Rolf Steinemann steht für den Vorstand nicht zur Verfügung
28.04.2008 | 19:00 Uhr 2008-04-28T19:00:00+0200Siegen. (FST) Wen der vierköpfige Aufsichtsrat der Sportfreunde Siegen heute Abend als neuen Vorstandsvorsitzenden präsentieren will, das sickerte gestern Abend bis Redaktionsschluss nicht mehr durch. ...
... Rein gar nichts war von den Vereinsverantwortlichen und aus deren Umfeld zu erfahren. Doch soviel steht bereits fest: Rolf Steinemann, der dem Verein in der Zeit von 1999 bis 2005 vorstand, und auch in der Aufstiegssaison 2004/05 die Geschicke des Vereins im operativen Geschäft zusammen mit Dirk Röckinghausen (Finanzen) gelenkt hatte, wird es nicht sein. "Ich habe an die Sache heute einen Haken gemacht", erklärte Rolf Steinemann gestern Abend im Gespräch mit der WR-Sportredaktion. "Ich habe viele Anrufe erhalten und die Leute wollten mir schon fast gratulieren. Doch der Aufsichtsrat hat mit mir keinen Kontakt gesucht. Der neue Mann, egal wer es denn macht, braucht aber drei bis vier Tage, um sich überhaupt einen Überblick über den Ist-Zustand zu verschaffen. Derjenige wäre blauäugig, sich einfach so morgen Abend als neuer Vorsitzender präsentieren zu lassen, ohne eine entsprechende Vorlaufzeit."
Für eine Interimslösung hätte der Dreisbacher sowieso nicht zur Verfügung gestanden. "Wenn ich eine Sache übernehme, dann ganz oder gar nicht." Er hofft im Sinne des Vereins, der ihm immer noch sehr am Herzen liegt, dass ein kompetenter Vorsitzender gefunden wird.
Nach den Rücktritten von Christoph Hansen (Vorsitzender) und Dirk Röckinghausen (Finanzen) ist Zorislav Jonjic als einziger aus dem dreiköpfigen Vorstand geblieben. Jetzt müssen zwei Personen für den Vereinsvorsitz gefunden werden, erst dann ist der Verein im Tagesgeschäft wieder handlungsfähig. Erst dann könnte der Verein in der Trainerfrage Klarheit schaffen. Hält man an Marc Fascher fest, oder handelt man nach der Überzeugung der vergangenen Woche, wonach der Aufsichtsrat die Entlassung des Hamburgers mehrheitlich gefordert hatte.
Die Gerüchteküche in Sachen neuer Trainer kocht auch bereits auf voller Flamme. Demnach soll Ralf Loose zum zweiten Mal nach Siegen zurückkehren. Bereits vor Wochen hatte Andreas Rettig, Manager des FC Augsburg, letzter Arbeitgeber des am 16. April entlassenen Liechtensteiners, bei den Sportfreunden "angeklopft". Rettigs Beweggründe sind klar: Looses Vertrag läuft noch bis 2010. Aus dieser Nummer würden die Augsburger gerne frühzeitig herauskommen. Doch die Loose-Frage kann in Siegen nur einer beantworten: Sponsor Manfred Utsch.
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