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Revierkampf bei Bayern München - Heynckes schießt gegen Sammer

11.08.2012 | 16:57 Uhr
Revierkampf bei Bayern München - Heynckes schießt gegen Sammer
Jupp Heynckes steckt bei Bayern München sein Revier gegenüber dem neuen Sportdirektor Matthias Sammer ab. Ansprachen vor der Mannschaft seien die Aufgabe des Trainers von Bayern München.Foto: dapd

München.  Die Saison hat noch nicht begonnen und schon lodern die ersten Feuer bei Bayern München. Jetzt hat Trainer Jupp Heynckes sein Kompetenz-Revier gegenüber dem neuen Sportdirektor Matthias Sammer abgesteckt. Betreuung und Ansprache bei der Mannschaft sei seine Aufgabe als Bayern-Trainer.

Bayern Münchens Trainer Jupp Heynckes hat sich vor dem Supercup am Sonntag (20 Uhr) gegen Borussia Dortmund erstmals verbal gegen Sportdirektor Matthias Sammer zur Wehr gesetzt. "Die Betreuung der Mannschaft übernehme immer noch ich, auch die Ansprache", sagte der 67-Jährige am Freitag in München und reagierte damit auf Sammers Aussagen unter der Woche. Der 44-Jährige hatte zuletzt größere Angriffslust der Spieler gefordert und eine Handgreiflichkeit im Training als positiv bewertet. Holger Badstuber und Emre Can waren im Training von Bayern München aneinandergeraten. Badstuber griff dem 18-Jährigen an die Gurgel, nachdem sich Can lautstark über eine Grätsche des Nationalverteidigers beschwert hatte.

„Wir brauchen keine tote Mannschaft, wir brauchen eine Mannschaft, die lebt, die aggressiv ist. Es war ein kleiner Anfang hin zur Emotionalität“, hatte Sammer gesagt. Heynckes führte angesprochen darauf, ob sich der "Biss" der Mannschaft seit Sammers Verpflichtung schon verbessert habe, fort: "Wir haben deutlich zum Ausdruck gebracht, dass es notwendig ist, viele Dinge zu optimieren. Das ist ein Prozess, in dem wir mittendrin sind."

Hitzfeld rechnet mit "gnadenlos unbequemen Sammer"

Für Bayern München ist der Supercup gegen Double-Gewinner Borussia Dortmund am Sonntag (20 Uhr) "wahnsinnig wichtig" - das zumindest glaubt Bayerns ehemaliger Trainer Ottmar Hitzfeld. "Es geht ums Selbstvertrauen. Das Spiel - und einen offiziellen Titel - zu gewinnen, gibt Sicherheit für den Bundesliga-Start. Dann herrscht schon einmal Ruhe im Umfeld", schrieb der 63-Jährige in seiner Kolumne im "kicker".

Video
München, 08.08.12: Am Sonntag trifft Rekordmeister Bayern München im Supercup auf Doublesieger Borussia Dortmund. BVB-Sportdirektor Michael Zorc und FCB-Sportvorstand Matthias Sammer freuten sich schon am Mittwoch auf das erste Finale der Saison.

Für die Münchner sei der Sieg nach der turbulenten Woche mit Verletzungssorgen, einem Trainingsgerangel und dem überraschenden Rücktritt von Jörg Butt als Leiter des Nachwuchsleistungszentrums daher Pflicht. "Bei den Bayern in die Erwartungshaltung riesig, fast grenzenlos. Entsprechend ist der Druck, der extern wie intern aufgesetzt wird." Seinem ehemaligen Klub empfiehlt Hitzfeld zum Start in die Saison "fünf Prozent mehr Leidenschaft, Willensstärke und Siegermentalität zu zeigen. Sonst reicht es auch in dieser Saison nicht."

Als wichtigen Bestandteil auf dem Weg zurück auf den nationalen Thron sieht Hitzfeld Bayerns neuen Sportdirektor Matthias Sammer: "Er wird gnadenlos und unbequem sein, wenn sich der Erfolg nicht einstellt. Sammer weiß: Reibung erzeugt Leistung." (dapd)

Kader für das Länderspiel

 

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Kommentare
10.08.2012
23:37
Revierkampf bei Bayern München - Heynckes schießt gegen Sammer
von ruhrpottfan | #2

na ja,
schätze das ist erstmal der anfang.
ist wie die geschichte mit dem schneeball der am ende zur lawine wird.
ich kann mir auch nicht vorstellen dass heynckes das ende der saison noch als trainer erleben wird. dafür hat man sammer schon zu hoch gejubelt.
wenn badstuber aufgrund verbaler beschwerden wegen seines harten einsteigens gegen mannschaftskollegen durchdreht gehört er aus dem verkehr gezogen. das ist erstens gemeingefährlich und zweitens wenig mannschaftsdienlich.
mir san mir halt ...

10.08.2012
20:37
Revierkampf bei Bayern München - Heynckes schießt gegen Sammer
von RetoJaeggli | #1

Die Karriereplanung des Matthias Sammer sah eigentlich den Job des Bundestrainers als nächste Station. Da dieser auf Jahre hinaus belegt ist musste er wohl umdisponieren.
Ich denke sobald Jupp Heynckes unter dem ständigen Druck zerbricht wird sich Sammer also sein Nachfolger präsentieren, wie Phoenix aus der Asche ...

An Heynckes Stelle würde ich mir Gedanken über die wahren Motive des neues Sportdirektors machen !

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