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Roger Schmidt sieht Mainz 05 an Leverkusen vorbeiziehen

28.02.2016 | 20:49 Uhr
Roger Schmidt sieht Mainz 05 an Leverkusen vorbeiziehen
Bayer-Coach Roger Schmidt saß gesperrt hinter den Kulissen.Foto: dpa

Mainz.  Bayer Leverkusen verliert die erste Partie der Drei-Spiele-Sperre gegen Trainer Roger Schmidt. Mainz' Namensvetter Schmidt darf sich hingegen freuen.

In einer Loge auf der Haupttribüne musste Roger Schmidt tatenlos die Niederlage im ersten Spiel seiner befristeten Verbannung ertragen. Die von seinem Trainer-Assistenten Markus Krösche betreute Mannschaft von Bayer 04 Leverkusen verlor am Sonntag mit 1:3 (0:2) beim FSV Mainz. "Wir müssen im Kopf aufmerksamer sein. Mainz hat den Sieg heute mehr gewollt als wir. Bis zum 34. Spieltag haben wir nur noch Endspiele, wenn wir unsere Saisonziele erreichen wollen", mahnte Leverkusens Fußball-Weltmeister Christoph Kramer.

Für Bayer, vor dem 23. Spieltag auf Rang vier der Bundesliga-Tabelle, war es die zweite Niederlage in der Meisterschaft nacheinander. Die Mainzer Mannschaft unter Trainer Martin Schmidt bejubelte indes vor 26 557 Zuschauern den fünften Sieg in den vergangenen sechs Heimspielen und den 75. Sieg in der Bundesliga vor eigener Kulisse. Der FSV verdrängte zudem Bayer auf den sechsten Platz.

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"Dass alle vielleicht von Europa reden, kann man vielleicht nicht verhindern. Die Mannschaft weiß aber, was sie will, und das ist das Wichtigste", sagte Yunus Malli. Er hatte nach 741 torlosen Minuten seine Flaute mit dem Treffer zum 1:0 (14.) beendet, Jhon Cordoba vor der Pause (32.) erhöht, ehe Malli per Handelfmeter (58.) erneut getroffen hatte. Das Tor der Gäste ging auf das Konto von Javier Hernández (65.).

Krösche an der Seitenlinie

Eine Woche nach dem Skandalauftritt von Roger Schmidt beim 0:1 in Dortmund durfte der für drei Partien gesperrte Bayer-Trainer sein Team nicht coachen. Den Job übernahm Krösche mit grauem Parka an der Seitenlinie. Spielerisch und technisch waren die Gäste den Mainzern auf dem Platz zunächst überlegen. Torchancen aber blieben Mangelware.

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Einen Schlenzer von der linken Seite von Hakan Calhanoglu (23.) konnte FSV-Keeper Loris Karius über das Tor lenken. Aus dem Sturmzentrum entwickelte die Werkself kaum Gefahr, das Fehlen von Kapitän und Angreifer Stefan Kießling machte sich bemerkbar. Er hatte sich wie Manndecker Kyriakos Papadopoulos beim 3:1 am Donnerstag gegen Sporting Lissabon in der Europa League verletzt.

Gegen die ausgeruhteren Mainzer geriet die Bayer-Mannschaft auch noch früh in Rückstand. Nach einem tollen Zuspiel von Pablo de Blasis lupfte Malli den Ball über den herausgeeilten Keeper Bernd Leno. Für den 24-jährigen Malli war es der erste Treffer seit dem 14. Spieltag. "Ich habe es natürlich auch vermisst, Tore zu schießen", räumte Malli beim TV-Sender Sky ein. Zumal sich seine Pechsträhne fortzusetzen schien, als ein Versuch nach fünf Minuten geblockt und ein weiterer nach zwölf Minuten von Leno pariert wurde.

Jedvaj verursacht Handelfmeter

Krösche reagierte, wechselte zur Pause Jonathan Tah aus, der gegen Cordoba meist das Nachsehen gehabt hatte. Für ihn kam Tin Jedvaj. Verhindern konnte aber auch er die Pleite nicht. Im Gegenteil. Cordoba blieb gefährlich und konnte ein weiteres Mal einzig durch Breno gestoppt werden (57.). Und dann verursachte Jedvaj auch noch den Handelfmeter, den der türkische Nationalspieler Malli sicher verwandelte.

Weniger sicher agierte danach vor allem ein Mal die Mainzer Abwehr. Beim Kopfballtreffer von Hernández - dessen 14. Saisontor - griffen gleich mehrere FSV-Profis nicht entscheidend ein. Auch ohne Antreiber Roger Schmidt in der Coaching Zone versuchten die Bayer-Profis noch mal alles. Allerdings vergeblich. (dpa)

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2016-02-28 20:49
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