Die U23 des VfL Bochum muss bei Rot-Weiss Essen punkten

„Wichtig ist, dass wir als kompakte Einheit auftreten": VfL-Trainer Dimitrios Grammozis.
„Wichtig ist, dass wir als kompakte Einheit auftreten": VfL-Trainer Dimitrios Grammozis.
Foto: Imago
Was wir bereits wissen
Auch wenn die Talente des VfL Bochum und die Essener Rot-Weissen nicht nur jede Menge Punkte trennen, ist die Bochumer U23 an der Hafenstraße zum Siegen verdammt.

Bochum.. Zweimal musste Bochums U23 den Rückrunden-Auftakt wegen der fehlenden Rasenheizung im Lohrheide-Stadion verschieben, am Freitagabend bei Rot-Weiss Essen geht es nun endlich wieder um Punkte (19 Uhr). An der Hafenstraße wird es den VfL-Talenten jedoch vermutlich bedeutend schwerer fallen zu bestehen, als gegen die Keller-Konkurrenz aus Wattenscheid oder Hennef. Die Rot-Weißen empfangen die U23 als Tabellenzweiter. „Ein Auftakt vor so einer Kulisse ist doch umso schöner“, sagt VfL-Trainer Dimitrios Grammozis: „Natürlich wird es nicht einfach, aber wir wollen aus Essen etwas Zählbares mitbringen.“

RWE hat an der Tabellenspitze überwintert, musste dann das Doping-Verfahren gegen den ehemaligen Bochumer Jugendspieler Cebio Soukou - inklusive Punktverlust - über sich ergehen lassen und auch noch die 0:1-Niederlage im Spitzenspiel in Aachen hinnehmen. Es war der erste Misserfolg nach 19 ungeschlagenen Spielen. Und es war eines der wenigen Spiele ohne rot-weißen Torjubel, denn mit 42 Treffern ist RWE die Tormaschine der Liga. Dabei mischen auch zwei ehemalige Bochumer mit: Sven Kreyer und nun auch Kevin Freiberger. Dazu kommen mit Marwin Studtrucker und Marcel Platzek zwei weitere Hochkaräter.

Grammozos mit vielen Expermenten in der Vorbereitung

„In der Offensive haben sie eine außergewöhnliche Qualität“, sagt Grammozis: „Aber wir müssen unsere Punkte holen, egal wo.“ Einen Vorteil hat Bochum: Während das U23-Trainerteam Essen gründlich analysieren konnte, wartet auf RWE-Trainer Marc Fascher die große Unbekannte. Wie und wen Grammozis zum Rückrundenauftakt spielen lässt, ist noch offen. In der Vorbereitung hatte der neue U23-Trainer viel ausprobiert. Und vor dem ersten Spiel hält er sich möglichst bedeckt: „Wichtig ist, dass wir als kompakte Einheit auftreten, die Fehler hinten abstellen und vorne unsere Chancen nutzen.“

Die zwei freien Wochen hat Grammozis genutzt, um zu testen – das Fazit war eher alarmierend. Gegen den Oberligisten Erkenschwick (1:2) und Mönchengladbach II (0:3) setzte es Niederlagen, gegen Bocholt gab es immerhin einen 3:1-Erfolg. Dazu sind einige Spieler angeschlagen, zuletzt mussten die A-Junioren Kevin Pytlik und Enes Küc aushelfen. Grammozis macht sich aber keine großen Sorgen: „Ich werde mir einen Alternativplan zurechtlegen. Wir sind alle heiß auf den Auftakt. Und ich bin sicher, dass in der Meisterschaft der letzte Schuss Zielstrebigkeit noch kommt.“