieren durch Europameisterschaft ab

Verkündet wurde von der ECA derweil die Ausschüttung von insgesamt 150 Millionen Euro an die Vereine im Zuge der EM-Qualifikation bzw. -Endrunde. 50 Millionen werden für die Ausscheidungsspiele gezahlt, bei der EURO 2016 in Frankreich verdoppelt sich die Summe . Pro Tag und Spieler werden 5800 Euro fällig. Die Regelung greift zwei Wochen vor dem ersten Spiel und bis einen Tag nach dem letzten EM-Match.

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Klar ist auch, dass die ECA Infantini bei seinem Bemühen, am 26. Februar in Zürich zum neuen FIFA-Präsidenten und Nachfolger seines Landsmannes Joseph S. Blatter (79) gewählt zu werden, unterstützen wird. "Er war immer ein fairer und kompetenter Gesprächspartner und wird auch die Interessen des Klubfußballs im Auge haben", sagte Gandini. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) unterstützt den UEFA-"General" ebenso wie die anderen UEFA-Mitgliedsverbände. Infantino glaubt, dass er 105 Stimmen von 209 aus den FIFA-Mitgliedsverbänden bereits sicher habe.

Der Eidgenosse tritt bei der FIFA-Präsidentenwahl gegen Scheich Salman bin Ibrahim Al Khalifa (50/Bahrain), Prinz Ali bin Al Hussein (40/Jordanien), den Franzosen Jérôme Champagne (57) und Tokyo Sexwale (62/Südafrika) an. (sid)

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